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Eine Luftfahrzeug-Kennung ist ein alphanumerischer Code, der dazu dient, jedes Flugzeug eindeutig identifizieren zu können. Insofern entspricht er dem Kfz-Kennzeichen bei Kraftfahrzeugen.
Gesetzliche Grundlagen
Grundlage der Luftfahrzeug-Kennzeichnung ist das
Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt von 1944. Danach vergibt die Weltluftfahrtorganisation
ICAO die Länderkennzeichnung. Der weitere Aufbau der Kennzeichnung wird durch nationale Vorschriften geregelt. In Deutschland ist dies die
Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO). Das
Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vergibt die Kennzeichen und kontrolliert jährlich, ob diese vorschriftsmäßig angebracht sind. Die Kosten für die Vergabe der Kennzeichen sind nach Flugzeug-Gewichtsklassen gestaffelt und belaufen sich auf 120 bis 3.800 € (Stand 2003).
Gestaltung
Die Kennzeichnung muss auf beiden Seiten des Flugzeugs am Heck angebracht sein, bei Flugzeugen bis 5.7 t zusätzlich auf der Unterseite der linken Tragfläche. Die Schrift muss kontrastreich und mindestens 30 cm hoch sein. Das
Hoheitszeichen (Bundesflagge) hat eine Mindesthöhe von 15 cm.
Deutsche Luftfahrzeug-Kennungen
Zivile, nationale Kennzeichen von
Luftfahrzeugen in Deutschland bestehen jeweils aus dem Buchstaben "D" für Deutschland und vier Ziffern für Segelflugzeuge bzw. vier Buchstaben für alle anderen Luftfahrzeuge. Der auf das "D-" folgende Buchstabe kategorisiert die Art beziehungsweise das Gewicht des Luftfahrzeugs:
- D-A für Luftfahrzeuge > 20 t Höchstabfluggewicht
- D-B für Luftfahrzeuge von 14 - 20 t Höchstabfluggewicht
- D-C für Luftfahrzeuge 5,7 - 14 t Höchstabfluggewicht
- D-E für einmotorige Flugzeuge bis 2 t Höchstabfluggewicht
- D-F für einmotorige Flugzeuge von 2 bis 5,7 t Höchstabfluggewicht
- D-G für mehrmotorige Flugzeuge bis 2 t Höchstabfluggewicht
- D-H für Hubschrauber
- D-I für mehrmotorige Flugzeuge von 2 bis 5,7 t Höchstabfluggewicht
- D-K für Motorsegler
- D-L für Luftschiffe
- D-M für Ultraleichtflugzeuge bis 472,5 kg Höchstabfluggewicht
- D-N für ultraleichte Segelflugzeuge
- D-O für Gas- und Heißluftballone
Beispiel: D-MABC (im Flugfunk nach dem ICAO Alphabet Delta Mike Alpha Bravo Charly gesprochen) ist ein Ultraleichtflugzeug.
Deutsche militärische Luftfahrzeuge werden mit Nummern gekennzeichnet, die einen Rückschluss auf Typ und Seriennummer zulassen (z. B. 35+01). Eine genaue Zuordnung wird bei der Bundeswehr registriert, ist jedoch nicht öffentlich zugänglich.
Besonderheiten
Bei der
Lufthansa gibt der zweite Buchstabe den Flugzeughersteller oder die Konzerngesellschaft an:
- B = Boeing
- C = Canadair (nur bei CityLine)
- D = Douglas (ausgemustert)
- I = Airbus (D-AirbusIndustrieXX)
- LC = Lufthansa Cargo (D-ALufthansaCargoX), alles MD-11-Frachter
- V = Avro (nur bei CityLine)
Die Flugzeugproduktion von Airbus Deutschland in Hamburg hat als Werkskennzeichen diverse Kennzeichen für die in Hamburg gefertigten Typen (A318, A319, A321) reserviert:
- D-AUAA..D-AUAZ A318
- D-AVWA..D-AVWZ A319
- D-AVXA..D-AVXZ A321
- D-AVYA..D-AVYZ A319
- D-AVZA..D-AVZZ A321
Österreichische Luftfahrzeug-Kennungen
Zivile, internationale Luftfahrzeug-Kennungen
Die Liste der zivilen, internationalen Luftfahrtkennzeichen enthält eine nach Ländern sortierte Liste der Kennungen, die jedes Luftfahrtzeug haben muss. Die Kennung besteht aus zwei Teilen: der Länderkennung und der individuellen Kennung des Luftfahrtzeugs.
In der Regel besteht die individuelle Kennung nur aus Buchstaben oder ausschließlich aus Ziffern. Kombinationen aus beiden sind selten.
Weblinks
- http://www.airfleets.net - Anhand ihrer Kennung lässt sich die Geschichte vieler Flugzeuge zurückverfolgen.
Luftverkehr | Liste (Luftfahrt)