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Wappen Karte
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Basisdaten
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Distrikt: Luxemburg
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Kanton: Luxemburg
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Fläche: 51,73 km²
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Einwohner: 78.329 (Stand 2003)
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Ausländeranteil: 61,66%
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Website: www.luxembourg-ville.lu
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Politik
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Wahlsystem: Proporzwahl
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Bürgermeister: Paul Helminger (DP)
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1. Schöffe: François Bausch (Déi Gréng)
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Schöffen: Colette Flesch (DP)
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Anne Brasseur (DP)
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Xavier Bettel (DP)
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Viviane Loschetter (Déi Gréng)
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Ansicht
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Die Stadt Luxemburg (frz. Luxembourg, lux.: Lëtzebuerg) ist Hauptstadt des Großherzogtum Luxemburg. Die größte Stadt des Landes ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts und Kantons. Luxemburg ist ein bedeutender Finanzplatz und gilt neben Brüssel und Straßburg als dritte Hauptstadt der Europäischen Union.

Nachbarn


Luxemburg ist neben Metz, Saarbrücken und Trier ein Zentrum der Großregion Saar-Lor-Lux.

Geschichte


Zur Römerzeit wurde das Gebiet von Luxemburg-Stadt von zwei Konsularstraßen durchquert. An deren Kreuzung stand ein befestigter Turm. Durch einen Tauschakt mit der Abtei Sankt Maximin in Trier kam das kleine Kastell 963 in den Besitz Graf Siegfrieds, einem nahen Verwandten der Könige Frankreichs und der deutschen Kaiser. Die Gründungs-Sage der Stadt spricht von der Nixe Melusina, die Siegfried veranlasste hier zu bauen und seine Frau wurde. Auf dem „Bockfelsen“ ließ Siegfried seine Burg bauen, die den Namen „Lucilinburhuc“ (kleines Kastell) trägt und zum ersten Mal im besagten Tauschakt erwähnt wird. Aus diesem Namen entwickelte sich später über "Lützelburg" der heutige Name "Luxemburg".

In der Vorburg weiht der Trierer Erzbischof Egbert 987 fünf Altäre in der Erlöserkirche (später Michaelskirche), vor der Kirche, an einer römischen Straßenkreuzung, entsteht ein Markt, um den sich die Stadt entwickelt.

Ende des 11. Jahrhunderts besitzt die Burg einen Wohnturm und unterhalb der Burg gründen die Grafen 1083 ihre Hausklöster, die Münsterabtei, die die Stadtschule beherbergt und in der sich die letzte Ruhestätte jener Grafen befindet, die sich im Siegel der Gründungsurkunde zum ersten Mal als Grafen von Luxemburg bezeichnen.

Während unterhalb der Burg am Flüsschen Alzette ein Handwerkerviertel entsteht, in dem Anfang des 14. Jahrhunderts ein Hospiz gegründet wird, dehnt sich die Oberstadt, die seit dem 10. Jahrhundert durch einen Schutzwall befestigt ist, im 12. Jahrhundert nach Westen aus.

Um die neue Nikolauskirche entsteht ein Stadtviertel mit eigenem Markt, dem Novum Forum. Um dieses Viertel in die Stadtbefestigungen einzubeziehen, wird Ende des 12. Jahrhunderts mit dem Bau einer Ringmauer begonnen, die nun ein Stadtgebiet von 5 Hektar umschließt.

Aus der ursprünglichen Burgsiedlung hat sich in dieser Zeit eine Stadt entwickelt, die 1244 von Gräfin Ermesinde die Freiheitsrechte verliehen bekommt. Es handelt sich wohl um eine Ausdehnung der Rechte und Pflichten auf das gesamte Stadtgebiet, die ihr Vater, Graf Heinrich von Namur-Luxemburg, ursprünglich den Bewohnern des Neubauviertels an der Nikolauskirche möglicherweise mündlich zugesichert hat.

Um 1340, unter der Herrschaft von Johann dem Blinden, wird mit dem Bau der großen mittelalterlichen Ringmauer begonnen, deren Verlauf die Oberstadt bis ins 19. Jahrhundert vom Umland trennt.

1354 wird Luxemburg Herzogtum.
1443 wird die Stadt von Burgundertruppen unter Philipp dem Guten eingenommen.

Luxemburg wird Teil der burgundischen, später der spanischen und österreichischen Niederlande und die Stadt wird ab dem 16. Jahrhundert zu einer der stärksten Festungen Europas, dem "Gibraltar des Nordens" ausgebaut (Baumeister: Vauban). In der Festung wechseln sich Burgunder, Spanier, Franzosen, wiederum Spanier, Österreicher, wiederum Franzosen und Preußen ab. So waren es z.B. die Österreicher, die sich ab 1715 für 80 Jahre in Luxemburg aufhielten und die die äußeren Befestigunganlagen weiter stark ausbauten, um einen möglichen französischen Angriff zu verhindern.

Ab dem 17. Jahrhundert entstehen die Kasematten und Minengänge, 23 km in den Felsen gehauene oder gemauerte Gänge und eingewölbte, bombensichere Räume. Sie dienten als Artilleriestellungen, beherbergten vor Bombeneinschlag zu schützende Einrichtungen und erlaubten im Notfall die weiter entfernten Festungsteile unterirdisch zu erreichen. Noch heute sind 16 km dieser Anlage zugänglich.
Der Wiener Kongress garantiert 1815 Luxemburgs Unabhängigkeit und erklärt Luxemburg zum Großherzogtum. Der holländische König wird in Personalunion Großherzog von Luxemburg. Zur gleichen Zeit wird die Stadt Bundesfestung und erhält eine preußische Garnison.
Die Londoner Konferenz erklärt Luxemburg 1867 für neutral, die preußischen Truppen ziehen ab und die Festung wird geschleift. (siehe auch: Luxemburgkrise)

Noch zweimal erhält Luxemburg „unerwünschten Besuch“: Von 1914 bis 1918 und von 1940 bis 1944 wird das kleine Land von deutschen Truppen besetzt.

