| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Ludwigshafen am Rhein.jpg | Lage der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein in Deutschland.PNG |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | etwa 96 m ü. NN |
| Fläche: | 77,68 km² |
| Einwohner: | 163.574 (31. Oktober 2005) |
| Arbeitslosenquote: | 13,9% (Januar 2006) |
| Arbeitslosenzahl: | 10.702 (Januar 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.106 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 19,7 % |
| Postleitzahlen: | 67001-67071 (alt: 6700) |
| Vorwahlen: | 0621 und 06237 |
| Kfz-Kennzeichen: | LU LU-AA für BASF-Fahrzeuge |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 14 000 |
| Stadtgliederung: | 10 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 20 67059 Ludwigshafen am Rhein |
| Internetseite: | www.ludwigshafen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@ludwigshafen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Eva Lohse (CDU) |
| Mehrheits-Partei: | CDU |
Ludwigshafen am Rhein ist die nach Mainz zweitgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz.
Ludwigshafen ist eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Verwaltungssitz des die Stadt umgebenden Rhein-Pfalz-Kreises (bis 2003 Landkreis Ludwigshafen). Am linken Rheinufer gegenüber der baden-württembergischen Stadt Mannheim gelegen, ging Ludwigshafen einst aus der ehemaligen Mannheimer Rheinschanze hervor. Heute ist die Stadt vor allem als Sitz der BASF bekannt.
Als eines der fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz bildet Ludwigshafen gemeinsam mit seiner baden-württembergischen Nachbarstadt Mannheim den Kern der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck. Weitere nähergelegene Großstädte sind Heidelberg (etwa 25 km südöstlich), Karlsruhe (etwa 50 km südlich) und Mainz (etwa 60 km nördlich).
Die Einwohnerzahl der Stadt Ludwigshafen am Rhein überschritt um das Jahr 1925 die Grenze von 100.000, wodurch sie innerhalb eines Jahrhunderts seit ihrer Gründung im Jahr 1853 zur Großstadt wurde.
Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Stadt findet sich im Ludwigshafen.
Ludwigshafen hat ein sehr mildes und trockenes Klima. Im Sommer wird es, durch die Nähe zum Rhein, oft überdurchschnittlich drückend schwül. Außerdem suchen in dieser Jahreszeit stärkere Unwetter die Stadt heim, die vom Süd-Westen bis Westen herankommen. Schnee fällt nur selten und im Herbst kann es morgens ziemlich neblig werden. Im Sommer wird es für deutsche Verhältnisse sehr warm (oft über 34 Grad, höchste bis jetzt gemessene 40,2 Grad) und der Niederschlag fällt als Gewitter. Im Winter regnet es oft, Schnee fällt am ehesten im Mittel- oder Spätwinter, in der Regel im Januar oder Anfang Februar.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ludwigshafen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Mannheim (Stadtkreis in Baden-Württemberg), Altrip, Neuhofen, Limburgerhof, Mutterstadt sowie Fußgönheim und Maxdorf (Verbandsgemeinde Maxdorf) (alle zum Rhein-Pfalz-Kreis gehörig) und Frankenthal (Pfalz) (kreisfreie Stadt).
1607 gründet Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am Westufer des Rheins die Mannheimer Rheinschanze als Brückenkopf der Festung Mannheim. Sie wird nach der Neugründung der Stadt Mannheim 1720 weiter ausgebaut. Die Festung wird zwischen 1799 und 1804 von Frankreich geschleift.
Rheinschanze1834a.jpg 1834]] 1811 entsteht an dieser Stelle ein privater Schiffslandeplatz am Rhein. Nach dem Wiener Kongress 1815 kommt die westlich des Rheins gelegene Pfalz zu Bayern. Das Gebiet der späteren Stadt Ludwigshafen gehört somit zunächst zum Distrikt beziehungsweise Kanton Mutterstadt des Landkommissariats Speyer im Rheinkreis.
Ab 1820 entsteht auf dem Gelände ein privates Handelshaus, das 1843 vom bayerischen Staat erworben wird. Dieser benennt es zu Ehren von König Ludwig I. von Bayern in Ludwigshafen um und unterstützt die rasche Aufsiedelung als Gegenpol zur badischen Stadt Mannheim. Neun Jahre später wird die aufstrebende Siedlung zu einer selbständigen Gemeinde innerhalb des Landkommissariats Speyer, heute einem Landkreis vergleichbar, erklärt, die mit Wirkung vom 14. April 1853 formell errichtet wird. Ihre Gemarkungsfläche beträgt 366 ha, die sie wie folgt erhält: 240 ha von der Gemeinde Friesenheim und 126 ha von der Gemeinde Mundenheim. Beide Orte werden später eingemeindet.
