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Wappen Karte
Wappen_Eisleben.png Eisleben.png
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Mansfelder Land
Geografische Lage:
Höhe: 114 m ü. NN
Fläche: 91,55 km²
Einwohner: 24.552 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 268 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06295
Vorwahl: 03475
Kfz-Kennzeichen: ML
Gemeindeschlüssel: 15 2 60 017
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
06295 Eisleben
Website: www.lutherstadt-eisleben.de
Politik
Bürgermeister: Jutta Fischer (Parteilos)

Eisleben ist die Kreisstadt des Landkreises Mansfelder Land im südlichen Harzvorland, Sachsen-Anhalt. Bekannt ist sie als Geburts- und Sterbeort von Martin Luther. Eisleben zählt zusammen mit der Lutherstadt Wittenberg seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Lutherstätten in Eisleben und Wittenberg haben sich zusammen zur Lutherstiftung des Landes Sachsen-Anhalt vereint.

Geografie


Geografische Lage

Die Stadt liegt etwa 30 km westlich von Halle (Saale) und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Lutherstadt Eisleben.

Geschichte


Die Zeit der Völkerwanderungen bis 1000 n. Chr.

Im dritten bis fünften Jahrhundert, der Zeit der Völkerwanderungen, zogen suebische Stämme, Angeln und Warnen aus dem Raum Holstein, Schleswig und Mecklenburg nach Süden. Westlich von Elbe und Saale bis nach Thüringen hinein läßt sich dieser Weg an den Endungen der Ortsnamen "-leben" nachvollziehen. So entstanden beispielsweise zwischen Haldensleben und Erfurt etwa 100 Städte und Dörfer mit dieser Endung im Ortsnamen. Nach Prof. Grössler bedeutet das Wort "Leben" in diesem Zusammenhang Erbe oder Erbgut. Die vordere Teil dieser Ortsnamen bezieht sich auf die Sippe der Grundherren. Im fünften Jahrhundert hatten sich die Einwanderer mit den ansässigen Hermunduren vermischt und gehörten zum Reich der Thüringer, das 531 durch die verbündeten Sachsen und Franken beendet wurde. Nachdem die Sachsen mit den Langobarden nach Oberitalien abgezogen waren, besiedelten die fränkischen Könige das Land mit schwäbischen, hessischen und friesischen Stämmen. Es entstanden Gaubezeichnungen wie "Schwabengau", "Hosgau" (Hessengau) und "Friesenfeld".

Im neunten und zehnten Jahrhundert entstand am Westufer des so genannten "Faulen Sees" eine Wasserburg. Am 23. November 994 wird Eisleben in einer ersten Urkunde erwähnt. Der Marktflecken, der sich an der Kreuzung zweier Handelsstraßen und im Schutz der königlichen Wasserburg entwickelte, erhielt von Kaiser Otto III. das Markt-, Münz- und Zollrecht. Eisleben war königliches Tafelgut, in dem die Abgaben aus den umliegenden Dörfern entgegen genommen wurden.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

Eingemeindungen

Stand der Einwohnerzahlen: 31. Dezember 2003

Religionen


  • Römisch - Katholisch (St. Gertrud Gemeinde)
  • Evangelisch (St. Andreas - Nikolai - Petri-Pauli, St. Annen)
  • Evangelisch-Freikirchlich
  • Neuapostolisch

Politik


Stadtrat

Der Stadtrat aus Lutherstadt Eisleben setzt sich aus 37 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich der hauptamtlichen Bürgermeisterin.
SPD CDU Linkspartei FFG Einzelbewerber Gesamt
2004 6 13 11 5 1 36 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Bürgermeister

Jutta Fischer, als parteilose Kandidatin der SPD, wurde am 26.März 2006 mit 51 % der Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater

  • Landesbühne Sachsen-Anhalt

Museen

  • Luthers Geburtshaus
  • Luthers Sterbehaus
  • Regionalgeschichtliches Museum
  • Museum im Speicher (Liboriushaus), Kloster Helfta

