Lotus ist eine Automarke aus England (Hornsey/Cheshunt/Hethel), die 1952 von Anthony Colin Bruce Chapman gegründet wurde.
1957 produzierte Lotus sein erstes, ausschließlich für Rennen gedachtes Auto. Mit dem Mk 12 begann eine äußerst erfolgreiche Rennsportkarriere, in deren Verlauf Lotus mehrmals den Weltmeistertitel der Konstrukteure errang. Titel und erste Preise erreichte Colin Chapman dabei nicht in erster Linie durch Leistungssteigerung, sondern durch Leichtbau und neuartige Fertigungsverfahren. Nicht selten, so warfen ihm Konkurrenten vor, missachtete er elementare Sicherheitsregeln zugunsten fortschrittlicher Technik und verwendete unter anderem „unterdimensionierte" Bauteile, zum Beispiel filigrane Radaufhängungen. Festzuhalten bleibt jedoch, dass Chapman beträchtlich zur Weiterentwicklung des Grand-Prix-Rennwagens beigetragen hat.
Ein Beispiel dafür ist der Lotus 25 von 1962, dem bis dahin schlanksten und niedrigsten F1-Rennwagen. Beim Lotus 25 hatte Chapman den Gitterrohrrahmen des nur wenige Wochen vorher herausgebrachten Lotus 24 durch eine vom Flugzeugbau bekannte Monocoque-(Schalen-)Konstruktion ersetzt. Dadurch konnte das Gewicht um etwa 20 kg verringert und die für Straßenlage und Handling wichtige Verwindungssteife erhöht werden. Inzwischen (1957) war der Elite mit einer aerodynamischen und sehr eleganten Karosserie aus Fiberglas auf dem Markt.
Die ersten Lotus-Cortina wurden im Werk von Cheshunt, Hertfordshire, produziert, wohin Lotus Ende der 1950er-Jahre gezogen war. Später baute Lotus ein weiteres Werk in Hethel (Norfolk), wo 1966 die Produktion des Europa, eines Mittelmotor-Coupes mit dem Motor des Renault 16, begann. Der Europa wurde später auch in TwinCam-Version mit Lotus-Motor angeboten. 1967 kam der Elan +2 ins Programm, ein 2+2-Sitzer, der vom 1961er-Elan abgeleitet worden war. Ein neuer frontgetriebener Elan mit japanischem 4-Zylinder-Turbomotor, der 1990 präsentiert wurde, war ein Flop. Die Produktion wurde 1993 schließlich eingestellt, und die Lizenz an Kia verkauft. Anfang der Siebziger startete der Esprit, der bis 2004 gebaut wurde.
1982 starb Firmengründer Colin Chapman. Das Unternehmen ging 1986 in den Besitz von General Motors über. Im August 1993 verkaufte GM die Firma an die ACBN Holdings S.A. des italienischen Unternehmers Romano Artioli, dem auch Bugatti Automobili SpA gehörte. 1996 übernahm die malaysische Perusahaan Otomobil Nasional Bhd (Proton) die Mehrheit an Lotus.
Der Lotus 7 stellt in der Geschichte der Lotus-Modelle eine Besonderheit dar. Bis in die heutige Zeit wurden alle Strassenmodelle mit einem Namen, der mit "E" beginnt (eine Hommage an die Ehefrau Chapmans), benannt. Alle Rennwagen dagegen wurden mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Nur der Lotus 7 hatte diese Nummer und war ein Strassenfahrzeug, wenn auch als Rennwagen konstruiert. Vom Lotus 7 wurden insgesamt 4 Serien aufgelegt. Nachdem 1974 die Serie 4 eingestellt wurde, hat der größte Lotus-Händler, die Fa. Caterham , die Rechte an dem Lotus 7 von Lotus übernommen und die Serie 3 wieder aufgelegt. Dieses Fahrzeug wird bis zum heutigen Tage gebaut (pro Jahr ca. 400-600 Fahrzeuge) und ständig, wenn auch nur in kleinen Schritten, weiterentwickelt. Es haben sich viele weitere Firmen gefunden, die der Idee des kleinen, leichten, Sportwagens folgen und sehr ähnliche Fahrzeuge anbieten (Westfield, Dax, Sylva, Locust, Donkervoort (NL), HKT (D), VM(D), Rush(D)).
