| Wappen | Karte |
|---|---|
| Loerrach wappen.png | Position of Loerrach in Germany.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Lörrach |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 294 m ü. NN |
| Fläche: | 39,42 km² |
| Einwohner: | 46.860 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1189 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 13,9 % |
| Postleitzahlen: | 79501-79541 (alt: 7850) |
| Vorwahl: | 07621 |
| Kfz-Kennzeichen: | LÖ |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 36 050 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt sowie 3 Stadt- und 3 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Luisenstraße 16 79539 Lörrach |
| Website: | www.loerrach.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Gudrun Heute-Bluhm (CDU) |
Burg Roetteln.jpg]] Lörrach ist eine Stadt im Südwesten Baden-Württembergs. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises. Seit dem 1. April 1956 ist Lörrach Große Kreisstadt. In der näheren Umgebung liegen der Schwarzwald, das Rheintal sowie die Städte Weil am Rhein und Basel.
Lörrach liegt weniger als fünf Kilometer vom Dreiländereck der Staaten Deutschland, Frankreich und Schweiz entfernt. Der trinationale Ballungsraum wird, da er sich um das Rheinknie gebildet hat, auch Regio TriRhena genannt. Dieser Lebens- und Wirtschaftsraum umfasst Südbaden, die Nordwestschweiz sowie das Oberelsass und zählt etwa 2,3 Millionen Einwohner und über eine Million Erwerbstätige (Stand 2001).
Die Grenzlage Lörrachs brachte den Bewohnern der Stadt sowohl Vorteile als auch Nachteile. Mit dem Fall der Grenzen innerhalb der EU und den Bilateralen Verträgen der EU mit der Schweiz gelangte die Region erstmals aus politischer Randlage und wurde in eine europäische Zentrallage aufgewertet. Mittels gut ausgebauter Nord-Süd- und Ost-West-Verkehrsverbindungen ist Lörrach wirtschaftlich eingebunden und profitiert auch im Bereich Fremdenverkehrswesen als Regionalzentrum des südlichen Schwarzwaldes.
Die Stadt selbst breitet sich auf einem Talboden aus der Quartärzeit aus. Beidseitig ist Lörrach von Abhängen umgeben, welche den südlichen Teil des Wiesentals bilden. Der gleichnamige Fluss aus dem Schwarzwald bahnt sich seinen Weg bis zur Mündung in den weiten Schotterflächen der Rheinebene in Basel.
Geografische Daten der Stadtgemarkung Lörrach:
Das bebaute Stadtgebiet Lörrachs misst in der größten Nord-Süd-Ausdehnung 6,0 km, in der Ost-West-Richtung sind es 4,6 km.
Zusammen mit der Nachbarstadt Weil am Rhein bildet Lörrach nach dem Landesentwicklungsplan für Baden-Württemberg ein Doppelzentrum, zu dessen Mittelbereich noch die Städte und Gemeinden Binzen, Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Fischingen, Inzlingen, Kandern, Malsburg-Marzell, Rümmingen, Schallbach, Steinen und Wittlingen gehören. Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende Verflechtungen des Doppelzentrums Lörrach/Weil am Rhein mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie mit dem Elsass.
- | Binzen | Burg Rötteln | Steinen (Baden) | - | Weil am Rhein | Windrose_klein.png | Rheinfelden (Baden) | - | Basel | Riehen | Grenzach-Wyhlen |
Lörrach ist auch Hauptstadt des Markgräflerlands und gehört der trinationalen Agglomeration Basel (TAB) und Regio TriRhena an. Stuttgart liegt etwa 220 km von Lörrach entfernt, die Schweizer Großstädte Bern und Zürich eine Autostunde. Die nächste französische Großstadt ist Mulhouse im Elsass, die nächste deutsche Großstadt Freiburg im Breisgau; beide liegen eine knappe Autostunde von Lörrach entfernt.
