Ludmannsdorf (
slowenisch:
Bilčovs) ist eine zweisprachige Gemeinde in
Kärnten mit ungefähr 1.900 Einwohnern. Die Gemeinde liegt im
Rosental zwischen dem
Wörthersee und der
Drau.
Geografie
Geografische Lage
Das Gemeindegebiet von Ludmannsdorf erstreckt sich nördlich der Drau und südlich des
Wörthersees zwischen den Gemeinden
Velden und
Köttmannsdorf. Sie liegt auf dem Höhenzug der
Sattnitz (einer Endmoräne der Eiszeit) und überblickt das
Rosental und die
Karawanken. Die Seehöhe des Gemeindegebiets liegt zwischen 600 und 900 Meter ü. NN.
Gemeindegliederung
Ludmannsdorf besteht aus den fünf
Katastralgemeinden Ludmannsdorf (
Bilčovs), Großkleinberg (
Mala gora), Oberdörfl (
Zgornja Vesca), Selkach (
Želuče) und Wellersdorf (
Velinja vas). Das Gemeindegebiet umfasst folgende 17 Ortschaften (Einwohnerzahlen Stand 2001):
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| - Bach (Potok), 99 Einwohner
- Edling (Kajzaze), 220
- Fellersdorf (Bilnjovs), 59
- Franzendorf (Branča ves), 191
- Großkleinberg (Mala gora), 56
- Ludmannsdorf (Bilčovs), 196
- Lukowitz (Koviče), 104
- Moschenitzen (Moščenica), 43
- Muschkau (Muškava), 99
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- Niederdörfl (Spodnja Vesca), 97 Einwohner
- Oberdörfl (Zgornja Vesca), 132
- Pugrad (Podgrad), 165
- Rupertiberg (Na Gori), 54
- Selkach (Želuče), 108
- Strein (Stranje), 36
- Wellersdorf (Velinja vas), 131
- Zedras (Sodražava), 35
Geschichte
Im Jahr 1141 wurde Ludmannsdorf/Bilčovs erstmals urkundlich erwähnt. Kaiser
Joseph II. erhob den Ort 1787 zur
Pfarre. Die Kirche des Heiligen Jakob, Wahrzeichen der Gemeinde, stammt zum Teil aus dem 13. Jahrhundert und enthält sowohl
romanische und
gotische Stilelemente. Die Innenausstattung der Kirche wurde im 18. Jahrhundert
barockisiert. Während der Franzosenkriege war Ludmannsdorf von 1809 bis 1813 zwischen der französischen
Illyrischen Provinz und dem
Kaisertum Österreich geteilt. Die Grenze zwischen den beiden Ländern verlief ungefähr entlang der Linie Rupertiberg-Selkach. 1813 wurden die Franzosen bei
Rosegg besiegt und aus Kärnten vertrieben.
1848 erhielt Ludmannsdorf den Status einer Gemeinde. 1957 wurde Oberdörfl als eigenständige Gemeinde aufgelöst und eingemeindet.
Bevölkerung
Laut Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Ludmannsdorf 1.825 Einwohner, davon besitzen 96,5 die österreichische Staatsbürgerschaft. 69 % der Bevölkerung gehören der deutschsprachigen und 28 % der
slowenischsprachigen Volksgruppe an.
Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 91% der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen Kirche 2% und zum Islam 1,5%. Als konfessionslos bezeichnen sich 3,5%.
Politik
Der
Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Die Zusammensetzung ist nach der letzten Gemeinderatswahl 2003 wie folgt:
Mit VD Stefanie Quantschnig stellt die SPÖ die Bürgermeisterin.
Kultur
Die Gemeinde verfügt über zahlreiche Kultur-, Sport- und andere Vereine, der bekannteste ist der slowenische Kulturverein
Bilka. Zwei international bekannte Künstler stammen aus Ludmannsdorf: Der Schriftsteller
Janko Ferk und die Malerin
Meina Schellander.
Wirtschaft
Das Wirtschaftsleben der Gemeinde ist vor allem geprägt von der Holzindustrie; in Ludmannsdorf sind sechs Tischlereibetriebe, zwei Zimmereien und drei Sägewerke ansässig. Der größte Arbeitgeber der Gemeinde und mithin der Region ist die Firma Holzbau Gasser GmbH.
Weblinks
Ort in Kärnten
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