| "Die ersten Elan waren ihrer Zeit weit voraus, sie waren schnell, wirtschaftlich und technisch fortschrittlich." | |
|---|---|
| 1966Lotus Elan.jpg | |
| Technische Daten – Lotus Elan S1 (1962) | |
| Hersteller: | Lotus |
| Karosserie: | Glasfiberaufbau |
| Motor: | Vierzylinder-Reihe, dohc |
| Bohrung/Hub (mm): | 82,55 x 72,75 |
| Hubraum: | 1558 3 |
| Leistung: | 105 PS |
| Chassis: | Zentralrohrrahmen aus Stahl |
| Aufhängung: | Einzelrad, Dreiecklenker und Schraubenfedern vorn; Chapman-Streben und niedrige Dreiecklenker hinten |
| Kraftübertragung: | Viergang-Schaltgetriebe, Heckantrieb |
| Höchstgeschwindigkeit: | 185 km/h |
Ein zentraler Punkt der Planung war der Einsatz eines separaten Chassis aus Stahl, das Lotus leicht selbst entwickeln und herstellen konnte, und welches auch ohne Schwierigkeiten gewartet und repariert werden konnte. Lotus wählte einen stabilen Zentralrohrrahmen, an dessen vorderem Ende - das der Form einer Stimmgabel ähnelte - Motor und Getriebe befestigt waren, während Achsantrieb und Hinterradaufhängung am hinteren Ende saßen und die Sitze sehr tief zu beiden Seiten des Zentralrohrs. Ein besonderes Merkmal wurde erst sichtbar, wenn die Glasfiber-Karosserie entfernt wurde. Die hinteren Streben waren an hohen Auslegern des Rahmens befestigt, die zwar schwach aussahen, aber bemerkenswert stabil waren. Ungewöhnlich waren auch die gummigefederten Kardangelenke, die für das Aufschaukeln des Autos sorgten, wenn unregelmäßig Gas gegeben wurde.
Ein echter Durchbruch in Sachen Entwicklung war aber der neue Lotus-Motor, der auf dem fünffach gelagerten Unterteil des Ford-Cortina-Motors basierte. Der Zylinderkopf aus Aluminium war eine logische Weiterentsicklung des klassischen Aufbaus mit zwei obenliegenden Nockenwellen aus den 50er-Jahren inklusive der halbrunden Brennkammern und zwei Ventilen pro Zylinder. Dieser neue Motor sollte über zehn Jahre lang eine wichtige Stütze der Firma werden, er arbeitete auch in drei Modellen von Ford: Dem Lotus Cortina Mk 1, dem Lotus Cortina Mk 2 und dem Escort Twin-Cam.
Der neue Elan war sofort ein Erfolg. Er war klein, leicht, schnell und ökonomisch, außerdem bot er agiles Handling, ausgezeichnete Straßenlage und hohen Fahrkomfort. Obwohl das Auto mit der Zeit überarbeitet und verbessert wurde, war es als unzuverlässig verschrien, vor allem was die Elektrik betraf. Diese Mängel konnten aber im Lauf der Jahre beseitigt werden und der kleine Zweisitzer wurde zu einem Dauerbrenner. Die besten Elan-Modelle waren die kräftigen Sprint Big-Valve von 1971 bis 1973, vor allem die sorgfältig verarbeiteten geschlossenen Coupés. Rückblickend waren die Modelle mit Stromberg-Vergaser wohl die schlechteste Wahl, aber dennoch war der Elan seiner Konkurrenz eine volle Generation voraus, was Fahrverhalten und Technik betraf. In etwas mehr als zehn Jahren wurden 9659 Exemplare produziert.
