Lomé ist die Hauptstadt von
Togo und sowohl kulturelles als auch
Wirtschafts- und Handelszentrum des
afrikanischen Staates. Zudem ist die Stadt auch Hauptstadt der Region
Maritime.
Geographie
Die Stadt liegt am
Golf von Guinea an der 52 km langen Küste von Togo (siehe Karte). Der Standort am
Atlantischen Ozean ist bedeutend für die Wirtschaft Togos sowie seiner Nachbarländer.
Geschichte
Togo gehörte früher zum
Kolonialgebiet des
Deutschen Reiches.
1897 verlegte die deutsche
Kolonialverwaltung ihren Sitz nach Lomé, welches sich danach auch zum Handels- und Verkehrszentrum Togos entwickelte. Daher finden sich in der Altstadt noch Bauten aus der deutschen Kolonialzeit Togos, wie z.B. der
Gouverneurspalast oder die
neugotische Kathedrale.
Nach dem
Ersten Weltkrieg hat das Deutsche Reich Togo als Kolonie verloren. Togo wurde dann von
Frankreich und
Großbritannien übernommen und verwaltet. Togo ist nach der Unabhängigkeit
1960 kleiner geworden. Das sogenannte British-Togo (der Anteil Togos, der den Briten gehörte) gehört heute zu
Ghana.
Politik
Lomé ist das politische Zentrum Togos, da es die Hauptstadt ist. Der amtierende Bürgermeister von Lomé ist
Amousouvi Akakpo.
Staatliche Einrichtungen
Staatliche Einrichtungen wie z.B. die
Nationalbibliothek oder das
Nationalmuseum sind einige der staatlichen Einrichtungen in Lomé.
Wirtschaft und Verkehr
Lomé ist das wirtschaftliche Zentrum Togos. Über seinen Hafen laufen viele der Export- und Importgeschäfte ab. Auch für die umliegenden Binnenstaaten
Mali,
Burkina Faso und
Niger ist der Hafen von Lomé ein wichtiges Nadelöhr im Import- Exporthandel (
Freihafenzone).
Einige wichtige Arbeitgeber und Industriezweige im Stadtgebiet von Lomé sind das Stahlwerk, die Erdölraffinerie und ein Großkraftwerk.
Vom Hafen führen drei Bahnlinien ins Hinterland von Togo. Außerdem besitzt Lomé einen internationalen Flughafen.
Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien
Folgende Bildungszentren sind/waren in Lomé zu finden:
- Goethe-Institut (im April 2005 von vermutlich regierungsnahen Milizen angegriffen)
- Universität von Lomé (existiert seit 1970, 1965 als College gegründet)
- Fachschulen für Architektur und Verwaltung
- Ausbildungszentrum der Panafrikanischen Stiftung für wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bildung
- Technisch und Wirtschaft Gymnasium (Lycée technique de Lomé)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das Nationalmuseum und die Nationalbibliothek sind sehenswürdige Einrichtungen in Lomé.
Bauwerke
Sehr sehenswürdige Gebäude in Lomé sind der
Gouverneurspalast, die
neugotische Kathedrale, sowie die Altstadt und das monumentale Unabhängigkeitsdenkmal in der Innenstadt.
Village Artisanal
In der Innenstadt gelegen gibt es das Village Artisanal, in dem lokales Kunsthandwerk hergestellt und zum Verkauf angeboten wird.
Marché au Féticheurs
Etwas außerhalb gelegen gibt es einen "Voodoo-Markt" auf dem man Wunderheilmittel aller Art erstehen kann. Der Besuch lohnt sich schon wegen des exotischen Angebots von getrockneten Krokodilschädeln und Voodoo-Puppen. Man hat hier auch die Möglichkeit, einen Gris-Gris genannten Glücksbringer von einem Voodoo-Kundigen für sich weihen zu lassen.
Sonstiges
Lomé war Ort eines der wichtigsten Verträge zwischen der
EG (die heutige
EU) und den Staaten Afrikas, dem
Pazifik und der
Karibik (
AKP-Staaten), in dem finanzielle und allgemeine politische Zusammenarbeit auf einer Fünf-Jahres-Basis (später zehn Jahre) vereinbart wurde. Das
Lomé-Abkommen wurde nach seinem Unterzeichnungsort benannt,
Lomé.
Lome unterhält eine Partnerschaft mit der deutschen Stadt
Duisburg.
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
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