Ludwig Lesser (* 3. März 1869 in Berlin; † 1957 in Vallentuna) war ein deutscher Landschaftsarchitekt.
Ludwig Lesser erhielt u.a. im Palmengarten in Frankfurt am Main eine Ausbildung als Gärtner und arbeitete später als Obergärtner in verschiedenen Städten des In- und Auslands.
Ab 1893 war er der erste selbstständige Gartenarchitekt in Berlin. 1908 wurde Lesser zum Gartendirektor der Berliner Terrain-Centrale und der Zehlendorf-West-Terrain-A.G. des Fürsten Donnersmarck berufen, die zu dieser Zeit große Bauprojekte, z.B. den Bau der Gartenstadt Frohnau, verfolgten; weiterhin geht auch der Bebauungsplan für Bad Saarow-Pieskow auf Lesser zurück. Daneben war Lesser gärtnerischer Oberleiter zahlreicher Gemeinden, Garten- und Friedhofsverwaltungen. Seit 1913 war er Dozent für Gartenkunst und Gartenbau an der Freien Hochschule Berlin.
Lesser war Vorkämpfer für Volksparks und Sportfreiplätze. 1923 wurde er Präsident der Deutschen Gartenbaugesellschaft und 1931 Ehrenmitglied der Österreichischen Gartenbaugesellschaft.
In der NS-Zeit emigrierte er, wegen seiner jüdischen Abstammung verfolgt, nach Schweden. 1951 wurde Ludwig Lesser Ehrenmitglied des Deutschen Junggärtnerverbandes.
Mann | Deutscher | Deutscher Architekt | Geboren 1869 | Gestorben 1957
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