Lotus Elan S2 Der S2 war technisch mit dem S1 identisch, hatte aber bessere Vorderbremsen, ein Armaturenbrett aus Holz und auf Wunsch Räder mit Zentralschloss.
Lotus Elan S3 Der S3 (1965-68) kam wahlweise als geschlossenes Coupé und mit SE-Motor (115 PS) sowie mit Rahmen um die Seitenfenster bei der offenen Sportversion.
Lotus Elan S4 Der S4 (1968-71) war überarbeitet worden und besaß verbreiterte Kotflügel, eine gewölbte Motorhaube und ein verändertes Armaturenbrett.
Lotus Elan Sprint Der Sprint (1971-73) hatte den Big-Valve-Motor mit 126 PS und einen verbesserten Antriebsstrang. Trotzdem stieg die Höchstgeschwindigkeit auf nur 189 km/h.
| "Die fließenden Linien und die versenkbaren Scheinwerfer ließen den Plus 2 aus jedem Blickwinkel elegant erscheinen." | |
|---|---|
| Lotus_Elan_PLus_2.jpg | |
| Lotus Elan Plus 2 (1968) | |
| Hersteller: | Lotus |
| Karosserie: | Glasfiberaufbau |
| Motor: | Vierzylinder-Reihe, dohc |
| Bohrung/Hub (mm): | 82,55 x 72,75 |
| Hubraum: | 1558 3 |
| Leistung: | 118 PS |
| Chassis: | Zentralrohrrahmen aus Stahl |
| Aufhängung: | Einzelrad rundum mit Dreiecklenkern vorn; Chapman-Streben, unteren Dreiecklenkern und Schraubenfedern hinten |
| Kraftübertragung: | Viergang-Schaltgetriebe, Heckantrieb |
| Höchstgeschwindigkeit: | 190 km/h |
Lotus Elan Plus 2 Der Elan Plus 2 erschien, nachdem Lotus die Fertigung nach Hethel bei Norvolk verlegt hatte. Der Name war Programm, denn hier wurde praktisch die ganze Technik und alle Vorzüge des Elan mit einem längerem Chassis, größerer Glasfiber-Karosserie und 2+2 Sitzen kombiniert. Der Plus 2 besaß dieselben Motoren, Getriebe und Aufhängungssysteme wie der Elan, aber ganz andere Chassis und Karosserien. Das Chassis hatte zwar auch eine Zentralrohrstruktur wie das mittlerweile etablierte Modell, aber 31cm mehr Radstand und eine breitere Spur. Jeder Elan Plus 2 hatte ein festes Coupé-Dach, aber es wurden von privaten Herstellern auch ein paar Faltdach-Coupés gebaut.
Genau wie der kleinere Elan war der Plus 2 sehr schnell und dabei überraschend wirtschaftlich, außerdem ließ seine Straßenlage nichts zu wünschen übrig. Zusätzlich bot er aber mehr Platz und war praktischer als sein kleiner Bruder. Da er schwerer war als der Zweisitzer, konnte der Plus 2 nicht genauso schnell sein, deshalb setzte Lotus ihm ab 1971 Big-Valve-Motoren und ab 1972 auch ein neues Fünfgang-Getriebe ein. 1974 wurde der Plus 2 vom Markt genommen und durch den größeren und teureren Elite der zweiten Generation ersetzt. Insgesamt waren immerhin 4798 Elan Plus 2 gebaut worden..
Lotus Elan Plus 2S Der Plus 2S (1969-1971) war besser ausgestattet als die Grundversion. Er war nur als Komplettversion, nicht als Bausatz lieferbar.
Lotus Elan Plus 2S 130 Der Plus 2S 130 (1971-1974) hatte einen Big-Valve-Motor mit 126 PS (nicht etwa 130 PS, wie man vermuten könnte).