Die Stadt Lörrach wird von vielen bewaldeten Erhebungen (Schädelberg, Homburg, Röttler Wald und Tüllinger Berg) entlang des Wiesentals umringt, wovon der Tüllinger Berg mit 460 m ü. NN eine der höchsten Erhebungen bildet. Von dort aus hat man die beste Aussicht auf die umliegenden Städte Weil am Rhein und Basel, sowie das Rheinknie. Auf dem Tüllinger Berg ist ein 657 ha umfassendes Landschaftsschutzgebiet eingerichtet. Am Südwesthang des Berges wird die regional bedeutende Gutedel-Rebe angebaut und zum so genannten Markgräfler Wein verkeltert.
Durch Lörrach, genauer gesagt an der Burg Rötteln vorbei über den Tüllinger, führt die Schlussetappe der Variante A des Blauen - Basel.
Die drei Ortsteile verfügen über eine eigene Ortsverwaltung mit einem Ortsvorsteher. Der Lörrach vorstehende Ortschaftsrat wird alle fünf Jahre direkt von den Bürgern gewählt. 1963 wurde die Satellitenstadt Salzert erschlossen, welche östlich von Stetten liegt.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr weinige Einwohner haben (etwa "Im Löhr" in Brombach, Röttelnweiler in Haagen oder Rechberg in Hauingen).
Die Nachbargemeinde Inzlingen ist zwar eigenständig; die Stadt Lörrach übernimmt allerdings für Inzlingen die Aufgaben in Form einer Verwaltungsgemeinschaft.
Die Gemarkungsfläche von Lörrach beträgt 39,42 km², die sich in folgende Nutzungsarten aufteilt:
| 26,1 % Siedlungs- und Verkehrsfläche, davon: |
| 31,3 % Landwirtschaftsfläche |
| 39,0 % Waldfläche |
| 1,2 % Wasserfläche |
| 1,2 % übrige Nutzungsflächen |
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand der Zahlen: 2001.
Das Stadtzentrum mit den Teilen Tüllingen, Stetten und Tumringen hat mit 18,6 km² den größten Anteil an der Gesamtfläche, es folgen die Ortsteile Brombach mit 9,8 km², Hauingen mit 7,4 km² und Haagen mit 3,5 km².
| Jahr | Ereignis | |||
|---|---|---|---|---|
| 1102 | Erste Erwähnung Lörrachs als Siedlung Lorracho. | - | 1403 | Marktrecht für den Ort durch König Ruprecht III. von der Pfalz erhalten. (1452 durch Kaiser Friedrich III. bestätigt). |
| 1678 | Zerstörung von Burg Rötteln durch die Franzosen. | |||
| 1682 | Lörrach erhält das Stadtrecht durch Friedrich Magnus von Baden-Durlach. Die Entscheidung, Lörrach als Verwaltungszentrale zu wählen, statt die zerstörte Burg Rötteln wieder aufzubauen, wertet die Stadt auf und verhilft ihr mit den Privilegien, wie z.B. der Niederlassungsfreiheit, zum Aufschwung. | |||
| 1702 | Schlacht am Käferholz gegen die Franzosen. | - | 1756 | Das Stadtrecht wird erneuert und das erste Rathaus bezogen. |
| 1783 | Johann Peter Hebel nimmt seine Arbeit als Lehrer am Pädagogium auf. Diese Stellung behält er bis 1791. | |||
| 1803 | Das bisher vorderösterreichische Stetten wird badisch. | |||
| 1808 | Baubeginn zahlreicher klassizistischer Bauwerke, darunter die Synagoge, die Stadtkirche und die Fridolinskirche. | |||
| 1835 | Das Land Baden tritt dem deutschen Zollverein bei. | |||
| 1848 | Gustav Struve ruft in Lörrach nach der gescheiterten Märzrevolution aus seinem Exil in der Schweiz kommend im September vom Lörracher Rathaus die Deutsche Republik aus. Der "Struve-Aufstand" wird nach wenigen Tagen niedergeschlagen, Struve und einige seiner Anhänger, darunter auch Wilhelm Liebknecht werden verhaftet. | |||
