| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Lorsch.png | lorsch_hessen_karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Landkreis: | Bergstraße |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 93 m ü. NN |
| Fläche: | 25,24 km² |
| Einwohner: | 12.724 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 504 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 64647–64653 (alt: 6143) |
| Vorwahl: | 06251 |
| Kfz-Kennzeichen: | HP |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 31 016 |
| Stadtgliederung: | 1 Stadtteil |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kaiser-Wilhelm-Platz 1 64653 Lorsch |
| Website: | www.lorsch.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Klaus Jäger (parteilos) |
Lorsch ist eine Stadt im südhessischen Kreis Bergstraße (Deutschland). Bekannt ist Lorsch durch das zum Weltkulturerbe ernannte Kloster Lorsch.
Lorsch, das als "Das Tor zur Bergstraße" bezeichnet wird, liegt mehrere Kilometer westlich der eigentlichen Bergstraße. Es befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene nur etwas westlich des Odenwalds zwischen Darmstadt im Norden und Mannheim im Süden. Die Stadt liegt unweit westlich vom Unterlauf der Weschnitz.
Im Bürgerkrieg des Investiturstreits mussten große Besitzverluste an den Adel hingenommen werden. Im späten 12. Jahrhundert wurde mit der Aufzeichnung der alten Besitzurkunden versucht die Verwaltung zu reorganisieren (Lorscher Codex). Dennoch wurde Lorsch 1232 an das Erzbistum Mainz übergeben und durch Prämonstratenser neubesiedelt. Danach gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen Mainz und Pfalz als Inhaber der Vogtei. Von der karolingischen Benediktinerabtei, die in Teilen ergraben ist, hat sich die Torhalle (um 800) erhalten. Sie ist heute ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe.
Siehe auch: Lorscher Codex, Franken (Land), Rheinfranken, Kurmainz, Kurpfalz
Die Stadtverordnetenversammlung Lorsch zählt 37 Stadtverordnete. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 26. März 2006 wie folgt dar:
| CDU | : 16 Sitze | SPD | : 9 Sitze | PWL | : 5 Sitze | Grüne | : 5 Sitze | FDP | : 2 Sitz |
Der Magistrat besteht aus 7 Stadträten. Davon entfallen 3 Sitze auf die CDU, 2 Sitze auf die SPD und je ein Sitz auf die PWL und die Grünen.
Der Bürgermeister ist seit 1993 Klaus Jäger (parteilos). Er wurde am 7. Februar 1999 mit 85,2 % und am 13. Februar 2005 mit 70,6 % wiedergewählt.
Blasonierung: Das Wappen ist unter schwarzem Schildhaupt gespalten von Silber und Blau. Im Schildhaupt die stilisierte goldene Königshalle. Im Schildfuß, rechts in Silber ein rotes Kreuz und links in Blau ein linksgewendeter, neun Mal von Silber und Rot geteilter Löwe (Löwe von Hessen).
Bedeutung: Die Bedeutung der Königshalle, die 1991 UNESCO-Weltkulturerbe wurde, spiegelt sich im Wappen der Stadt wieder. Das rote Kreuz war das Wappen des ehemaligen Klosters und der Löwe zeigt die Zugehörigkeit zu Hessen.
Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Šternberk (Sternberg) im Kreis Olomoucký kraj, Tschechien. Dies kam durch die Patenschaft zu Vertriebenen aus den Gemeinden Jívová Giebau, (Pohorsch), (Weska) und Hraničné Petrovice Petersdorf zustande, die sich in Lorsch angesiedelt haben.
Durch die Gemarkung der Stadt führt die Bundesautobahn A 67 und die Bundesstraßen B 47 und B 460.
Der DB-Bahnhof von Lorsch liegt an der Linie zwischen Bensheim und Worms.
Lorsch liegt am hessischen Radfernweg R9, der von Worms über Bensheim nach Höchst im Odenwald führt.
In Lorsch gibt es zwei regionale Tageszeitungen, den Mannheimer Morgen als Bergsträßer Anzeiger mit der Regionalausgabe Lorsch/Einhausen sowie das weniger verbreitete Darmstädter Echo.