| Wappen | Karte | |||
|---|---|---|---|---|
| Luckenwalde Wappen.jpg | LuckenwaldeDE.png | |||
| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Brandenburg | |||
| Landkreis: | Teltow-Fläming | |||
| Geografische Lage: | ||||
| Fläche: | 46,75 km² | |||
| Einwohner: | 21.582 (31. Juli 2005) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 461 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 48 m ü. NN | |||
| Postleitzahl: | 14943 | |||
| Vorwahl: | 03371 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | TF | |||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 72 232 | |||
| Stadtgliederung: | 3 Ortsteile | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 10 14943 Luckenwalde | |||
| Website: | www.luckenwalde.de | |||
| E-Mail-Adresse: | rathaus@luckenwalde.de | |||
| Politik | ||||
| Bürgermeisterin: | Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierende Partei: | SPD |
Luckenwalde ist die Kreisstadt des Landkreises Teltow-Fläming, Bundesland Brandenburg, Deutschland. Luckenwalde besaß große Bedeutung als Industriestadt, seit der Wiedervereinigung entwickelt sich der Tourismus zum wirtschaftlichen Schwerpunkt der Stadt und ihrer Umgebung.
Die Stadt liegt in einer Bucht des Baruther Urstromtals. Die Landschaft wird im wesentlichen durch das Urstromtal geprägt, aber auch einige Hügel gehören zur Landschaft, die Luckenwalde umgibt. Es gibt viele Sanderflächen und postglaziale Dünen.
Wie der Beiname Luch im Walde schon andeutet, war Luckenwalde von großen Waldgebieten umgeben. Auch heute noch findet sich viel Wald in Luckenwaldes Umgebung. Die Laubwälder in Luckenwaldes Umgebung, auf Sanderflächen auch Kiefern, gehen direkt in eines der größten Forstgebiete in Brandenburg über.
Durch Luckenwalde fließt die Nuthe. Diese führte oft zu Hochwasser im Luckenwalder Stadtgebiet oder der Umgebung, die letzte große Überflutung in der Stadt war 1941. Daher wurden Wehre und Kanäle angelegt und der Flusslauf begradigt. Einige Kanäle sind der Königsgraben, der Röthegraben durch den Park und der Dämmchengraben. Im Mittelalter war die Nuthe mit Kähnen von Luckenwalde bis zur Mündung in die Havel schiffbar. Der Fluss war damals bis zu 40 Meter breit. Heute ist die Nuthe im Luckenwalder Stadtgebiet durch die meliorativen Maßnahmen auf einen zwei Meter breiten und einen halben bis 1 Meter tiefen Fluss geschrumpft.
Die Wälder und Wiesen sind Nahrungsquelle für Schwarzwild, Rehwild und Feldhasen. Das Wahrzeichen Brandenburgs, der Rote Milan ist hier auch beheimatet.
Luckenwalde liegt am Rand des Naturparks Nuthe-Nieplitz.
An der Stelle, an der heute Luckenwalde liegt, existierte der slawische Ort Lugkin. Aus Lugkin wurde später die deutsche Bezeichnung Luckenwalde. Dabei bedeutet Lug Bucht, Biegung oder Bogen. Dies bezieht sich auf die Lage in einer Bucht des Baruther Urstromtals und auf den Flusslauf der Nuthe.
Wahrscheinlich im frühen 10. Jahrhundert wurde eine hölzerne Burg mit Wall, Palisadenzaun und drei wasserführenden Gräben errichtet. Der innere Durchmesser dürfte etwa 60 bis 80 Meter betragen haben. Um das Jahr 1007 geriet Lugkin unter die Vorherrschaft des expandierenden Piastenstaats. In der Mitte des 12. Jahrhunderts - während des Wendenkreuzzugs - gelangte Lugkin unter die Vorherrschaft der Wettiner. Die slawische Burg wurde geschleift und durch neue Anlagen in Stein ersetzt.
1285 kaufte das Zisterzienserkloster Zinna die Stadt und die Burg. Bis dahin waren diese im Besitz der magdeburgischen Ministerialen von Richow gewesen. Die Stadt wurde als Oppidum (befestigte Marktsiedlung) bezeichnet.
Luckenwalde lag am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Straßen. Der Salztransport aus Halle in Richtung Berlin lief über Luckenwalde.