Lotus Elan Plus 2S 130/5 Der Plus 2S 130/5 (1972-1974) hatte zusätzlich zu dem 126 PS-Motor ein Fünfgang-Getriebe. Er war 193 km/h schnell.
| "Die Gussformen und Maschinen für den Elan wurden an Kia verkauft und das Modell kam 1998 als Kia Sport erneut an den Markt." | |
|---|---|
| Lotus_Elan_1992.jpg | |
| Lotus Elan (1992) | |
| Hersteller: | Lotus |
| Karosserie: | Glasfiberaufbau (Cabrio) |
| Motor: | Vierzylinder-Reihe, dohc |
| Bohrung/Hub (mm): | 80 x 79 |
| Hubraum: | 1588 3 |
| Leistung: | 130 PS bzw. 165 PS mit Turbolader |
| Chassis: | Zentralrohrrahmen aus Stahl mit Hilfsrahmen |
| Aufhängung: | Einzelrad rundum mit Dreiecklenkern, Schraubenfedern und Drehstabilisator auf Subrahmen vorn; obere Querlenker, untere Dreiecklenker, Schraubenfedern und Drehstabilisator hinten |
| Kraftübertragung: | Fünfgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb |
| Höchstgeschwindigkeit: | 219 km/h |
Nach Colin Chapmans Tod war die Firma beinahe bankrott gegangen. Mitte der 80er-Jahre war man bereits wieder in großen Schwierigkeiten, bis 1986 schließlich General Motors die Firma Lotus übernahm. Das erste Elan-Projekt war 1982 der M90 mit Heckantrieb und Toyota-Motor, der jedoch 1985 zugunsten des ebenfalls mit Hilfe von Toyota konstruierten X100 fallen gelassen wurde. Nach der Übernahme durch GM fiel auch dieses Projekt unter den Tisch, stattdessen begann 1986 die Entwicklung des ganz neuen M100.
Der tatsächlich "neue Elan" war dann schließlich ein Auto mit Frontantrieb (zum ersten mal bei Lotus) und quer eingebautem 1,6-Liter-16-Ventiler von Isuzu mit Fünfgang-Getriebe. Man wählte diese Antriebseinheit auch aus naheliegenden Gründen, denn GM war auch Teilhaber bei Isuzu. Das neue Auto hatte nicht nur Frontantrieb, sondern auch einen neuen Hilfsrahmen für die Vorderradaufhängung, die somit von der Basis, also dem Zentralrohrrahmen und der mit Stahl verstärkten Bodengruppe isoliert war. Abgesehen von dieser neuartigen Konstruktion war die vordere Aufhängung wie üblich mit doppelten Dreiecklenkern ausgestattet, während an der Hinterachse das altbewährte Setup vom Excel inklusive der weit auseinander stehenden Lenker zum Zuge kam. Die Ingenieuere hatten in weiser Voraussicht Platz für einen möglichen Allradantrieb gelassen, der aber nie verwirklicht wurde.
Das Auto war kurz, breit, gedrungen und stämmig, mit einer riesigen Frontscheibe und einer engen zweisitzigen Karosse. Das Verdeck verschwand bei der Öffnung in einer entsprechenden Aushöhlung hinter den Sitzen. Das Auto wurde mit Einspritzmotor (130 PS) oder Turbolader (165 PS) angeboten. Die Prognose von Lotus, dass die meisten Exemplare gekauft würden, wurde schon bald durch die Verkaufszahlen bestätigt. Der Elan ließ sich gut beherrschen und bot viel Qualität fürs Geld, der SE kostete 1990 bei Verkaufsstart 20.325 Pfund – im Vergleich dazu zahlte man 26.400 Pfund für einen Excel. Die Fahrleistungen des Elan erhielten viel Lob, ein SE beschleunigte von 0-100 km/h in 6,5s und von 0-160 km/h in nur 17,5s. Lotus war voller Hoffnung, dass der Elan für eine erneute Expansion sorgen würde, und obwohl sich der Start des Fronttrieblers schleppend gestaltete, schien es, als ob es das Lotus-Emblem noch weit in die 90er-Jahre hineintragen würde, aber der Verkauf lief in den USA schlechter als erwartet und die Muttergesellschaft GM beendete daraufhin 1992 die Produktion.
