Luftkampfmanöver wurden erstmalig im Ersten Weltkrieg entwickelt und modifiziert. Der Zweck einer solchen Flugbewegung ist es, in eine günstige Angriffsposition zum Gegner zu kommen. Dabei werden die aerodynamischen und motorischen Limits des jeweiligen Flugzeuges erreicht. Die daraus entstandenen Flugfiguren wurden in Friedenszeiten als Kunstflug vorgeführt.
In manchen Publikationen wird dies als "Kampf um den Winkel" bezeichnet, gemeint ist der Winkel zwischen der Flugzeuglängsachse des Angreifers und der des Verteidigers. Gelingt es, diesen Winkel zu verkleinern, wird die Schussposition besser. Ein großer Winkel erfordert ein großes Maß an Vorhaltewinkel beim Abfeuern der Bordwaffen, die Trefferquote ist dadurch gering.
Während im Ersten Weltkrieg noch der enge Kurvenkampf dominierte und der Erfolg zum größten Teil von der Beherrschung der Aerodynamik am Flügel abhing, rückten im 2. Weltkrieg die enorm verbesserten Antriebe und damit Geschwindigkeit und Steigleistung für die Luftkampftaktik in den Vordergrund. Das schnellere Flugzeug hat dabei den Vorteil, die Angriffsposition zu wählen und setzt dabei immer wieder die kinetische Energie (Geschwindigkeit) in potentielle Energie (Höhe) um. Durch verbesserte Flugleistung und höhere Fluggeschwindigkeiten erhöhte sich bei Richtungsänderungen auch die G-Belastung auf den Piloten, die fortan einen limitierenden Faktor darstellte.
Dieser Trend setzte sich mit den ständig verbesserten Antriebssystemen fort. Moderne Kampfflugzeuge halten strukturell einem Lastvielfachem von bis zu 12 g (12-fache Erdbeschleunigung) stand, für den Menschen ist bei optimalem Trainingszustand eine kurzfristige Belastung von maximal 9 g noch verkraftbar.
Durch den Einsatz von Radar, zielfindenden Raketen und computerunterstützten Waffenleitsystemen kommt im modernen Luftkrieg den Luftkampfmanövern eine untergeordnete Rolle zu.
Die Liste kann noch fortgesetzt werden durch z.B. "high yoyo", "low yoyo", "hugger split-S" usw., die Unterschiede zu den oben genannten sind gering.
siehe auch:
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"Luftkampfmanöver".
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