Luckenwalde begann verstärkt und erfolgreich Bier zu brauen und zu verkaufen. Laut Theodor Fontane schien das Nuthefließ nur dazu da zu sein, um in die (Luckenwalder) Bottiche und Braupfannen zu fließen. Dies führte zu einer Beschwerde durch die Stadt Jüterbog, welche sich in ihren Stadtrechten beschnitten sah. Der Streit um das Bier hatte eine lange Fehde mit Jüterbog zur Folge, der laut Fontane am liebsten handfest auf allen Kirchweihen ausgetragen wurde und Jüterboger Spottverse hervorbrachte wie: Lieber die Rute, als Luckenwalde an der Nuthe.
Der Erzbischof Gunther von Magdeburg bestätigte jedoch am 9. Januar 1430 das Brau- und das Handelsrecht. Damit erhielt Luckenwalde erste Stadtrechte. 1471 wird erstmals ein Bürgermeister erwähnt. 1540 erhält Luckenwalde sein erstes Stadtwappen. Luckenwalde erhält das Privileg eines zweiten Marktes 1562.
Nach dem großen Stadtbrand in Gera zogen 1780 und 1781 24 Tuchmacherfamilien nach Luckenwalde. Es entstand eine 'Große Fabrik', aus der später der Betrieb Volltuch hervorging. 1808 erhält Luckenwalde durch die Städtereform des Freiherrn vom Stein endlich komplette Stadtrechte. 1875 stellten sich einige Tuchfabrikanten auf die Hutproduktion um und wurden zur Konkurrenz für die Hutstadt Guben.
Nachdem sie 1841 an die Bahnlinie Berlin-Halle, die Anhalter Bahn, angeschlossen wird, wächst die Stadt weiter. Mitte des 19. Jahrhunderts ist Luckenwalde ein Industriezentrum, man zählt 1858 15 öffentliche Gebäude, 736 Wohnhäuser und 1169 Wirtschaftsgebäude.
1867 patentiert Hermann Henschel den Pappteller. Luckenwalde entwickelt sich zur Stadt der Schornsteine. Wichtige Fabriken sind ein Pianowerk und das Feuerlöschgerätewerk. In der Weimarer Republik sind daher auch Sozialdemokraten und Kommunisten stark vertreten. 1930 wird ein Gemeinschaftsgebäude einer Schule und des Stadttheaters im Bauhaus-Stil fertiggestellt.
1901 zählt der Chronist 19 Tuch- und Buckskinfabriken, 12 Hutfabriken, 21.000 Einwohner und 1.400 Wohnhäuser in Luckenwalde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt weitgehend verschont. Es kam nur zu wenigen Schusswechseln, als die Rote Armee am Morgen des 22. April 1945 Luckenwalde einnahm. In der Umgebung aber wurde in Wald- und Luchgebieten zwischen dem 25. April und dem 1. Mai 1945 heftig gekämpft. Von 1939 an bis zum Ende des Krieges 1945 existierte das Kriegsgefangenlager Stalag III A. Hier waren Kriegsgefangene aus 10 Ländern inhaftiert. Mehr als 5.000 Gefangene - besonders aus der Sowjetunion - starben insbesondere an Hunger und Krankheiten. Der Lagerfriedhof und eine Ausstellung im Heimatmuseum erinnern an diese Zeit.
Auch in der DDR behielt Luckenwalde seine Stellung als wichtiger Industriestandort. Wichtige Betriebe waren VEB Volltuch, VEB Wälzlagerwerk "Willy Sägebrecht", VEB Kontaktbauelemente, VEB Baustoffwerk, VEB Feuerlöschgerätewerk (FGL), VEB Hutmoden, VEB Luwal (Schuhfabrik), VEB Deutsche Piano-Union Leipzig - BT Luckenwalde, VEB Pappen und Papier, Gärtnerische Produktionsgenossenschaft "Blütenfreude", VEB Plasteverarbeitung, VEB Beschläge, VEB Märkische Möbelwerke Trebbin - BT Luckenwalde, VEB Blankschrauben, Innenraumgestaltung, VEB Getränkeproduktion (Lucks-Bräu) und der Spirituosenhersteller Falckenthal - VEB Edelbrände und Spirituosen.
Dies führte zu verstärktem Wohnungsneubau. Bei Bauarbeiten am Neubaugebiet Burg wurden historische Gegenstände aus der Zeit des slawischen Burgwalls entdeckt und ausgegraben.
