Ein Lungenödem ist eine spezielle Form eines Ödems, bei der Flüssigkeit aus den Kapillargefäßen in die Lunge austritt. Als Symptome treten Atemnot, brodelnde Atemgeräusche und/oder ein schaumiger Auswurf auf. Bei Lungenödemen unterscheidet man je nach Ursache zwischen Permeabilitätsödemen (ARDS, toxisches Lungenödem) und hydrostatischen Lungenödem (kardiales Ödem, Höhenödem). Formal wird die Permeabiltät (der Wasserfluß über die Gefäßwand) durch die Starlinggleichung beschrieben.
Häufige Ursachen für das ARDS sind Sepsis, Polytrauma, Aspiration des Mageninhaltes oder schwere Verbrennungen. Auch das kürzlich aufgetretene SARS-Virus führt zum klinischen Bild des ARDS. ARDS tritt häufig im Zusammenhang mit dem Ausfall weiterer Organe auf (Multiorganversagen). Die Mortalität von ARDS liegt immer noch bei etwa 50%.
Die meisten Personen überleben ein toxisches Lungenödem, eine ernste Komplikation ist die bakterielle Lungenentzündung.
Behandlung:
- Beobachtung 24h
- Ruhigstellung Diazepam
- Sauerstoff 4-8l/min -> Blutgasanalyse
- Glukokortikoide inhalativ Dexametason, Beclometason und/oder i.V. Prednisolon. Glukokortikoide wirken hier antiödematös, antiexsudativ, vasokonstriktorisch und antiproliferativ.
Ein akutes Lungenödem bei Linksherzinsuffizienz ist ein medizinischer Notfall, der unbehandelt zum Atemstillstand und damit zum Tod des Patienten führen kann.
Behandelt wird üblicherweise mit Sauerstoffgaben, Nitroglyzerin und Diuretika.
Therapie ist der sofortige Abstieg.
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