| 1862 | Die Wiesentalbahn zwischen Basel, Lörrach und Schopfheim wird eröffnet. Einen Bahnanschluss nach Weil und Säckingen erhält Lörrach dann im Jahre 1890. Ein weiterer Ausbau des Nahverkehrs erfolgt 1919 mit der Errichtung einer Straßenbahnlinie nach Basel, die bis 1967 in Betrieb ist. | |||
| 1863 | Lörrach wird Kreishauptstadt. | |||
| 1871 | Die erste Volksschule (benannt nach Johann Peter Hebel) wird eröffnet. | |||
| 1880 | Philippe Suchard gründet in Lörrach eine Schokoladenfabrik. | |||
| 1908 | Eingemeindung des Ortsteils Stetten, später folgen Tüllingen und Tumringen (1935), Haagen (freiwillig 1974), Brombach und Hauingen (1975). | |||
| 1945 | Fliegerangriff auf Brombach und Lörrach. Am 24. April besetzen französische Truppen die Stadt, die vom Krieg sonst weitgehend verschont geblieben ist. | |||
| 1963 | Baubeginn im neu geplanten Stadtteil Salzert. | |||
| 1983 | Vierte Landesgartenschau Baden-Württemberg im dafür neu entstandenen Parkgelände im Grütt. | |||
| 1984 | Das fertiggestellte Autobahn-Teilstück zwischen Hoch- und Oberrhein entlastet die Stadt vom Schwerverkehr. | |||
| 1991 | Einweihung der neuen Lörracher Fußgängerzone und der damit einhergehenden Umgestaltung des Zentrums. | |||
| 2002 | Lörrach feiert 900-jähriges Jubiläum. |
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | |
|---|---|---|---|---|
| 1870 | 9.103 | 1975 | 44.179 | |
| 1890 | 11.475 | 1981 | 40.064 | |
| 1914 | 16.293 | 1990 | 42.500 | |
| 1938 | 20.041 | 1992 | 43.976 | |
| 1950 | 22.698 | 1996 | 44.756 | |
| 1960 | 30.546 | 2000 | 45.679 | |
| 1965 | 31.324 | 2001 | 46.272 | |
| 1973 | 33.885 | 2002 | 46.741 | |
| 1974 | 36.231 | 2004 | 46.754 |
Auch in den Stadtteilen Brombach, Hauingen, Rötteln (mit Tumringen) und Tüllingen gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde, da diese Orte wie Lörrach früh zu Baden gehörten und von dort die Reformation eingeführt wurde. Haagen gehört kirchlich zu Rötteln. Auch diese Kirchengemeinden gehören zum Kirchenbezirk Lörrach der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Der Stadtteil Stetten stand bis 1803 unter vorderösterreichischer Herrschaft. Daher gibt es hier eine katholische Tradition, obwohl im Ort zunächst auch die Reformation eingeführt wurde. Durch einen Vertrag mit Österreich wurde Stetten wieder katholisch. Die Gemeinde Stetten betreute zunächst auch die seit dem 18. Jahrhundert in Lörrach wieder ansässigen Katholiken. Sie feiert ihre Gottesdienste in der 1822 neu erbauten Fridolinskirche. Der ursprüngliche Kirchenbau Stettens stammt aus dem 13. Jahrhundert. Zwischen 1864 und 1867 wurde in Lörrach wieder eine eigene Pfarrkirche (St. Bonifatius) gebaut, an der 1867 eine Pfarrkuratie gegründet wurde, die 1882 zur Pfarrei erhoben wurde. Eine zweite katholische Kirche (St. Peter) wurde 1964 erbaut. In Tüllingen wurde 1966 die Filialkirche zur Hl. Familie der Gemeinde Stetten erbaut. In Brombach entstand bereits 1900 die St. Josephskirche, die seit 1911 Pfarrei ist. Zur Gemeinde gehört auch Haagen und Hauingen. Alle katholischen Gemeinden Lörrachs bilden heute zusammen mit der Nachbargemeinde St. Peter und Paul in Inzlingen eine Seelsorgeeinheit innerhalb des Dekanats Wiesental des Erzbistums Freiburg.