In der Schmenkel-Schule in Luckenwalde wurde eine Russisch-Förderklasse eingerichtet, die bereits in der 3. Klasse mit dem Russischunterricht begann. Der Sport wurde mit einer Kinder- und Jugendsportschule (KJS) gefördert. Der Ringer Hans-Dieter Brüchert des Dynamo Luckenwalde holt sich in den Olympischen Spielen 1976 in Montréal die Silbermedaille. Der 1949 in Luckenwalde geborene Hartmut Briesenick errang 1970 und 1974 den Europameistertitel im Kugelstoßen.
Schon zu DDR-Zeiten begann die Einwohnerzahl in Luckenwalde langsam abzunehmen. Nach dem Krieg waren es fast 30.000 Einwohner, diese Zahl sank auf etwa 27.000 ab.
LuckenwalderKreishaus.jpeg | 1995 wurde der Beschluss zum Bau eines neuen Kreishauses in Luckenwalde gefasst. Im Jahr 2000 wurde der 24.800 m² große Gebäudekomplex offiziell eingeweiht.
Der Abwanderungstrend aus DDR-Zeiten setzte sich nach der Wende verstärkt fort. Die Einwohnerzahl sank von 26.544 im Jahr 1990 über 22.111 im Jahre 2001 auf 20.854 (zur Vergleichbarkeit hier ohne Eingemeindungen) im Jahre 2004. Durch die Abwanderung hauptsächlich der Jugend und eingebrochener Geburtenzahlen stieg der Altersdurchschnitt rapide. Außerdem kam es wie in anderen ostdeutschen Städten zu einem verstärkten Wohnungsleerstand.
Die Bedeutung als Industriestadt ging verloren. Viele Betriebe wurden geschlossen und die Arbeitslosigkeit stieg auf 23,7% (im Januar 2005). Daher wurden Aktivitäten unternommen neue Schlüsseltechnologien anzuziehen (zum Beispiel Biotechnologiepark) und den Dienstleistungssektor zu stärken.
Zwischen 1933 und 1990 schwankte die Bevölkerungszahl der Stadt zwischen 25.000 und 31.000. Im Jahre 1946 hatte Luckenwalde mit etwa 31.000 die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, 6.000 seiner Einwohner.
Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei 1830 handelt es sich um eine Schätzung, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) und amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1830 | 5.110 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 10.300 |
| 3. Dezember 1864 ¹ | 11.600 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 12.700 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 13.816 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 14.706 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 16.100 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 18.398 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 19.500 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 21.000 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 22.263 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 23.476 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 19.745 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 19.607 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 22.742 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 24.791 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 25.763 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 28.812 |
| 1. Dezember 1945 ¹ | 28.788 |
| 29. Oktober 1946 ¹ | 30.979 |
| 31. August 1950 ¹ | 30.725 |
| 31. Dezember 1955 | 29.631 |
| 31. Dezember 1960 | 28.610 |
| 31. Dezember 1964 ¹ | 29.215 |
| 1. Januar 1971 ¹ | 29.000 |
| 31. Dezember 1975 | 28.357 |
| 31. Dezember 1981 ¹ | 27.348 |
| 31. Dezember 1985 | 26.882 |
| 31. Dezember 1988 | 27.067 |
| 31. Dezember 1990 | 25.668 |
| 31. Dezember 1995 | 24.404 |
| 31. Dezember 2000 | 22.389 |
| 31. Dezember 2005 | 21.474 |
Die zwei Stäbe im inneren Wappenschild deuten auf die kirchlichen Oberherren von Luckenwalde hin: den Abt in Kloster Zinna und den Erzbischof in Magdeburg. Die zwei Sterne deuten an, dass Luckenwalde auch der Gerichtsbarkeit dieser beiden Städte untersteht. Außerdem sind sie Symbole für Glück und Ruhm. Die goldene Kiefer deutet auf das Braurecht hin.
Über diesem inneren Wappenschild ist ein Pelikannest mit vier Jungvögeln und der Pelikanmutter. Die Legende besagt, dass die Mutter in einer Hungersnot sich die Brust aufgerissen hat, um mit ihrem Blut die Jungen zu füttern. Dieses Symbol soll an die Sorge der Stadtväter um die Bürger erinnern.
Luckenwalde durfte erst 1540 ein eigenes Wappen haben, über 100 Jahre nach der Verleihung erster Stadtrechte. Das Bild links zeigt das Wappen aus dem Jahr 1637. Wie in anderen alten Versionen des Wappens sieht man hier einen Pelikan, der sein Revier verteidigt. Auch ist der Baum als Symbol des Braurechts ein Laubbaum, und nicht wie später eine Kiefer.