Leistungen:
1995LotusEspritS4s 3049.jpg Anfangs hatte der Esprit nicht den erhofften Erfolg, doch wurde 1978 trotzdem eine zweite Serie (S2) vorgestellt. Anlässlich des Genfer Auto-Salons 1980 stellte Lotus eine Ausführung mit Ladermotor vor, den Turbo Esprit, der mit der 2,2-l-Ausführung des Sechzehnventilers Lotus 907 ausgerüstet war. Dieser Motor, der für den Sunbeam Lotus entwickelt worden war, konnte dank seines Turboladers Garett AI Research eine Höchstleistung von 210 PS erreichen. Im gleichen Jahr wurde ein weiterer Esprit, auch dieser mit 2,2-l-Motor, jedoch ohne Turbolader, vorgestellt. Er hieß S 2,2. Dieses Modell konnte von 0 auf 96 km/h in 6,7 Sekunden beschleunigen, die sportlichere Ausführung Turbo Esprit in nur 5,6 Sekunden. Ab 1996 gab es auch eine Ausführung mit 32 Ventilen und 354 PS aus dem 3.5l Biturbo V8 (Lotus-918-Motor). Der Lotus Esprit wurde bis 2003 gebaut. Seitdem ist der Lotus Elise/Exige das letzte verbliebene Modell.
Bekannt wurde der Lotus Esprit vor allem durch seine Rolle als James Bond Auto in den Filmen Der Spion, der mich liebte (1977), In tödlicher Mission (1981) und seinen Auftritten in Pretty Woman und Basic Instinct. Außerdem gab es in den frühen 90'er Jahren eine sehr erfolgreiche Computerspiel-Serie, die sich hauptsächlich um den Esprit (in späteren Teilen auch Elan und Elise) drehte, wodurch der Lotus Esprit noch einmal an Bekanntheitsgrad gewann.
| Lotus Elise | |
|---|---|
| Hersteller: | Lotus |
| Karosserie: | Kunsstoffaufbau |
| Motor: | Vierzylinder-Reihe |
| Bohrung/Hub (mm): | 80 x 89,3 |
| Hubraum: | 1796 3 |
| Aufhängung: | doppelte Dreiecklenker mit Schraubenfedern und Monotube-Dämpfern rundum; patentierte Streben aus extrudiertem Aluminium von Alusuisse |
Mit der Elise realisierte Lotus mehrere revolutionäre Ideen in nur drei Jahren Entwicklungszeit. Prinzipiell gründete er auf dem Leitsatz von Colin Chapman, ein Serienfahrzeug zu produzieren, das das Fahrverhalten eines Rennwagens erreichte, nicht indem es viel Leistung brachte, sondern weil es leicht und einfach gebaut war. Die Konstrukteure Jullian Thomson und Richard Rackham sahen sich dafür auf dem Motorradsektor um, wo das Leistungspotenzial der Fahrzeuge bekanntlich an ihre Grenzen getrieben wird. Das Chassis bestand aus stranggepressten Aluminumprofilen, die mit Klebstoff und Schrauben (Hersteller EJOT von Hydro-Raufoss in Dänemark hergestellt und dann nach Hethel für die Fertigung verschifft wurden) verbunden waren. Die Karosserie bestand aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und war mit dem Chassis verschraubt bzw. verklebt. Sie bestand aus zwei vorderen und hinteren Teilen und den Seitenteilen mit den Türen und dem quer in der Mitte eingebauten 1,8-Liter-Motor aus der Rover K-Serie. Das Styling basierte auf den Rennwagen der 60er-Jahre, die der Ingenieur Thomson als Goldene Zeiten des Rennsports bezeichnete. Der äußere Minimalismus der Elise verwies direkt auf den Rennsport, auch das Cockpit war von bezeichnender Spartanität. Ein Teil des ästhetischen Reizes lag in dem gegenüber des puren Aluminium-Chassis und der brillanten Glasfiber-Karosserie. Der italienische Bremsenspezialist Brembo stellte die Matrix-Bremsscheiben aus Silizium-Karbid her, die ursprünglich von Lanxide in den USA konzipiert worden waren.
