Lola rennt (1998) ist ein Film des deutschen Regisseurs und Filmproduzenten Tom Tykwer mit Franka Potente in der Hauptrolle der Lola. Der Film zeigt dreimal dieselbe Zeitspanne von zwanzig Minuten, jedesmal mit kleinen Detailunterschieden, die die Handlung jeweils zu einem völlig anderen Ausgang führen. Die meiste Zeit rennt Lola durch die Stadt.
Während sie stirbt, fängt der Film von vorne an: Er springt zurück zum Ende ihres Telefonats mit Manni, und sie versucht wieder, das Geld von ihrem Vater zu bekommen. Ein Detail ist allerdings anders und führt zu einem völlig anderen Handlungsverlauf, der damit endet, dass sie mit Waffengewalt die Bank ihres Vaters beraubt. Sie bringt Manni das Geld; er wird jedoch von einem Rettungswagen überfahren, als er die Straße überquert.
Der Film beginnt zum dritten Mal. Lola kommt zur Bank, sieht ihren Vater jedoch gerade wegfahren. Sie läuft durch die Stadt und bittet Gott um Hilfe. In einem Spielcasino setzt sie beim Roulette zweimal hintereinander auf die 20, gewinnt und läuft zu Manni. Der hat unterdessen sein Geld von dem Obdachlosen zurückbekommen, der es aus der U-Bahn mitgenommen hat. Die Situation ist gerettet. Der Film endet damit, dass Manni Lola fragt, ob sie gerannt ist und was sie in ihrer Tasche habe.
Den ganzen Film über stößt Lola mit Leuten zusammen, spricht kurz mit ihnen oder läuft einfach an ihnen vorbei, aber deren Leben ändert sich daraufhin grundsätzlich, was in einer Abfolge von Schnappschüssen kurz gezeigt wird (In einem Szenario gewinnt eine Frau im Lotto und wird reich, in einem anderen Szenario bleibt sie arm und Sozialarbeiter nehmen ihr ihr Kind weg). Der Film erzählt viel über Konsequenzen und gegenseitige Abhängigkeiten und scheint das Schicksal zu leugnen oder aber das Schicksal neu zu definieren als etwas Dehnbares, das durch jede individuelle Entscheidung eines Menschen verändert werden kann. Diese noch in einigen anderen Filmen kopierte Erzählstruktur geht wahrscheinlich zurück auf ‚Too many ways to be No.1‘, eine quasi-buddhistische Gangsterfilmparodie aus Hongkong aus dem Jahr 1997.
Weiterhin gab es diese Preise und Auszeichnungen:
Außerdem wurde der Film oft nominiert, u.a. für:
„Lola rennt“ war der deutsche Beitrag für die OSCAR-Nominierung 1999.
Filmtitel | Deutscher Film | Independentfilm | Filmtitel 1998
Lola běží o život | Run Lola Run | Lola rennt | Cours, Lola, cours ! | ראן לולה ראן | ラン・ローラ・ラン | Løp, Lola, løp! | Lola rennt | Беги, Лола, беги (фильм) | Spring Lola
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"Lola rennt".
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