Bei der Bürgermeisterwahl am 11. November 2001 erhielt der Amtsinhaber Peter Blohm nur 23,5% der Stimmen. Er war während seiner letzten Amtszeit der CDU beigetreten (zuvor parteilos). Hans-Jürgen Akuloff von der PDS erhielt 30,9% und Elisabeth Herzog-von der Heide, Kandidatin der SPD, 45,6% der Stimmen. Da kein Kandidat die notwendige absolute Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl zwischen Herzog-von der Heide und Akuloff am 02. Dezember 2001 durchgeführt. Diese entschied Frau Herzog-von der Heide mit 62,4% der Stimmen für sich. Am 05. Januar 2002 wurde sie offiziell von der Stadtverordnetenversammlung auf 8 Jahre als Bürgermeisterin berufen.
Die derzeitige Stadtverordnetenversammlung umfasst 28 gewählte Mandate und zusätzlich die Bürgermeisterin als stimmberechtigte Mitglieder. Nach den Kommunalwahlen am 26. Oktober 2003 erhielt die PDS 10 Sitze, die SPD 9, die CDU 6 und die FDP, das BürgerBündnis freier Wähler e.V. sowie das Luckenwalder Komitee für Gerechtigkeit jeweils einen Sitz.
Bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 ergab sich als Luckenwalder Teilergebnis: 52,5% für die SPD, 19,4% für die CDU und 17,1% für die PDS. Alle anderen Parteien blieben unter 5%, die FDP mit 4,6% nur knapp.
Der Boulevard ist komplett als Fußgängerzone ausgewiesen. Dort sind viele Geschäfte ansässig. Der Boulevard ist das Zentrum des alljährlichen Luckenwalder Weihnachtsmarktes, dessen Markenzeichen die Märchenfiguren des Grafikers Gebert und eine große Tanne neben dem Kariedelbrunnen sind.
In der Mitte des Boulevards steht der rekonstruierte Kariedelbrunnen. Der originale Kariedelbrunnen steht im Nuthepark, ist jedoch nicht in Betrieb. Er wurde 2004 durch eine künstlerische Arbeit aufgewertet. Die originalen Kariedelfiguren gingen im 2. Weltkrieg verloren. Die Figuren stellen zwei Kinder dar, die kariedeln gehen, d.h. Nahrungsmittel sammeln und diese auf Stöcke aufstecken.
Der Marktplatz ist gleich angrenzend. Hier findet man (am Durchgang zum Boulevard) das historische Gebäude des Rathauses und daneben das Heimatmuseum. Gegenüber dem Rathaus steht eine Kirche und nur wenige Meter daneben der Marktturm, das Markenzeichen Luckenwaldes. Mehrmals in der Woche ist Markttag und der Platz ist von den Ständen der Händler belegt.
In früheren Zeiten stand der Marktturm direkt bei der Kirche, er war noch ein Kirchturm. Die Jüterboger jedoch waren neidisch, und wollten den Kirchturm stehlen. Deshalb luden sie ihn bei Nacht auf einen großen Wagen. Sie kamen jedoch nicht weit, nach wenigen Metern zerbrach der Wagen, und der Turm landete wieder auf dem Boden. An dieser Stelle steht er bis heute.
Die ältesten Teile des Turmes stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert- Dabei gehörte der Burgwart Luckenwalde (castrum, nordöstlich der Johanniskirche im Niederungsgebiet, archäologische Ausgrabung 1987) zu den bedeutenderen Burgwarteinheiten des Nieplitz-Nuthe-Gebietes. Seit 1484 dient der Turm der Pfarrkirche St. Johannis als Glockenturm. Er ist 38m hoch.
Der Marktturm ist Anlass des alljährlichen Turmfestes.
Der Stadtpark ist eine Parkanlage am Rand von Luckenwalde. Wege, kleine Wäldchen, Buschanlagen und Wiesen bilden die Grundlage für den Park als Ausflugsziel. Zusätzlich gibt es das Parkcafé, das nach einem erschöpfenden Spaziergang die Möglichkeit zur Rast bietet. Ein Teil des Stadtparks nimmt der städtische Tierpark ein. Einmal im Jahr wird ein Parkfest veranstaltet. Direkt neben dem Stadtpark ist die Festwiese gelegen, die als Veranstaltungsort genutzt wird.