Der Elise konnte ohne größere Veränderungen bei Rennen eingesetzt werden, sein Fahrverhalten war von Haus aus tadellos. Sie ließ sich in jeder Situation problemlos kontrollieren und reagierte prompt auf jede Bewegung des Fahrers. Die Aufhängung mit doppelten Dreieckslenkern (Eigenproduktion) besaß Schraubenfedern und Monotube-Dämpfer rundum und vorne einen Drehstabilisator, der anfangs nur eingesetzt wurde, damit das sonst zu leichte Auto etwas Gewicht auf die Räder bekam. Die Prototypen wurden ausgiebig getestet, ihre Bremsen und ihre Aufhängung waren auf den Teststrecken von Hethel, Nardo, dem Nürburgring und dem Stelvio-Pass auf Herz und Nieren geprüft worden. Besonderer Wert wurde auf die Einstellung der Dämpfer gelegt, hier arbeiteten die Lotus-Experten John Miles, Dave Minter und Steve Swift unter Führung des Projektleiters Tony Shute. Die ersten Modelle wurden 1996 an Kunden ausgeliefert. Ab 1998 gab es zusätzlich das Modell 111s, mit 145 PS starkem Rover K Motor mit VVC Ventilsteuerung. Weitere Sondermodelle waren der Sport 160 und die S190 mit stärkeren Varianten des Rover K Motors. Die Elise S1 wurde bis 2000 produziert und von der Elise S2 abgelöst.
Lotus Elise 111 (122 PS, 785 kg, gebaut bis 2005),
Lotus Elise 111S (158 PS, 881 kg, gebaut bis 2005)
Lotus Elise R oder 111R (192 PS, 930 kg)
Lotus Elise S mit einem Toyota Aggregat (136 PS, 860 kg)
Die Modelle 111 und 111s werden von einem Rover K 1,8 l 4 Zylindermotor angetrieben.
Die Lotus Elise 111R mit dem Toyota VVTL-I Motor aus dem Toyota Celica. Lotus Elise S mit einem Toyota Aggregat mit 136 PS.
Lotus Elise (S2) S: Neue Basis ab Juli 2006 Nach der Insolvenz von Rover brach Lotus der Motorenlieferant für das Basismodell der Elise weg. Als Ersatz für das K-Serie-Triebwerk kommt nun in der Elise S ein Toyota-Aggregat mit 136 PS zum Einsatz.
Der 1,8-Liter-Vierzylinder mit variabler Ventilsteuerung bringt es auf ein maximales Drehmoment von 172 Nm. Damit soll das 860 Kilogramm schwere S-Modell in 6,3 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindiglkeit von 205 km/h erreichen.
Ansonsten übernimmt das Basismodell alle technischen Features und Ausstattungen vom stärkeren 111 R-Modell, das künftig nur noch Elise R heißen wird. Auch die Optionsliste ist identisch mit dem größeren Modell.
Zu haben ist die Elise S ab Juli 2006 zu Preisen ab 35.400 Euro.
Der Lotus Elise (S2) bildet außerdem die Grundlage für den Opel Speedster.
In Genf stand jetzt auch der 935 kg schwere Exige S. Er leistet 221 PS und ist damit 30 PS stärker. Fahrbar ist der Exige S allerdings erst Ende April/Anfang Mai. Der Preis liegt bei 51.210 €.
Siehe Hauptartikel Lotus (Formel 1)
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