article

Louis Biester (* 3. August 1882 in Wenden / Landkreis Nienburg/Weser, † 16. Juni 1965 in Königsmoor / Landkreis Harburg) war ein deutscher Politiker der SPD.

Leben und Beruf


Biester war Sohn eines Landwirts. Er absolvierte das Lehrerseminar in Stade und arbeitete von 1906 bis 1933 als Lehrer in Hamburg, wo er 1919 Landesvorsitzender des "Sozialistischen Lehrerbundes" wurde. Seit 1919 wohnte er in Hoisbüttel im Kreis Stormarn.

Am 27. Juni 1933 wurde Biester von den Nationalsozialisten verhaftet (bis Januar 1934). Als Lehrer entlassen, zog er nach Nienburg/Weser zurück. Von 1939 an bewirtschaftete er einen Bauernhof bei Bremen. Nach dem 20. Juli 1944 wurde Biester erneut verhaftet (bis zum Kriegsende). 1952 zog er nach Königsmoor, wo er bis zu seinem Tode lebte.

Partei


Biester gehörte seit 1912 der SPD an.

Abgeordneter


1920 bis 1933 war Biester Kreistagsabgeordneter im Kreis Stormarn, 1948 bis 1952 im Landkreis Osterholz.
1924 bis 1933 war er als Nachfolger von Karl Frohme Reichstagsabgeordneter für Schleswig-Holstein.

Öffentliche Ämter


Biester war 1920 bis 1933 Amtsvorsteher in Hoisbüttel. Während des Kapp-Putsches im März 1920 verteidigte Biester mit 1.500 bewaffneten Putsch-Gegnern die Kreisverwaltung im Kreis Stormarn gegen die Putschisten und stand in dieser Zeit selbst an der Spitze des Kreisausschusses. 1946 wurde Biester von der britischen Besatzungsmacht als Landrat im Landkreis Osterholz eingesetzt. Er behielt das Amt bis 1948.

Mann | Deutscher | Reichstagsabgeordneter | SPD-Mitglied | Geboren 1882 | Gestorben 1965

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Louis Biester".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld