Ludwig von Friedeburg (* 21. Mai 1924 in Wilhelmshaven) ist ein deutscher Soziologe, bedeutend für die Jugend- und Hochschulsoziologie.
Sein Vater Hans-Georg von Friedeburg war Admiral, ab 1943 Kommandierender Admiral der Unterseeboote und 1945 Mitunterzeichner der Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht. Auch Ludwig von Friedeburg war im Zweiten Weltkrieg noch Marineoffizier (u.a. als mit knapp über 20 Jahren jüngster deutscher U-Boot-Kommandant in Kriegszeiten, auf U 155 und U 4710).
Von 1947 bis 1951 studierte er in Kiel und Freiburg im Breisgau, wo er 1951 als Diplom-Psychologe abschloss. 1952 promovierte er ebenfalls in Freiburg über Die Umfrage als Instrument der Sozialwissenschaften. Von 1951 bis 1954 war er Mitarbeiter am Institut für Demoskopie in Allensbach. 1955 wechselte er als Abteilungsleiter an das Frankfurter Institut für Sozialforschung. 1960 habilitierte er sich bei Theodor W. Adorno. Von 1969 bis 1974 war er hessischer Kultusminister unter Ministerpräsident Albert Osswald. Die von ihm angestrebten Bildungsreformen (Einführung der Ganztagsschule, Neufassung der Lehrplaninhalte in Deutsch und Gesellschaftskunde, Umwandlung aller weiterführenden Schulen in Gesamtschulen) waren umstritten.
Von 1975 bis 2001 war er Geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialforschung.
Am 23. Juni 2006 verlieh ihm die Fakultät Human- und Gesellschaftswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg die Ehrendoktorwürde als einem der entscheidenden Köpfe der Bildungsreform der 60er und 70er Jahre.
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