Nach der deutschen Besetzung am 10. Mai 1940 untersteht das Großherzogtum als CdZ-Gebiet Luxemburg seit dem 2. August 1940 einem von Deutschland eingesetzten Chef der Zivilverwaltung. Danach wird die Stadt Luxemburg vorläufig von einem deutschen Verwaltungskommissar geleitet.

Am 1. Dezember 1940 wird der Verwaltungsaufbau den reichsdeutschen Verhältnissen angeglichen. Danach wird die Stadt Luxemburg als deutscher Stadtkreis nach der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 verwaltet. An ihrer Spitze steht nunmehr ein deutscher Oberbürgermeister.

Zum 1. April 1943 werden aus dem Landkreis Esch, dem früheren Distrikt Luxemburg, die Gemeinden Hesperingen (teilweise), Niederanven (teilweise), Strassen und Walferdingen in den Stadtkreis Luxemburg eingegliedert.

Mit der Befreiung durch US-amerikanische Truppen im September 1944 endet die deutsche Besatzungszeit.

Wegen seiner Lage, seiner Geschichte, aber auch wegen seiner Größe ist Luxemburg, als eines der Gründungsmitglieder der EU, Sitz zahlreicher wichtiger Organe und Behörden der Union, die sich auf dem Stadtteil Kirchberg der Hauptstadt ansiedelten. Die Stadt gilt somit als eine der Hauptstädte der Europäischen Union. Ab den sechziger Jahren entwickelte sich die Stadt zudem zu einem der größten internationalen Finanzplätze.

Stadtbild


Die Stadt Luxemburg setzt sich aus 24 Stadtteilen zusammen: Beggen, Belair, Bonneweg Nord / Verlorenkost, Bonneweg Süd, Oberstadt (Kern der ehemaligen Festung), Cents, Cessingen, Clausen, Dommeldingen, Eich, Bahnhofsviertel, Gasperich, Grund, Hamm, Hollerich, Kirchberg, Limpertsberg, Merl, Mühlenbach, Neudorf / Weimershof, Pfaffenthal, Pulvermühl, Rollingergrund / Belair-Nord, Weimerskirch.

In der Hauptstadt findet man neben Geschäftsstraßen noch mehrere Theater. Der Place d'Armes (fertig gestellt 1671, 1986 neu angelegt), der ehemalige Paradeplatz, ist im Sommer der Treffpunkt für Jung und Alt.

Hauptmerkmal des Stadtbildes ist das Pétrussetal (deutsch: Petruss-Tal). Es ist Spaziergängern vorbehalten und grenzt die Oberstadt vom Bahnhofsviertel ab.

In Hamm befinden sich ein deutscher und ein amerikanischer Soldatenfriedhof mit Gefallenen des 2. Weltkriges. Der amerikanische Panzergeneral George Patton hat in Hamm ebenfalls seine letzte Ruhestätte.

Bild:Luxemburg-Petrussetal-Viaduc.jpg|Luxemburg, Blick über das Pétrussetal auf die Passerelle Bild:Luxemburg.jpg|Blick über den Bockfelsen auf die Oberstadt Bild:050917-luxemburg-pontadolphe.jpg|Adolphe-Brücke und Sparkasse Bild:Place_d'Armes_Luxembourg.jpg|Place d'Armes Bild:Bahnhof_Luxemburg_bei_Nacht.jpg|Bahnhof bei Nacht

Veranstaltungen


Sehenswürdigkeiten


- Die Kathedrale Notre Dame (auch Kathedrale unserer lieben Frau genannt) ist eine spätgotische Kathedrale. In ihr wird jedes Jahr die Muttergottesoktave gefeiert, eine Wallfahrt zu Ehren der Mutter Gottes, der Schutzpatronin der Stadt Luxemburg. 1994 wurden die Festungsreste und die Altstadt in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Kasematten können in den Sommermonaten besichtigt werden.

Bürgermeister von Luxemburg seit 1800


Name Amtszeit
François Scheffer 1800-1802
Jean-Baptiste Servais 1803-1811
Charles Baron de Tornaco 1811-1814
Bonaventure Dutreux-Boch 1814-1816
François Scheffer 1816-1817
Constantin Joseph Pescatore 1817-1820
François Scheffer 1820-1822
François Röser 1822-1827
François Scheffer 1827-1843
Fernand Pescatore 1844-1848
Jean-Pierre David Heldenstein 1848-1850
Gabriel de Marie 1850-1854
Jean-Pierre David Heldenstein 1855-1865
Théodore Eberhard 1865-1869
Jean Mersch-Wittenauer 1869-1873
Charles Simonis 1873-1875
Emmanuel Servais 1875-1890
Alexis Brasseur 1890-1894
Emile Mousel 1894-1904
Alphonse Munchen 1905-1914
Léandre Lacroix 1914-1918
Luc Housse 1918-1920
Gaston Diderich 1921-1946
Emile Hamilius 1946-1963
Paul Wilwertz 1964-1969
Colette Flesch 1970-1980
Camille Polfer 1980-1981
Lydie Wurth-Polfer 1982-1999
Paul Helminger seit 1999

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


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