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Louis Barthou (* 25. August 1862 in Oloron-Sainte-Marie im Département Pyrénées-Atlantiques; † 9. Oktober 1934 in Marseille) war ein französischer Politiker.

Leben


Louis Barthou.jpg Er absolvierte zunächst eine juristische Ausbildung, ging jedoch bald in die Politik. 1889 wurde er erstmals Abgeordneter im französischen Parlament. Seit 1894 war er wiederholt Minister und war von März bis Dezember 1913 französischer Ministerpräsident. In den Jahren 1922 bis 1926 war er Vorsitzender der Reparationskommission.

Er strebte als Frankreichs Außenminister ab 1934 ein System von Verträgen mit Staaten im östlichen Europa an und leitete die Unterzeichnung eines französisch-sowjetischen Vertrages ein. Durch die Annäherung an Russland geriet er in den Widerspruch zu rechten Kreisen.

Am 9. Oktober 1934 wurde er bei einem Attentat auf den jugoslawischen König Alexander I. von kroatischen Rechtsradikalen, Ustaschas, getötet. Der jugoslawische König weilte zu einem Staatsbesuch in Marseille und wurde dort von Louis Barthou empfangen. Kurz darauf erschoss der Attentäter Vlada der Chauffeur den König. Dabei wurde auch Louis Barthou schwer verletzt. Er verstarb etwa eine Stunde nach dem Attentat im Krankenhaus von Marseille. Er wurde auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beerdigt.

Literatur

  • "Der Königsmord von Marseille", ISBN: B0000BLMK5, Vladeta Milicevic

Weblinks


Franzose | Mann | Premierminister (Frankreich) | Außenminister (Frankreich) | Académie française | Geboren 1862 | Gestorben 1934

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