Die Kunsthalle (eröffnet im Herbst 1997) bietet neben Werken namhafter zeitgenössischer Künstler aus dem In- und Ausland, auch Arbeiten junger Künstler aus Ostdeutschland.
Das ehemalige Maschinenhaus wird, unter Vorsitz des Berliner Künstlers Reinhard Stangl, vom "Verein der Freunde und Förderer der Kunsthalle Vierseithof in Luckenwalde" geführt. Neben den Ausstellungen bietet die Kunsthalle auch andere kulturelle Veranstaltungen wie Musik, Theater oder Lesungen.
Gezeigte Werke von: Olaf Martens, Moritz und Grita Götze, Via Lewandowsky, Carsten Nicolai, Albert Oehlen, Hans-Hendrik Grimmling, Geccelli.
Bis heute ist das Elsthal ein schöner, naturnaher Ausflugsort. Ausflugsziel ist die Jagdgaststätte Elsthal und das benachbarte Freibad. Das Elsthal wird auch für eine Gartensiedlung genutzt.
Der Stadtpark befindet sich in Nachbarschaft zum Elsthal, auf der anderen Seite ist der Beginn der Skaterbahn. Dort befindet sich auch ein Hochseilgarten.
Von 1928 bis 1930 wurde das Stadttheater mit angrenzender Schule im Bauhausstil errichtet. Bis heute ist es ein Zentrum des kulturellen Lebens in Luckenwalde, hier finden Konzerte, Theateraufführungen und offizielle Empfänge statt.
Weitere Touristenattraktionen ist das Freizeitbad "Fläming-Therme" und das Heimatmuseum, welches eine ständige Ausstellung zur industriellen Entwicklung hat. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kultur- und Begegnungsstätte.
An der Ortsausfahrt in Richtung Kloster Zinna rechts steht ein Industriebaudenkmal ersten Ranges: die Hutfabrik Steinberg, Herrmann & Co., 1921-1923 erbaut von Erich Mendelsohn, einem der wichtigsten Architekten des 20. Jhs. Ein Förderkreis bemüht sich um den Erhalt und um weitere Finanzierungsmöglichkeiten für die Sanierung, die auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert wird. Die Berliner Akademie der Künste und die neuen Inhaber, die Berliner Unternehmerfamilie Ayad, haben eine Dauerausstellung zu Ehren Mendelsohns eingerichtet. Eine Besichtigung der Ausstellung ist nach vorheriger Anmeldung möglich: LUBA GmbH, Tel. 03371-6 28 88 50.
In unmittelbarer Nähe zur Skaterbahn existiert eine BMX-Anlage. Sie besteht aus drei Starthügeln, besitzt Sprunghügel und Steilkurven.
Siehe auch: Radwege in Brandenburg
Der Fußballverein FSV Luckenwalde spielt in der Verbandsliga Brandenburg. Außerdem wurde er - im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 - als Sieger der Kampagne "Klub 2006" ausgelost, gegen die Deutsche Fußballnationalmannschaft zu spielen. Das Spiel fand am 16. Mai 2006 im Mannheimer Carl-Benz-Stadion statt und Deutschland gewann 7:0.
Der Architekt Erich Mendelsohn realisierte in Luckenwalde einige Arbeiten. Besonders bekannt ist sein Bau der Hutfabrik Steinberg, Herrmann & Co.
Der Mathematiker und einflussreiche Fachdidaktiker Hans Freudenthal wurde 1905 in eine jüdische Familie geboren; er wirkte ab 1930 in den Niederlanden.
Gedenktafel_Dutschke.jpg Der spätere Studentenführer Rudi Dutschke wurde in Luckenwalde (heute Gemeinde Nuthe-Urstromtal, Ortsteil Schönefeld) 1940 geboren und wuchs hier auf. Daran erinnert eine Gedenktafel vor dem Gymnasium.
Der Politiker Ludwig-Holger Pfahls wurde 1942 in Luckenwalde geboren. Er erlangte Bekanntheit, als er als Mitglied der Kohl-Regierung in einen Spendenskandal verwickelt war.
Die Politikerin (MdB und bildungspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag) Katherina Reiche wurde 1973 in Luckenwalde geboren.
Nach der Wende wurde am 2. März 1990 Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen erst einmal provisorisch zur Partnerstadt gewählt, nach Wahlen am 7. September 1990 wurde dieser Beschluss bestätigt.
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