Heute ist bei der Lörracher Stadtbevölkerung insgesamt ein leichtes Übergewicht der evangelischen Konfession festzustellen. Im Lörracher Zentrum und im Stadtteil Stetten besteht eine relative katholische Mehrheit.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Freie evangelische Gemeinde (FeG Lörrach) mit ihrer Jugend "Peter", die Evangelisch Freikirchliche Baptistengemeinde, Evangelische Chrischona-Gemeinde, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde - Freie Christengemeinde Lörrach e.V. und die Christliche Versammlung Lörrach.
Im Jahr 1995 wurde in Lörrach die Israelitische Kultusgemeinde neu gegründet. Das Einzugsgebiet der neuen Gemeinde mit ca. 350 Mitgliedern im Jahr 2005 reicht von Badenweiler bis Waldshut. Viele der Gläubigen sind aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion zugewandert. Die Gemeinde wächst weiter und die neue Synagoge, deren Bau zur Zeit vorbereitet wird, ist für die Bedürfnisse von 600 Mitgliedern ausgelegt.
| Jahr | evangelisch | katholisch | andere oder keine |
|---|---|---|---|
| 1980 | 50,4 % | 38,2 % | 11,5 % |
| 2001 | 38,9 % | 31,8 % | 29,1 % (*) |
| Partei | Sitze |
|---|---|
| CDU | 11 |
| SPD | 7 |
| Freie Wähler | 5 |
| GRÜNE | 5 |
| FDP | 2 |
| KUL (1) | 2 |
| Gesamt | 32 |
| Amtszeit | Name | Amtszeit | Name | |
|---|---|---|---|---|
| 1804 - 1807 | Johann Martin Strohmeier | 1861 - 1863 | Karl Wenner | |
| 1807 - 1810 | Johann Jakob Grether | 1863 - 1869 | Paul Feldkirchner | |
| 1810 - 1814 | Johann Kaspar Schöffel | 1869 - 1871 | Karl Robert Gebhardt | |
| 1814 - 1820 | Johann Georg Grether | 1872 - 1906 | Johann Josef Grether | |
| 1820 - 1826 | Jakob Rupp | 1906 - 1927 | Dr. Erwin Gugelmeier * | |
| 1826 - 1831 | Friedrich Hüglin | 1927 - 1933 | Dr. Heinrich Graser | |
| 1831 - 1832 | Ernst Schultz | 1933 - 1945 | Reinhard Boos | |
| 1832 - 1835 | Johann Georg Grether | 1945 - 1948 | Joseph Pfeffer | |
| 1835 - 1841 | Ernst Schultz | 1948 - 1960 | Arend Braye ** | |
| 1841 - 1844 | Friedrich Hüglin | 1960 - 1984 | Egon Hugenschmidt * | |
| 1844 - 1849 | Karl Wenner | 1984 - 1995 | Rainer Offergeld * | |
| 1849 - 1861 | Johann Ludwig Calame | 1995 - | Gudrun Heute-Bluhm * |
* Oberbürgermeister ** ab 1956 Oberbürgermeister
Einzelhändler haben im Jahr 2004 insgesamt einen Umsatz von 342,7 Mio Euro erwirtschaftet, rund ein Fünftel dieses Umsatzes wurde durch Schweizer Kunden generiert.
Darüber hinaus verfügt Lörrach über einige lokale und regionale Busverbindungen. Sie gehören dem Regio Verkehrsverbund Lörrach an.
Lörrach hat ein Finanzamt und eine Agentur für Arbeit. Ferner ist die Stadt Sitz des Kirchenbezirks Lörrach der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Wiesental innerhalb der Region Hochrhein des Erzbistums Freiburg.
