Die Luftfederung ist ein Federungsystem, das die Kompressibilität von Gasen, genauer der Luft ausnutzt.
Vorteile der Luftfederung sind die ruhige und komfortable Fahrweise und die variable Fahrzeughöhe. Die Federung erfolgt mittels Luftbälgen, in denen Druckluft beim Ein- und Ausfedern mit schwankendem Druck die Gegenkraft zu den fahrdynamischen Kräften am jeweiligen Rad oder der Achse bildet. Über Niveauregelungsventile wird der Druck in den Federn so geregelt, dass die Wagenhöhe unabhängig von der Belastung konstant bleibt. Bei Luftmangel senkt sich der Wagenkasten auf eingebaute mechanische Notlauffedern.
Luftfederung kommt in der Eisenbahntechnik beispielsweise bei Triebwagen und Reisezugwagen zum Einsatz.
Auch im Fahrzeugbau für Straßenfahrzeuge kommt die Luftfederung zum Einsatz. Vor allem bei Omnibusen wird sie eingesetzt. Dort kann sie in vielen modernen Bus-Modellen zum leichteren Ein- und Aussteigen das Fahrzeug zum Bordstein neigen (Kneeling). Ein weiteres großes Einsatzgebiet der Luftfederung ist das Nutzfahrzeug. In Europa wird mittlerweile fast die Hälfte aller Nutzfahrzeuge mit einer Luftfederung ausgestattet. Mit Hilfe der Niveauregulierung lässt sich z. B. ein Sattelauflieger einfach und unkompliziert ab- und aufsatteln.
Im PKW-Bau ist Luftfederung (Stand 2006) ein klares Oberklassen-Kennzeichen und wurde bereits seit den 1960er Jahren bei manchen Fahrzeugtypen, beispielsweise beim Borgward Hansa, beim Mercedes 300 SEL und beim Mercedes 600 eingesetzt. Hingegen wurde Luftfederung bisher aufgrund ihres Bauaufwandes nicht auf breiter Front eingesetzt. Im PKW-Bau ist neben der einfachen und preiswerten Stahlfederung (für weit über 95% der Fahrzeuge) auch die Hydropneumatik ein konkurrierendes System zur Luftfederung.
In der S-Klasse von Mercedes-Benz wird die Luftfederung seit 1998 serienmäßig eingesetzt. Seitdem werden immer mehr PKW der oberen Mittelklasse und Oberklasse serienmäßig oder optional mit Luftfederung angeboten.
PKW mit Luftfederung (Stand 2006, Auswahl):
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