LodIIIB.jpg Ludwig III. von Bayern (* 7. Januar 1845 in München; † 18. Oktober 1921 auf Schloss Nádasdy in Sárvár, Ungarn) war Prinzregent und letzter bayerischer König. Mit seiner Absetzung 1918 endete die 738 Jahre währende Herrschaft der Wittelsbacher Dynastie.
Nach einer Verfassungsänderung wurde Ludwig III. am 5. November 1913 zum König von Bayern ausgerufen. Seine Leidenschaft blieb die Landwirtschaft, so dass man im Volk vom (wenn auch durchaus in respektvoller Zuneigung) "Millibauern" (hd.: Milchbauern) auf dem Thron sprach. Während des Weltkrieges hatte er durch absurde annexionistische Forderungen von sich reden gemacht und damit zur kompromisslosen Radikalisierung des Krieges ohne Aussicht auf einen Verständigungsfrieden beigetragen. Durch die Proklamation des Freistaates Bayern (vgl. Münchner Räterepublik) durch Kurt Eisner am 7. November 1918 wurde Ludwig III. als König abgesetzt. Ludwigs kurze Amtszeit war stark konservativ und katholisch geprägt. Seine Sozialpolitik orientierte sich stark an der Enzyklika Rerum Novarum, die 1891 von Papst Leo XIII. verkündet wurde. Mit Billigung des Vatikans begründete er am 14. Mai 1916 das Fest der Patrona Bavariae in München, das in den folgenden Jahren in allen bayerischen Diözesen begangen wurde. Die Freisinger Bischofskonferenz beschloss 1970, den Festtermin als Auftakt zum Marienmonat auf den 1. Mai festzulegen.
Siehe auch: Geschichte Bayerns, Münchner Räterepublik
Mann | Wittelsbacher | König (Bayern) | Geboren 1845 | Gestorben 1925
Ludwig III of Bavaria | Ludwig III de Bavière | ルートヴィヒ3世 (バイエルン王) | 루트비히 3세 | Lodewijk III van Beieren | 路德维希三世 (巴伐利亚)
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