| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Löhne.jpg | Lage der Stadt Löhne in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Detmold |
| Kreis: | Herford |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 180 m ü. NN |
| Fläche: | 59,41 km² |
| Einwohner: | 43.161 (27. Oktober 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 727 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 32584 |
| Vorwahl: | 05731, 05732 |
| Kfz-Kennzeichen: | HF |
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 58 024 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Oeynhausener Str. 41 32584 Löhne |
| Website: | www.loehne.de |
| E-Mail-Adresse: | info@loehne.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Kurt Quernheim (parteilos) |
Löhne (plattdeutsch Leune) ist eine Mittelstadt im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Es liegt im Kreis Herford in Ostwestfalen-Lippe.
Löhne-Bahnhof ist historisch ein Teil Gohfelds, bildet aber seit dem Bau der Köln-Mindener Eisenbahn im 19. Jahrhundert einen eigenen Siedlungsschwerpunkt um den Bahnhof und gilt heute als Zentrum der Gesamtstadt. Es wird daher allgemein als eigener Stadtteil betrachtet.
Ulenburg hat keinen eigenen Siedlungskern und nur knapp 500 Einwohner. Sein offizieller Status als Stadtteil ist selbst vielen Löhnern unbekannt, es wird teils zu Mennighüffen, teils zu Obernbeck gerechnet.
Die Stadt ist mit durchschnittlich etwa 727 Einwohnern je km² dicht bevölkert und zudem stark zersiedelt. Gohfeld ist weitgehend mit dem benachbarten Bad Oeynhausen zusammengewachsen.
Seit dem Hochmittelalter gehörte das Löhner Gebiet zum Hochstift Minden und fiel über jenes 1648 für drei Jahrhunderte an (Brandenburg-)Preußen. Als Teil der Kulturlandschaft des Ravensberger Landes hat sich der Raum bis ins 20. Jahrhundert eine ländliche Prägung erhalten.
Im 18. Jahrhundert nahm die Bevölkerungszahl stark zu, was besonders die Schicht der Heuerlinge betraf, die ihren Lebensunterhalt zunächst v.a. mit der Leineweberei bestritten. Der Niedergang der Leinenindustrie um 1835 infolge der Mechanisierung stürzte einen Großteil der Bevölkerung in bittere Not, viele wanderten nach Amerika aus.
Seit der Reformation war der Löhner Raum vollständig lutherisch. Im 18. und 19. Jahrhundert fanden Pietismus und Erweckungsbewegung starken Widerhall, auch bedingt durch die große Armut.
Der Bau der Köln-Mindener Eisenbahnstrecke 1847 führte zu einer intensiven und breitgefächerten Industrialisierung, die allmählich die Arbeitslosigkeit ausgleichen konnte. Die Einweihung der Bahnstrecken nach Osnabrück und Hameln 1855 und 1875 machten Löhne(-Bahnhof) zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. In dieser Funktion wurde das Gebiet am 14. März 1945 massiv von alliierten Luftstreitkräften bombardiert.
Im Zuge der nordrhein-westfälischen Gemeindereform wurden zum 1. Januar 1969 die fünf früheren Gemeinden zusammengefasst und die Stadt Löhne gegründet.
Seit 1999 leiten die Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen auch die Stadtverwaltung und werden direkt vom Volk gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2004 konnte sich der parteilose, von der CDU unterstütze Kurt Quernheim gegen den SPD-Kandidaten Egon Schewe durchsetzen, auch im Stadtrat endete die langjährige Vorherrschaft der Löhner Sozialdemokraten. Kurt Quernheim, bislang Leiter des städtischen Hoch- und Tiefbauamtes, war bis Mitte der 90er Jahre selbst Mitglied der SPD, verließ dann jedoch die Partei. Als Bürgermeister stützt er sich im Rat vornehmlich auf die Fraktionen von CDU, LBA und FDP.
Durch diese Fixierung auf die Entwicklung eines Stadtzentrums wurde es außerdem vernachlässigt, den besonderen Charakter und die Lebendigkeit der einzelnen Stadtteile zu bewahren. Historische Bausubstanz wurde bedenkenlos beseitigt, die Großmärkte verdrängten den Einzelhandel. Nicht Wenige beschreiben heute die Stadt als gesichtslos.
Löhne liegt an den Bahnstrecken Köln - Hannover, Osnabrück - Hannover und Löhne - Hameln - Hildesheim (Weserbahn). RE-Züge u.a. Düsseldorf - Bielefeld - Minden (Westfalen Express) und Rheine - Hannover - Braunschweig. Im Stadtgebiet fahren Stadt-, Regional- und Anrufbusse. In Regionalzügen und Bussen gilt der Sechser-Tarif (Verkehrsverbund OstWestfalenLippe). Auch das Niedersachsen-Ticket kann in den Zügen Richtung Niedersachsen genutzt werden. Löhne hat drei Anschlussstellen der Bundesautobahn 30, die das Stadtgebiet in West-Ost-Richtung durchquert. Vom Dreieck Löhne führt die Bundesstraße 61 über Herford nach Bielefeld und Gütersloh. In den letzten Jahren wurden konsequent viele Kreuzungen mit Verkehrsampeln durch geschickt angelegte Kreisel für den Verkehrsfluss durchlässiger gemacht. Immer noch in der Planung ist die sogenannte Nordumgehung, die Fortsetzung der Autobahn A30 weg von der bisherigen Trasse über das Gebiet des Ortsteils Mennighüffen nach Bad Oeynhausen.