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Ludwig VI, auch Ludwig der Römer, (* 12. Mai 1328 in Rom; † 17. Mai 1365 in Berlin) war Herzog von Oberbayern und als Ludwig II. auch Markgraf und erster Kurfürst von Brandenburg.

Ludwig der Römer war der erste Sohn aus der zweiten Ehe des römisch-deutschen Kaisers Ludwig des Bayern und Margarete von Holland. Er verzichtete auf das Erbe seiner Mutter, die niederländischen Grafschaften, zu gunsten seiner jüngeren Brüder, Wilhelm und Albrecht, da er durch die Heirat mit einer Tochter des Königs Kasimir III. von Polen hoffte, die polnischen Krone zu bekommen.

Bei der Teilung des Herzogtums mit seinen Brüdern im Landsberger Vertrag 1349, erhielt er mit Ludwig V. und Otto Oberbayern, welches er und Otto 1351 gegen Brandenburg und die Niederlausitz tauschten. Hier zwang er den Falschen Woldemar endgültig zum Verzicht auf die Mark Brandenburg, geriet aber in Schulden und musste Teile der Mark verpfänden. Ludwig erlangte durch die Goldene Bulle 1356 die Kurwürde.

Ludwig schloss aus Hass gegen seine bayrischen Brüder, mit denen er wegen der Kur und der Erbschaft seines Bruders Ludwig V. in Streit geraten war, 1363 eine Erbverbrüderung mit Karl IV., welche diesem nach seinem und Ottos kinderlosem Tode die Mark Brandenburg zusicherte. Als Ludwig starb, wurde sein Bruder Otto sein Nachfolger. Ludwig wurde in der Franziskanerkirche in Berlin beigesetzt.

Herzog (Bayern) | Markgraf (Brandenburg) | Kurfürst (Brandenburg) | Wittelsbacher | Mann | Geboren 1330 | Gestorben 1365

Louis VI the Roman

 

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