1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde: Ludwig_I..jpg
Am 8. November 1859 wird die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben und bildet ab 1860 einen eigenen Distrikt innerhalb des Landkommissariats Speyer. Am 8. Mai 1865 wird die Konzession zur Ansiedelung der Firma BASF erteilt. Diese Firma war kurz zuvor als "Badische Anilin- und Sodafabrik" errichtet worden, hatte aber vom Mannheimer Gemeinderat kein Gelände zugebilligt bekommen, weshalb die "badische" Firma nach Ludwigshafen in die Pfalz übersiedelte. Aus ihr wird später ein weltweit operierender Konzern, der das Gesicht der Stadt und deren Geschichte bis heute nachhaltig prägt.
1882 erhält die Stadt zur Unterscheidung von gleichnamigen anderen Orten den Namenszusatz "am Rhein" und 1886 wird das bisherige Landkommissariat Speyer in ein Bezirksamt umgewandelt und gleichzeitig geteilt. Damit wird Ludwigshafen Sitz eines eigenen Bezirksamtes, aus dem später der Landkreis Ludwighafen (heute Rhein-Pfalz-Kreis) hervorgeht.
1891 wird die nördlich der Stadt gelegene Gemeinde Friesenheim eingegliedert. Es folgen bis 1974 weitere Eingemeindungen.
1920 wird Ludwigshafen kreisunmittelbar, das heißt es scheidet aus dem Landkreis Ludwigshafen aus, bleibt aber zunächst noch unter der Finanzhoheit des Landkreises. Der Bürgermeister erhält den Titel Oberbürgermeister. 1925 wird Ludwigshafen Großstadt.
Im Zweiten Weltkrieg ist Ludwigshafen zusammen mit Mannheim mit seinen kriegswichtigen Industrien einer der am meisten bombardierten Ballungsräume in Süddeutschland. Über 80 Prozent der Bebauung im Innenstadtbereich waren durch die 124 zum Teil verheerenden Luftangriffe völlig zerstört. Aufgrund der unterschiedlichen Politik der Besatzungsmächte im besetzten Deutschland dauerte es in Ludwigshafen im Vergleich zu anderen Städten relativ lange, bis der Wiederaufbau voll ins Rollen kam. Die Stadt wurde im neuen, einfachen Stil wieder aufgebaut, mit dem Ziel, dem akuten Wohnraummangel auch in der Innenstadt zu begegnen.
Verkehrstechnisch wurden Projekte in gewagterer Größenordnung umgesetzt. Neben der Bahnhofsverlegung und der Auflassung der Bahnanlagen zwischen den Stadtteilen Nord und Mitte verwirklichte das Projekt Visitenkarte den Bau von Hochstraßen nach amerikanischem Vorbild.
Im Zuge der rheinland-pfälzischen Gebietsreform wird 1974 die Gemeinde Ruchheim eingegliedert. Damit erreicht das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.
1997 startet mit AnschLUss 2000 nach dem Projekt Visitenkarte die zweite große städtebauliche Herausforderung. Das Vorhaben umschließt mit der Umgestaltung des Berliner Platzes und dessen Anbindung an den Rhein, dem Bau einer zweiten Eisenbahnbrücke und des S-Bahn-Haltepunkts LU-Mitte am Berliner Platz sowie dem Bau des Einkaufcenters Walzmühle den Süden der Innenstadt. Die einzelnen Vorhaben sind 2006 weitestgehend verwirklicht.
