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Die Lovara ("Pferdehändler", von ungarisch ló Pferd und -ari Händler) sind eine Bevölkerungsgruppe der Roma im heutigen Burgenland (Österreich) und in Westungarn sowie in der Slowakei. Sie sind zu den Vlach-Roma, jahrhundertelang als Leibeigene in der Walachei im heutigen Rumänien gehalten, zu rechnen und kamen erst nach Aufhebung der Leibeigenschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts in das Gebiet des heutigen Ungarns und Österreichs.

Einige Lovara-Familien waren Ende der 1930er Jahre im Burgenland und in Wien ansässig, als Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde. Von ihren Siedlungen, z.B. der Hellerwiese und den Wankostätten im 10. Wiener Gemeindebezirk wurden die Großfamilen in die Konzentrationslager deportiert, die Wohnstätten wurden nach dem Abtransport zerstört.

Nur wenige Überlebende kamen nach dem Krieg zurück, darunter einige Mitglieder der Großfamilie Stojka. Sie wohnen heute großteils im Wiener Raum. Ihre Sprache, das Lovara-Romani, wurde 1997-1999 im Rahmen des österreichischen Romani-Projekts kodifiziert, d.h. es wurde erstmals zur Schriftsprache. Ein Wörterbuch und zwei Textbände wurden erstellt, die Grammatik beschrieben. Leider wird diese Sprache nur mehr wenig gesprochen, vor allem von den alten Lovara.

Siehe auch


Burgenland-Roma

Sinti und Roma

 

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