Ludwig XIII. (* 27. September 1601 in Fontainebleau; † 14. Mai 1643 in Saint-Germain-en-Laye) war von 1610 bis 1643 König von Frankreich und Navarra.
Ludwig XIII. ist der älteste Sohn von Heinrich IV. von Frankreich und dessen Gemahlin Maria von Medici. Im Alter von 9 Jahren wird er nach der Ermordung seines Vaters König von Frankreich, jedoch unter der Regentschaft seiner Mutter, die ihn konsequent von der Regierung des Landes fernhielt. Am 21. November 1615 heiratet er Anna von Österreich, mit der er die Söhne
Am 24. April 1617 erlangt Ludwig durch einen Staatsstreich die Macht, indem er die Ermordung des Favoriten seiner Mutter, Concino Concini, anordnet. Seine Mutter schickt er in die Verbannung nach Blois und regiert von nun an allein.
In der Folge kommt es zu unterschiedlich motivierten Revolten, die Ludwig mit militärischer Gewalt niederschlägt. Zum einen versucht Maria von Medici die Regentschaft zurückzugewinnen, 1620 mit Hilfe des Herzogs von Epernon, zum anderen der Aufstand der Hugenotten, zuerst im Béarn (1621), später um La Rochelle (1626 - 1628). Eine andere Gefahr droht von den eigenen Verwandten, z.B. seinem jüngeren Bruder Gaston und seinem älteren Halbbruder César de Vendôme, die die lange Kinderlosigkeit des Königs versuchten auszunutzen. Grund hierfür war unter anderem, dass Ludwig kein wirkliches Interesse an Frauen hatte, was damals ein offenes Geheimnis war und was seine Gegner hofften, gegen ihn auspielen zu können.
Persönlich eher zurückhaltend, überträgt er die Leitung des Staates dem Kardinal Richelieu, der an der Errichtung der absoluten Monarchie entscheidenden Anteil hat (siehe: Journée des Dupes). Richelieu wurde von ihm 1624 in den Staatsrat geholt, ab 1629 war er dann endgültig "Erster Minister".
1614 wurden zum letzten Mal vor 1789 die Generalstände einberufen. Die Widerstände des Adels gegen den beginnenden Absolutismus können dadurch aber nicht gemildert werden. Richelieus außenpolitische Hinwendung zu den protestantischen Mächten während des Dreißigjährigen Krieges macht der streng katholische König allerdings nur zögerlich mit. Nach Richelieus Tod 1642 wird Jules Mazarin zum Staatsminister ernannt.
Die Herrschaft Ludwig XIII. gilt lange als relativ farblos, der König selber wurde beschrieben als eine von Richelieu abhängige Persönlichkeit. In der Tat war es so, dass Ludwig und Richelieu durchaus gemeinsam, also in Absprache regierten. Außerdem stellt die Herrschaft Ludwig XIII. einen wichtigen Schritt zur Festigung der königlichen Macht gegen den Hochadel und zur Sicherung der Außengrenzen, insbesondere nach Spanien dar.
Mann | Franzose | Haus Bourbon | König (Frankreich) | Ancien Régime | Geboren 1601 | Gestorben 1643
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