Bauwerke

  • St. Gertrud Kirche, 1916 eingeweiht
  • Martin Luthers Geburtshaus, seit 1693 Museum.
  • Martin Luthers Sterbehaus, spätgotisches Patrizierhaus, ca. 1500 erbaut.
  • Martin Luthers Taufkirche St. Petri-Pauli, 1333 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Lutherdenkmal, 1897 von Rudolf Siemering geschaffen.
  • Marktkirche St. Andreas mit Pfarrhaus
  • St. Annen Kirche, 1514 Grundsteinlegegung, mit Augustiner-Eremiten-Kloster und Pfarrhaus von 1670.
  • St. Nicolai Kirche, 1. Hälfe 15. Jhdt.
  • Ehemalige Synagoge zu Eisleben, 1814 eingeweiht, 1850 umgebaut, 1938 geschändet.
  • Rathaus, 1519-1530 erbaut
  • Stadtschloss der Mansfelder Grafen
  • Gräfliche Münze, Renaissancebau
  • Alte Waage
  • Altes Vikariat
  • Alte Bergschule, Barockbau
  • Neustädter Rathaus (Altes Gericht), 1534-1596 erbaut.
  • Mohrenapotheke, 1817 erbaut.
  • Kronenfriedhof im Stil eines Camposanto, wurde 1533 als Erbbegräbnisstätte für reiche Eisleber Familien eingeweiht.
  • Sowjetische Friedhöfe. Ruhestätte für 124 Kriegsgefangene und verschleppte Zivilpersonen.
  • Lenindenkmal, 1926 durch den russischen Bildhauer Matwei Maniser erschaffen, stand bis 1942 in St. Petersburg (damals Leningrad).(Nach der "Wende" entfernt und nach Restauration Leihgabe im Deutschen Historischen Museum Berlin)
  • Millionenbrücke
  • Kloster Helfta

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Der Wiesenmarkt, das größte Volksfest Mitteldeutschlands findet an jedem 3. Wochenende im September statt und geht auf die Genehmigung durch Kaiser Karl V. für das Abhalten eines Ochsenmarktes aus dem Jahr 1521 zurück.
  • Frühlingswiese

Wirtschaft


Verkehr

Ansässige Unternehmen

  • Becker GmbH & Co. Eislebener Fruchtsaft OHG
  • Klemme AG
  • Projekt-, Schul- und Objekteinrichtungen GmbH
  • RESA Industrietechnik GmbH
  • Kuttig Transporte
  • Volksküche Mansfelder Land GmbH
  • EWS "Die Schuhfabrik" e.K.

Öffentliche Einrichtungen


Bildungseinrichtungen

  • Martin-Luther-Gymnasium

  • Katharinenschule
  • Thomas-Müntzer-Schule
  • Grundschule am Schlossplatz
  • Grundschule Torgartenstraße
  • Grundschule Geschwister-Scholl
  • Berufsschule Mansfelder Land

Ehemalige Bildungseinrichtungen

  • Bergschule Eisleben später Ingenieurschule Eisleben
  • Gymnasium an der Bergmannsallee (jetzt zum Martin-Luther-Gymnasium gehörend)
  • Grabenschule (jetzt zur Katharinenschule gehörend)
  • Sekundarschule am Rühlemannplatz

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Literatur


  • Zemlin, Burkhard: "Stadtführer Eisleben", Bindlach 1996
  • Zemlin, Burkhard und Feldrapp, Reinhard: "Lutherstadt Eisleben", Bindlach 1993
  • Brülls, Holger: "Synagogen in Sachsen-Anhalt", Berlin 1998, S. 118ff
  • Geiger-Verlag (Hg): "Mansfelder Land", Horb am Neckar 1993
  • Stedtler, Andreas: "Die Akte Lenin. Eine Rettungsgeschichte mit Haken", Mitteldeutscher Verlag 2006

Weblinks


  • http://www.lutherstadt-eisleben.de

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