M (so der Originaltitel von 1931 – der Zusatz "Eine Stadt sucht einen Mörder" wurde erst später hinzugefügt) ist Fritz Langs erster Tonfilm, den er 1931 mit Peter Lorre in der Hauptrolle inszenierte.
Eindrucksvoll wird das Klima einer Großstadt dargestellt, die ein Kindermörder in Angst und Schrecken versetzt. Auch der Einfluss der modernen Massenmedien (Presse) auf die Stimmungslage der Bevölkerung wird berücksichtigt. Dieser Aspekt der Handlung hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Der Film gibt Einblicke sowohl in die Arbeit der Polizei und in das kriminelle Milieu der Stadt als auch in die psychologische Triebhaftigkeit des Kindermörders.
Die Länge des Films betrug ursprünglich ca. 117 Minuten, Teile des Films gelten heute jedoch als verschollen. Zur Berlinale 2001 wurde eine 107-minütige restaurierte Langfassung des Films vorgestellt.
„Immer muß ich durch Straßen gehen und immer spür ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe! Aber ich kann nicht! Kann mir nicht entkommen!“ Mit diesem Monolog in der bedeutungsvollen Schlussszene des Films, als der Kindermörder vor einem Unterwelttribunal seine zwiegespaltene Persönlichkeit beschreibt, wurde Peter Lorre weltberühmt. Eindrucksvoll ist auch das Entsetzen in seinen Augen, als er das M bemerkt, mit dem die Bettler ihn gekennzeichnet haben. Damit ist er gebrandmarkt.
Für den Export wurden neben dem Schlussmonolog, den Peter Lorre auch in englischer und französischer Sprache darstellte, auch einzelne Szenen mit französischen und englischen Darstellern nachgedreht.
Fritz Lang setzte in diesem Film u. a. dem berühmten Berliner Kriminalbeamten Ernst Gennat (1880–1939) ein Denkmal, da der unkonventionelle Kriminalkommissar Karl Lohmann ihm nachempfunden ist.
Peter Lorre, der 1933 vor den Nazis nach Paris flüchtete, begründete 1934 – nicht zuletzt durch die darstellerische Leistung in M – eine Hollywood-Karriere.
1950 stellte der Produzent der ursprünglichen Fassung, Seymour Nebenzal, in den USA ein Remake des Films unter der Regie von Joseph Losey her, Hauptdarsteller war David Wayne. 2003 bearbeitete Michael Farin für den Bayerischen Rundfunk den Stoff für ein Hörspiel-Remake.
1985 spielte Falco in seinem Video zu dem Lied Jeanny (Part I) auf den Film an. Falco trägt ein aufgemaltes „F“ auf dem Rücken, auch der blinde Ballonverkäufer wird gezeigt.
2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen Filmkanon für die Arbeit an Schulen und nahm diesen Film in ihre Liste mit auf.
Die Geschichte des Films basiert in großen Teilen auf dem Kriminalfall des Serienmörders Peter Kürten, auch bekannt als der „Vampir von Düsseldorf“. Übernommen wurde etwa die Selbstbezichtigung des Täters in Form eines Bekennerschreibens, das in den Zeitungen abgedruckt wird. Kürten wurde im Mai 1930, nach Fertigstellung des Drehbuchs, verhaftet; sein Prozess fand unter enormer Medienaufmerksamkeit statt. Die Premiere von M war am 11. Mai 1931 in Berlin, drei Wochen nachdem Kürten zum Tode verurteilt worden war. Auch der Fall Fritz Haarmann diente als Vorbild.Ursula von Keitz: Hier sitzen lauter Sachverständige in Rechtsfragen...": Krisenerfahrung und Verbrechen in Fritz Langs Film M — eine Stadt sucht einen Mörder In: IASLonline, 2002 (Rezension des Buchs von Kaesl)
2003 erschien das Album "Schwan" der Flensburger Punkband Turbostaat mit dem Titel "M-eine Stadt sucht ihren Mörder"
Für eine DVD-Veröffentlichung im Jahr 2003 wurden alle verfügbaren Filmteile zusammengesucht, um möglichst nah an die ursprüngliche Fassung heranzukommen. Im Bundesarchiv-Filmarchiv fanden sich 2.623 Meter der Zensurfassung vom Mai 1931, allerdings in relativ schlechtem Zustand. Weitere Filmteile wurden bei der Cinematheque Suisse in Lausanne und beim Nederlands Filmmuseum gefunden. Nach Zusammenfügen aller verfügbaren Teile war der Film mit 3.024 Metern und 105 Minuten Laufzeit am dichtesten an der ursprünglichen Fassung. Alle Filmteile mussten einer intensiven digitalen Nachbearbeitung unterzogen werden. Bei vorhergehenden Veröffentlichungen wurden zum Beispiel das ursprüngliche Filmformat von 1:1,9 nicht eingehalten, sondern auf 4:3 (Fernsehformat) heraufgesetzt. Dadurch fehlten am oberen und unteren Rand Bildteile. Außerdem mussten zahlreiche Beschädigungen, die Graustufen, Schärfe, der wackelige Bildstand und der Ton nachbearbeitet werden.
Filmtitel | Thriller | Kriminalfilm | Schwarzweißfilm | Deutscher Film | Filmtitel 1931
M (1931 film) | M le maudit | M (סרט) | M - Il mostro di Dusseldorf | M - eine Stadt sucht einen Mörder | M (film)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"M – Eine Stadt sucht einen Mörder".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world