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Luzern fasnachts.jpg Die Luzerner Fasnacht ist eine der grössten jährlich stattfindenden kulturellen Anlässe der Stadt Luzern und die grösste Fasnacht der Schweiz. Sie verfügt über eine lange Tradition. Die Fasnacht beginnt immer am "Schmutzigen Donnerstag", dem Donnerstag vor dem Rosenmontag. Um fünf Uhr morgens beginnt mit der Einfahrt (via Boot vom Vierwaldstättersee) des "Fritschivaters", dem Oberhaupt der grössten und ältesten Zunft Luzerns (Zunft zu Safran) und dem gleichzeitig stattfindenden "Urknall" (ein sehr lauter Knall, der in der ganzen Stadt zu hören ist), die Fasnacht.

Am Nachmittag des "Schmutzigen Donnerstags" findet der erste von zwei Umzügen statt, bei denen Gruppierungen (meist "Guuggenmusigen"; primär Blasmusikgruppen) sich mit Wagen präsentieren, auf welchen kleine Bühnen aufgebaut sind. Meist werden dort humorvoll aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehnisse dargestellt.

Der zweite wichtige Tag ist der "Güdis-Mäntig", der dem deutschen Rosenmontag entspricht. Dieser Tag wird von einer zweiten Zunft gestaltet, der Wey-Zunft. Auch hier findet am Nachmittag ein Umzug, der bis auf einen Wagen (der Wagen der Wey-Zunft anstelle der Zunft zu Safran) gleich ausfällt.

Als eigentlicher Höhepunkt der Fasnacht gilt der so genannte Monsterzug (auch Monstercorso genannt) am darauf folgenden Dienstag Abend, bei dem alle an der Fasnacht teilnehmenden Guggenmusiken einen - ausser der vorgegebenen Route - kaum organisierten Zug durch die Altstadt, dem Zentrum der Strassenfasnacht, durchführen. Die Reihenfolge der verschiedenen "Guugenmusigen" ist jedoch traditionell strukturiert, denn ältere "Musigen", dürfen im Programm weit vorne laufen. Dabei werden keine, oder nur sehr kleine, Wagen mitgeführt - grössere hätten in den engen Gassen auch gar keinen Platz. Das unvergleichliche Ereignis gestaltet sich als ein einziges, wild-rhythmisches Dröhnen der Trompeten/Posaunen und Pauken/Trommeln in einer ausgelassen tanzenden, wogenden Menschenmenge. (Obwohl es immer wieder Stimmen gab, die vor möglichen Katastrophen warnten, geschah bisher noch kein ernsthafter Zwischenfall.) Die Fasnacht endet mit dem Beginn der Fastenzeit, dem Äschemettwoch (Aschermittwoch), also am Morgen nach dem Monsterzug.

Im Jahr 2006 ist der Schmozig-Donschtig am 23. Februar, der Güdis-Mändig am 27. Februar, der Güdis-Zischtig den Tag darauf und der Äsche-Mettwoch am 1. März.

Literatur


  • Silvio Panizza (Hrsg.): Die Guggenmusigen. 1. Auflage. Verlag Lozärner Fasnachtsfüerer, Luzern 1988 (Faszination Lozärner Fasnacht, Band I).

  • Silvio Panizza (Hrsg.): Geschichte, Zünfte, Umzug, Fasnachtsbälle. 1. Auflage. Verlag Lozärner Fasnachtsfüerer, Luzern 1989 (Faszination Lozärner Fasnacht, Band II).

  • Silvio Panizza (Hrsg.): Brauchtum - Fasnachtskunst. 1. Auflage. Verlag Lozärner Fasnachtsfüerer, Luzern 1988 (Faszination Lozärner Fasnacht, Band III) ISBN 3-9521102-0-5.

Weblinks


Links zu Guggenmusiken und Fasnachtsorganisationen:

Feste und Brauchtum (Schweiz) | Region (Karneval) | Luzern (Kanton)

 

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