| Wappen | Karte | - bgcolor="#FFFFFF" |
- | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Distrikt: | Luxemburg | - bgcolor="#FFFFFF" | Kanton: | Luxemburg | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 51,73 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 78.329 (Stand 2003) | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 61,66% | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.luxembourg-ville.lu | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Wahlsystem: | Proporzwahl | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Paul Helminger (DP) | - bgcolor="#FFFFFF" | 1. Schöffe: | François Bausch (Déi Gréng) | - bgcolor="#FFFFFF" | Schöffen: | Colette Flesch (DP) | - bgcolor="#FFFFFF" | Anne Brasseur (DP) | - bgcolor="#FFFFFF" | Xavier Bettel (DP) | - bgcolor="#FFFFFF" | Viviane Loschetter (Déi Gréng) | - | Ansicht | - |
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In der Vorburg weiht der Trierer Erzbischof Egbert 987 fünf Altäre in der Erlöserkirche (später Michaelskirche), vor der Kirche, an einer römischen Straßenkreuzung, entsteht ein Markt, um den sich die Stadt entwickelt.
Ende des 11. Jahrhunderts besitzt die Burg einen Wohnturm und unterhalb der Burg gründen die Grafen 1083 ihre Hausklöster, die Münsterabtei, die die Stadtschule beherbergt und in der sich die letzte Ruhestätte jener Grafen befindet, die sich im Siegel der Gründungsurkunde zum ersten Mal als Grafen von Luxemburg bezeichnen.
Während unterhalb der Burg am Flüsschen Alzette ein Handwerkerviertel entsteht, in dem Anfang des 14. Jahrhunderts ein Hospiz gegründet wird, dehnt sich die Oberstadt, die seit dem 10. Jahrhundert durch einen Schutzwall befestigt ist, im 12. Jahrhundert nach Westen aus.
Um die neue Nikolauskirche entsteht ein Stadtviertel mit eigenem Markt, dem Novum Forum. Um dieses Viertel in die Stadtbefestigungen einzubeziehen, wird Ende des 12. Jahrhunderts mit dem Bau einer Ringmauer begonnen, die nun ein Stadtgebiet von 5 Hektar umschließt.
Aus der ursprünglichen Burgsiedlung hat sich in dieser Zeit eine Stadt entwickelt, die 1244 von Gräfin Ermesinde die Freiheitsrechte verliehen bekommt. Es handelt sich wohl um eine Ausdehnung der Rechte und Pflichten auf das gesamte Stadtgebiet, die ihr Vater, Graf Heinrich von Namur-Luxemburg, ursprünglich den Bewohnern des Neubauviertels an der Nikolauskirche möglicherweise mündlich zugesichert hat.
Um 1340, unter der Herrschaft von Johann dem Blinden, wird mit dem Bau der großen mittelalterlichen Ringmauer begonnen, deren Verlauf die Oberstadt bis ins 19. Jahrhundert vom Umland trennt.
Luxemburg wird Teil der burgundischen, später der spanischen und österreichischen Niederlande und die Stadt wird ab dem 16. Jahrhundert zu einer der stärksten Festungen Europas, dem "Gibraltar des Nordens" ausgebaut (Baumeister: Vauban). In der Festung wechseln sich Burgunder, Spanier, Franzosen, wiederum Spanier, Österreicher, wiederum Franzosen und Preußen ab. So waren es z.B. die Österreicher, die sich ab 1715 für 80 Jahre in Luxemburg aufhielten und die die äußeren Befestigunganlagen weiter stark ausbauten, um einen möglichen französischen Angriff zu verhindern.
Noch zweimal erhält Luxemburg „unerwünschten Besuch“: Von 1914 bis 1918 und von 1940 bis 1944 wird das kleine Land von deutschen Truppen besetzt.
Nach der deutschen Besetzung am 10. Mai 1940 untersteht das Großherzogtum als CdZ-Gebiet Luxemburg seit dem 2. August 1940 einem von Deutschland eingesetzten Chef der Zivilverwaltung. Danach wird die Stadt Luxemburg vorläufig von einem deutschen Verwaltungskommissar geleitet.