Die drei Krankenhäuser Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim wurden am 1. Januar 1994 zu einer GmbH zusammengefasst. Das Lörracher Krankenhaus wurde am 1. Oktober 1845, damals als Städtisches Spital, eröffnet; heute verfügt das Kreiskrankenhaus Lörrach über 351 Betten.
Ferner gibt es in Lörrach ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung für Grund- und Hauptschulen. Hansthoma.jpg, der Namensgeber eines Gymnasiums in Lörrach]] Lörrach verfügt über 12 öffentliche Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen (Albert-Schweitzer-Schule, Astrid-Lindgren-Grundschule Hauingen, Eichendorffschule, Fridolinschule, Grundschule Salzert, Grundschule Tumringen, Hebelschule, Hellberg-Grund-und Hauptschule Brombach, Neumatt-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie Schloßberg-Grund- und Hauptschule) einer Realschule (Theodor-Heuss-Realschule), zwei Gymnasien (Hans-Thoma- und Hebel-Gymnasium) und einer Förderschule (Pestalozzi-Schule).
Der Landkreis Lörrach ist Schulträger der Gewerbeschule (unter anderem mit Technischem Gymnasium - Bereiche: Technik, Informatik), der Kaufmännischen Schule (unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium) und der Hauswirtschaftlich-Landwirtschaftlich und Sozialpädagogischen Schule (unter anderem mit Ernährungswissenschaftlichem Gymnasium und Biotechnischem Gymnasium) sowie der Schule für Kranke, der Kinderkrankenpflegeschule und der Krankenpflegeschule der Kliniken des Landkreises Lörrach.
Mehrere Privatschulen, darunter die Altenpflegeschule des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona, die Freie Evangelische Schule (Grund-, Haupt- und Realschule mit gymnasialem Zug), die Freie Waldorfschule Lörrach, die Krankenpflegeschule am Krankenhaus St. Elisabeth, die Private Sprachschule Foerderer und die Private Schule für Erziehungshilfe am Evangelischen Kinderheim Tüllinger Höhe runden das schulische Angebot Lörrachs ab.
Für Kunstinteressierte bietet die Stadt den Lörracher Skulpturenweg. Zu Fuß kann man vom Zentrum aus 20 verschiedene Brunnen und Plastiken erkunden. Neben der Pyramide am Burghof ist noch die Große Säulenfigur von Stephan Balkenhol auf dem Senser-Platz, nördlich vom Alten Marktplatz, zu nennen.
Wenige Meter vom Alten Marktplatz findet sich das Alte Rathaus, in welchem sich heute die Volkshochschule befindet. Das aus dem Jahre 1870 stammende Gebäude enthält die alten Rathausglocken vom Vorgängerbau aus dem Jahr 1756. Auf dem Balkon dieses Gebäudes rief Gustav Struve am 21. September 1848 die Republik aus. Vier Tage lang war Lörrach Hauptort des Struve-Putsches und damit gewissermaßen Regierungssitz.
Der Entwurf der Basler Architekten Katharina und Wilfried Steib wirkt wie ein schmales und hohes Schiff und ist eine Konstruktion, welche aus Beton, rötlichem Klinkerstein, Stahl und Glas besteht. Der Burghof misst 87 m in der Länge, 30 m in der maximalen Breite und 19 m in der Höhe. Der große und der kleine Saal, die Empore und die Seitengalerie bieten bis zu 885 bestuhlte Plätze, die je nach Veranstaltung verändert oder ganz herausgenommen werden können. Der Burghof wird multifunktional für Konferenzen, Theater-, Konzert- und Kulturveranstaltungen jeder Art verwendet. Im Burghof befindet sich das Lörracher Informationszentrum.