- bgcolor="#efefef" | Jahr | Orte | Zuwachs in ha | - | 1. Dezember 1891 | Friesenheim | 772 | - | 1. Dezember 1899 | Mundenheim | 1.027 | - | 1. April 1938 | Oppau (Stadt; mit dem am 1. April 1929 eingemeindeten Edigheim) | 1.677 | - | 1. April 1938 | Oggersheim (Stadt) | 1.087 | - | 1. April 1938 | Maudach | 787 | - | 1. April 1938 | Rheingönheim | 1.172 | - | 17. März 1974 | Ruchheim | 961 |
1888 hatte Ludwigshafen 25.000 Einwohner, bis 1899 verdoppelte sich diese Zahl auf mehr als 50.000. Im Jahre 1925 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1965 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 180.000 ihren historischen Höchststand. Ende Juni 2005 lebten in Ludwigshafen nach amtlicher Fortschreibung 163.274 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. EinwohnerLudwigshafen.png
| Jahr | Einwohner | - | 3. Dezember 1843 ¹ | 90 | - | 3. Dezember 1852 ¹ | 1.520 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 3.300 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 3.900 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 4.887 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 7.830 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 12.093 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 15.000 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 21.042 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 28.768 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 39.799 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 61.914 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 72.286 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 83.301 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 81.728 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 83.193 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 90.721 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 101.869 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 16. Juni 1933 ¹ | 107.344 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 144.425 | - | 31. Dezember 1945 | 101.001 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 106.556 | - | 13. September 1950 ¹ | 123.869 | - | 25. September 1956 | 147.557 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 165.761 | - | 31. Dezember 1965 | 179.155 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 176.031 | - | 31. Dezember 1975 | 170.374 | - | 31. Dezember 1980 | 159.399 | - | 31. Dezember 1985 | 153.654 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 156.601 | - | 31. Dezember 1990 | 161.173 | - | 31. Dezember 1995 | 167.369 | - | 31. Dezember 2000 | 162.233 | - | 30. Juni 2005 | 163.274 |
|---|
Die evangelischen Bewohner gehörten anfangs zu den Kirchengemeinden Oggersheim beziehungsweise Frankenthal (Pfalz), bevor sie 1862 ihre erste eigenständige Kirchengemeinde erhielten. 1913 wurde das evangelische Dekanat Ludwigshafen innerhalb der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) gegründet, zu dem heute alle evangelischen Kirchengemeinden der Stadt gehören, es sei den sie sind Glieder einer Freikirche.
Die römisch-katholischen Bewohner gehörten anfangs zu den Pfarreien Friesenheim, Mundenheim und Oppau, bevor sie 1857 ihre erste eigenständige Pfarrei erhielten. Um 1913 entstand das katholische Stadtdekanat Ludwigshafen innerhalb der Diözese Speyer, zu der heute alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt gehören. Durch Einwanderer kamen in den letzten 10 - 20 Jahren auch andere Religionen hinzu.
Bei den Stadtratswahlen vom 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
Die Fraktionen von CDU und SPD arbeiten seit 2001 im Rat zusammen, haben allerdings keine offizielle Koalition gebildet.
Der Anker als Symbol der Schifffahrt soll die Stadt am Rheinhafen versinnbildlichen. Das heutige Wappen wurde am 14. September 1937 vom Reichsstatthalter in Bayern genehmigt. Der Anker war auch im 1. Wappen der Stadt aus dem Jahre 1853 abgebildet. Mit der Eingemeindung von Nachbarorten veränderte sich auch das Wappen und zwar 1895 und erneut 1900. Die damaligen Wappen zeigten einen vierteiligen Wappenschild mit Anker, Rauten und Spaten beziehungsweise Anker, Rauten, Spaten und Schlüssel. 1937 reduzierte man die Wappenbilder auf den Anker allein. Die Stadtfarben, die sich üblicherweise von den Wappenfarben ableiten wurde erst 1895 offiziell genehmigt.
Seit 14. Dezember 2003 erschließt die S-Bahn Rhein-Neckar den gesamten Rhein-Neckar-Raum mit Linien, die bis in die Westpfalz, den Odenwald und nach Südhessen führen.
In den 70er-Jahren plante man den Bau des U-Bahn-Netzes Mannheim-Ludwigshafen, das jedoch aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Das Projekt U-Bahn Mannheim-Ludwigshafen wurde nie vollendet. Die bis dahin gebauten U-Bahn Stationen werden heute von normalen Straßenbahnen bedient und nicht mit Stadtbahnen. Die Bahnsteighöhe beträgt 35cm, geplant waren 80-90cm hohe Bahnsteige und 80m lange U-Bahn Stationen. Unterirdische und Hochbahn-Stationen in Mannheim & Ludwigshafen: Ludwigshafen Hauptbahnhof, Rathaus-Center I, Rathaus-Center II, Danziger Platz, Hemshofstraße, Ostausgang (Hauptbahnhof), Dalberg, Gartenstraße, Rheinstraße.
In Ludwigshafen startete am 1. Januar 1984 mit dem Kabelpilotprojekt Ludwigshafen das Privatfernsehen und somit das duale Rundfunksystem in Deutschland. Aus einem Kellerstudio nahm der Sender PKS seinen Sendebetrieb auf, aus dem ein Jahr später SAT.1 wurde.
Die nächstgelegene Universität ist die Universität Mannheim auf der gegenüberliegenden Rheinseite.
Die alljährliche „Lange Nacht der Museen“ (gemeinsam mit Mannheim und Heidelberg) gilt nach Berlin als zweitgrößte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.
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