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barcelona_mies_v_d_rohe_pavillon_weltausstellung1999_01.jpg | barcelona_mies_v_d_rohe_pavillon_weltausstellung1999_02.jpg | barcelona_mies_v_d_rohe_pavillon_weltausstellung1999_03.jpg | barcelona_mies_v_d_rohe_pavillon_weltausstellung1999_04.jpg | Pavillon2.jpg | krefeld_haus_lange_esthers_9.jpg | Berlin Mies-van-der-Rohe-Haus.JPG]]

Ludwig Mies van der Rohe (* 27. März 1886 in Aachen; † 17. August 1969 in Chicago; eigentlich Maria Ludwig Michael Mies) war ein deutscher Architekt.

Um 1921 verband er den Namen seines Vaters mit dem Mädchennamen der Mutter durch das künstliche Bindeglied "van der" zu "Mies van der Rohe". Mies van der Rohes Entwürfe waren geprägt von klaren Formen und dem intensiven Einsatz von Glas, Stahl und Beton. Seine Arbeiten legten Grundlagen für den Bau großer Gebäude mit reiner Glasfassade (so genannter Wolkenkratzer) im "internationalen Design" auch "International Style" genannt. Ihm wird der berühmte Satz zugeschrieben: "Weniger ist mehr" (less is more).

Leben


Nachdem er von 1897 bis 1900 die Domschule in Aachen besuchte, lernte Mies bis 1902 an der Gewerbeschule/Aachen, arbeitete im Steinmetzbetrieb seines Vaters und war als Praktikant auf dem Bau tätig. Von 1903 bis 1904 war er Zeichner für Stuckelemente, dann bis 1907 im Atelier von Bruno Paul und von 1908 bis 1911 Mitarbeiter von Peter Behrens in Berlin. Von 1912 bis 1937 arbeitete er als selbstständiger Architekt in Berlin.

  • am 10. April 1913 heiratete er die wohlhabende Ada Bruhn
  • 1914 Unterbrechung durch Einberufung zum Kriegsdienst
  • 1921 Trennung von seiner Frau Ada und seinen drei Töchtern Dorothea alias Georgia van der Rohe (* 2.3.1914), Marianne (* 12.11.1915) und Waltraut (* 15.6.1917)
  • 1926-1932 Vizepräsident des Deutschen Werkbundes
  • 1930-1933 Leiter der Kunstschule Bauhaus in Dessau und Berlin als Nachfolger von Hannes Meyer
  • 1938 Übersiedlung in die USA nach Auflösung des Bauhauses 1933 in Berlin, bedingt durch die politische Entwicklung in Deutschland. Trotz seiner unpolitischen Haltung bekam Mies van der Rohe keine öffentlichen Aufträge mehr, da sein Name zu sehr mit der Moderne verbunden war.

Von 1938 bis 1958 war Mies Leiter der Architektur-Abteilung am Illinois Institute of Technology "The New Bauhaus" in Chicago, wo er auch ein eigenes Architekturbüro unterhielt. 1956 wurde er außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Nach ihm wurde der Mies van der Rohe Award for European Architecture benannt.

Ludwig Mies van der Rohe starb am 17. August 1969 in Chicago. Er war verheiratet und hatte drei Töchter.

Auszeichnungen


  • Friedensklasse des Ordens Pour le Mérite (1957)
  • Goldmedaille des Royal Institute of British Architects (1959)
  • Goldmedaille des American Institute of Architects (1960)
  • Berliner Kunstpreis (1961)
  • Presidential Medal of Freedom - USA (1963)
  • Goldmedaille des Bundes Deutscher Architekten (1966)

Wichtige Bauten


Beispiele


Haus Lange in Krefeld

bild:krefeld_haus_lange_gartenseite01_10.jpg|Haus Lange, Krefeld, Südfassade/Rückseite bild:krefeld_haus_lange_gartenseite03_11.jpg|Haus Lange, Krefeld, Rückseite von Südwest bild:krefeld_haus_lange_gartenseite04_12.jpg|Haus Lange, Krefeld, Rückseite von Südost

Haus Esters in Krefeld

bild:Krefeld_Haus_Esthers03_1.jpg|Haus Esters, Krefeld, Straßenseite bild:Krefeld_Haus_Esthers_gartenseite01_3.jpg|Haus Esters, Krefeld, Rückseite bild:Krefeld_haus_esthers_westfront02_7.jpg|Haus Esters, Krefeld, Westfassade bild:Krefeld_haus_esthers_innen02_6.jpg|Haus Esters, Krefeld, Innenräume

Mehrfamilienhaus in der Werkbundsiedlung Stuttgart - Weißenhof

Bild:Weissenhof Mies 1.jpg|Nordwestseite Bild:Weissenhof photo apartment house Mies van der Rohe Stuttgart Germany 2005-10-08.jpg|Nordwestseite Bild:Weissenhof photo apartment house east façade Mies van der Rohe Stuttgart Germany 2005-10-08.jpg|Südostseite Bild:Weissenhof Mies 2.jpg|Südostseite

Neue Nationalgalerie

Bild:NationalgalerieMoMa.jpg|Die Neue Nationalgalerie Bild:Neue_Nationalgalerie_Berlin_2004-02-21.jpg|Rückansicht Image:Berlin Neue Nationalgalerie June 2002.jpg|Innenraum

wichtige Möbelentwürfe


  • MR 20 (ein Freischwinger-Sessel aus Stahl, vercromt, mit Leder- oder Rattansitzfläche), 1927
  • Barcelona-Sessel, 1929

Würdigung / Nachleben


In seiner Geburtsstadt Aachen plant ein 2006 neu gegründeter Verein für Mies van der Rohe und andere Aachener Künstler ein Ausstellungshaus zu bauen mit einem Nachbau eines von ihm 1927 entworfenen Glaspavillons.

Literatur (Auswahl)


  • Schulze, Franz: Mies van der Rohe: Leben u. Werk. Ernst, Berlin 1986, ISBN 3433022496
  • Neumeyer, Fritz: Mies van der Rohe, das kunstlose Wort. Siedler, 1986 (2. Aufl. 1995), ISBN 3-88680-186-1
  • Daniela Hammer-Tugendhat, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Ludwig Mies van der Rohe - das Haus Tugendhat. Springer, Wien 1998, ISBN 3211830960
  • Terence Riley, Barry Bergdoll (Hrsg.): Mies in Berlin: Ludwig Mies van der Rohe; die Berliner Jahre 1907 - 1938. Prestel, München (u.a.) 2001
  • Harry N Abrams, Phyllis Lambert (Hrsg.): Mies in America. 2001, ISBN 0810967286
  • Miesverständnisse. In: ARCH+.- 161 (Juni 2002)
  • Ulrich Müller: Raum, Bewegung und Zeit im Werk von Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe. Akademie Verlag, Berlin 2004, ISBN 3050040599

Weblinks


Mann | Deutscher | Deutscher Architekt | Designer | Geboren 1886 | Gestorben 1969

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