Truncated Pyramid Room.jpg Auf dem Platz vor dem Burghof direkt am Eingang steht die, 11,40 m in der Basislänge und 7,5 m in senkrechter Höhe messende, Metallskulptur Truncated Pyramid Room von Bruce Nauman in Form eines offenen, begehbaren Pyramidenstumpfs. Die mit schwarzem Bitumen angestrichene Figur aus Stahlbeton wird abends von innen heraus mit einem gelben Scheinwerferlicht beleuchtet. Diese Raum-Licht-Skulptur von Nauman existierte erst als Modell aus einer Werkgruppe, die im Jahr 1982 entstanden ist, und ist seine erste in Europa öffentlich ausgestellte Arbeit.
Römischer Gutshof in Brombach: Auf dem Hügel Bühl im Stadtteil Brombach gelegen wurden 1981 die Grundmauern einer römischen Villa aus dem 2. Jahrhundert ausgegraben und restauriert.
Die im Stadtteil Brombach gelegene Bildhauer-Rudolf-Scheurer-Stiftung ist ein 12 m hoher Skulpturenturm, der als Ausstellungsraum genutzt wird. Gezeigt werden Skulpturen, Reliefs und Grafiken aus der 40 jährigen Tätigkeit des Bildhauers Rudolf Scheurer.
Stadtkirche und Museum am Burghof.jpg Die erste Erwähnung des Brombacher Schlosses stammt aus dem Jahr 1294. Das kleine Schlösschen, deren Besitzer Matthias Reich von Reichenstein war, galt mit seinen zwei Meter dicken Grundmauern als uneinnehmbar. Das Basler Erdbeben zerstörte das Bauwerk, welches wieder hergestellt wurde. Französische Truppen vernichteten 1676-1678 das Brombacher Schloss völlig, doch 1880 wurde es vom Industriellen Großmann wieder aufgebaut. Rings um das Schloss ist ein kleiner Park angeschlossen.
Zahlreiche Kirchen beider Konfessionen finden sich in Lörrach. Die evangelische Stadtkirche im klassizistischen Stil südlich vom Alten Marktplatz, wurde 1815-1817 nach den Plänen von Wilhelm Frommel erbaut. Der Kirchturm stammt bereits aus dem Jahr 1514. Er fällt durch seine schmucklosen Portale und Mauerschlitze auf. Das Satteldach des Kirchturms wurde 1817 durch ein spitz zulaufendes Zeltdach mit goldener Kugel und Kreuz ersetzt.
Die evangelische Christuskirche wurde 1956 erbaut. 1975 entstand an der Suttermattstraße ein evangelisches Gemeindezentrum.
Die katholische Hauptkirche Lörrachs ist die zwischen 1864 und 1867 erbaut Kirche St. Bonifatius. Die Kirche St. Peter wurde 1964 erbaut.
Die katholische Fridolinskirche in Stetten (1821-1823) ist ein herausragendes Beispiel klassizistischer Kirchenbaukunst im deutschen Südwesten. Sie wurde nach Plänen von Christoph Arnold errichtet. Die Frontfassade wird von zwei eher schlichten Kirchtürmen eingerahmt. Zur Gemeinde gehört auch die 1966 erbaute Filialkirche zur Hl. Familie in Tüllingen.
Die Kirche Rötteln wird 751 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Markgraf Rudolf III. ließ die Kirche umbauen. Von ihm und seiner Frau Anna sind heute noch die Grabmäler zu finden. Ihr Grab befindet sich in einer schönen, mit einem Gewölbe überspannten Kapelle, rechts des Chores. Die Röttler Kirche und auch die Burg Rötteln werden abends beleuchtet und strahlen dadurch weit sichtbar.
Die evangelische Kirche Brombach wurde um 1900 neu erbaut. Der Turm stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Die St. Josephskirche in Brombach wurde 1900 erbaut.
Die evangelische Kirche St. Nikolaus Hauingen wurde 1102 erstmals erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1768 erbaut, der Turm hat ältere Teile aus dem Jahr 1469.