Am 1. Dezember 1940 wird der Verwaltungsaufbau den reichsdeutschen Verhältnissen angeglichen. Danach wird die Stadt Luxemburg als deutscher Stadtkreis nach der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 verwaltet. An ihrer Spitze steht nunmehr ein deutscher Oberbürgermeister.
Zum 1. April 1943 werden aus dem Landkreis Esch, dem früheren Distrikt Luxemburg, die Gemeinden Hesperingen (teilweise), Niederanven (teilweise), Strassen und Walferdingen in den Stadtkreis Luxemburg eingegliedert.
Mit der Befreiung durch US-amerikanische Truppen im September 1944 endet die deutsche Besatzungszeit.
Wegen seiner Lage, seiner Geschichte, aber auch wegen seiner Größe ist Luxemburg, als eines der Gründungsmitglieder der EU, Sitz zahlreicher wichtiger Organe und Behörden der Union, die sich auf dem Stadtteil Kirchberg der Hauptstadt ansiedelten. Die Stadt gilt somit als eine der Hauptstädte der Europäischen Union. Ab den sechziger Jahren entwickelte sich die Stadt zudem zu einem der größten internationalen Finanzplätze.
Die Stadt Luxemburg setzt sich aus 24 Stadtteilen zusammen: Beggen, Belair, Bonneweg Nord / Verlorenkost, Bonneweg Süd, Oberstadt (Kern der ehemaligen Festung), Cents, Cessingen, Clausen, Dommeldingen, Eich, Bahnhofsviertel, Gasperich, Grund, Hamm, Hollerich, Kirchberg, Limpertsberg, Merl, Mühlenbach, Neudorf / Weimershof, Pfaffenthal, Pulvermühl, Rollingergrund / Belair-Nord, Weimerskirch.
In der Hauptstadt findet man neben Geschäftsstraßen noch mehrere Theater. Der Place d'Armes (fertig gestellt 1671, 1986 neu angelegt), der ehemalige Paradeplatz, ist im Sommer der Treffpunkt für Jung und Alt.
Hauptmerkmal des Stadtbildes ist das Pétrussetal (deutsch: Petruss-Tal). Es ist Spaziergängern vorbehalten und grenzt die Oberstadt vom Bahnhofsviertel ab.
In Hamm befinden sich ein deutscher und ein amerikanischer Soldatenfriedhof mit Gefallenen des 2. Weltkriges. Der amerikanische Panzergeneral George Patton hat in Hamm ebenfalls seine letzte Ruhestätte.
| Name | Amtszeit |
|---|---|
| François Scheffer | 1800-1802 |
| Jean-Baptiste Servais | 1803-1811 |
| Charles Baron de Tornaco | 1811-1814 |
| Bonaventure Dutreux-Boch | 1814-1816 |
| François Scheffer | 1816-1817 |
| Constantin Joseph Pescatore | 1817-1820 |
| François Scheffer | 1820-1822 |
| François Röser | 1822-1827 |
| François Scheffer | 1827-1843 |
| Fernand Pescatore | 1844-1848 |
| Jean-Pierre David Heldenstein | 1848-1850 |
| Gabriel de Marie | 1850-1854 |
| Jean-Pierre David Heldenstein | 1855-1865 |
| Théodore Eberhard | 1865-1869 |
| Jean Mersch-Wittenauer | 1869-1873 |
| Charles Simonis | 1873-1875 |
| Emmanuel Servais | 1875-1890 |
| Alexis Brasseur | 1890-1894 |
| Emile Mousel | 1894-1904 |
| Alphonse Munchen | 1905-1914 |
| Léandre Lacroix | 1914-1918 |
| Luc Housse | 1918-1920 |
| Gaston Diderich | 1921-1946 |
| Emile Hamilius | 1946-1963 |
| Paul Wilwertz | 1964-1969 |
| Colette Flesch | 1970-1980 |
| Camille Polfer | 1980-1981 |
| Lydie Wurth-Polfer | 1982-1999 |
| Paul Helminger | seit 1999 |
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