Architektonisch eigenwillig ist das Gebäude der Lörracher Jugendherberge. Der Bau liegt am Steinenweg zwischen dem Stadtteil Stetten und der Siedlung Salzert unmittelbar am Waldrand. Von der einmaligen Lage des Gebäudes aus hat man einen herrlichen Blick auf Basel und die umliegenden Ortschaften. Die Einweihung der Jugendherberge erfolgte am 26. April 1982 durch den damaligen Bundespräsidenten Professor Karl Carstens.
Im Süden von Lörrach, westlich des Hünerbergs, liegt der Rosenfels-Park am Fuße der Villa Rosenfels (1876 erbaut). In dieser Parkanlage die ursprünglich zum Landgut der Familie Koechlin gehörte und die erst seit 1925 für die Öffentlichkeit zugänglich ist, befindet sich ein kleiner Tierpark sowie eine Konzertmuschel aus dem Jahr 1965. Neben dem Alten Marktplatz dient die Konzertmuschel als Austragungsort für das Stimmen-Festival.
Villa Aichele Loerrach.jpg In der Stadtmitte liegen der Hebelpark mit einer überlebensgroßen Statue des alemannischen Heimatdichters Johann Peter Hebel und der Park Villa Aichele. Die Villa Aichele ist ein Gebäude aus dem Jahr 1861 im Rokokostil, welches als Wohnhaus des Schweizer Textilfabrikanten Nicolas Koechlin diente. Die Erben von Koechlin haben die Villa 1901 an Maria Aichele verkauft, nach der die Villa benannt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Besitz an die Stadt über. Heutzutage finden in der Villa Aichele regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen oder Vernissagen statt.
Anlässlich der Landesgartenschau 1983 ist der Landschaftspark Grütt entstanden. Diese größte Grünanlage Lörrachs hat einen kleinen See (Grütt-See) und einen Bach, der sich durch den ganzen Park zieht. Entlang des Promenadenweges findet sich ein Rosengarten.
Am Nordrand des Parks liegt das Regio Freizeit- und Messezentrum mit einer Bruttogesamtfläche von 23.000 m². Hier finden sich zwei feste Hallen mit insgesamt 7.200 m² Ausstellungsfläche und 11 weitere Hallen in Leichtbauweise. Auf einem Freigelände werden zusätzlich Sonderschauen veranstaltet. Das Messegelände hat 2005 einen neuen Messeparkplatz erhalten, um den Messestandort aufzuwerten.
Unter den Fußballclubs ist besonders der 1902 gegründete FV Lörrach zu nennen. In diesem Bezirksligaverein spielten Ottmar Hitzfeld und Sebastian Deisler in den Anfangsjahren ihrer Karriere als Fußballspieler. Zur Hundertjahrfeier des FV Lörrachs spielten am 12. Juli 2002 im Lörracher Grüttpark-Stadion der FC Bayern gegen den Lörracher Fußballverein und gewannen überlegen mit 9:1. Dieses Spiel kam aufgrund der Kontakte von Hitzfeld zum Rekordmeister zustande und stellte ein Dankeschön an den Fußballverein seiner Jugendtage dar.
Im Jahr 2000 verlief die 87. Tour de France durch Lörrach, die von tausenden begeisterten Fans am Straßenrand begleitet wurde. Die 17. Etappe von Lausanne nach Freiburg im Breisgau führte durch die Lörracher Innenstadt hinauf zur Lucke, einem kleinen Pass Richtung Kandern.
Vom 12. bis zum 28. September 2005 fand der zweite Deutschlandlauf nach 1998 statt. Dieser Ultramarathonlauf der in Kap Arkona auf der Insel Rügen gestartet war endete nach 1200 km in der Lörracher Innenstadt. Sieger des Laufs war Rainer Koch in einer Gesamtzeit von 108 Stunden und 13 Minuten. Insgesamt haben 37 Teilnehmer an diesem Lauf teilgenommen.
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