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Loie Fuller, geborene Marie Louise Fuller (* 22. Januar 1862 in Fullersburg, Illinois; † 2. Januar 1928 in Paris)war eine amerikanische Burlesk-Schauspielerin, Sängerin, Serpentintänzerin und Erfinderin.
Als Schlangentänzerin tanzte sie erstmals in Rud Aronson's Casino Company hervor. Ihr Tanz war zunächst als Divertissement im zweiten Akt von Edmond Audrans Operette "Uncle Celestine" zu sehen.
Nach Aufführungen in Boston und Brooklyn kam die Produktion am 15. Februar 1892 nach New York ins Casino Theatre. Auf Anraten des Dirigenten Hugo Sohmers entschloss sie sich nach Paris zu gehen. Zuvor nahm sie ein Engagement im Berliner Wintergarten an. Erst in Paris gelang ihr der entscheidende Durchbruch. Am 5. Dezember 1892 gab sie in den Folies Bergère mit den Tänzen "La Serpentin", "La Violette", "Le Papillon" und "XXXX" (den sie später "La Danse Blanche" nannte) ihr sensationelles Debüt. Sie trat in den Folies Bergère bis 1899 auf.
1893 ließ sie sich ihr Kostüm und "Bühnenvorrichtungen zur Erzeugung von Illusionseffekten" in Frankreich und London patentieren. Mit ihren Inszenierungen begeisterte und inspirierte sie viele Künstler, u.a. Will Bradley, Jules Chéret, Maurice Denis, Thomas Theodor Heine, James McNeill Whistler und Henri de Toulouse-Lautrec, die sie in ihren Kunstwerken verewigten. Sie arbeitete als erste mit farbigen Lichtprojektionen und elektrischem Licht.
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Gabiel Pienré schrieb 1895 die Musik zu Fullers Interpretation der Salome, die am 4. März 1895 in der Comédie-Parisienne als lyrische Pantomime von Charles H. Meltzer und Armand Silvestre uraufgeführt wurde. Im gleichen Jahr entstanden die Tänze "La Nuit", "Le Firmament", "Le Lys du Bil" und "Le Feu", die sie 1896 während einer Amerika-Tournee auch in der Music-Hall von Serge Koster and Albert Bial vorstellte.
Weitere Tourneen führten sie nach Südeuropa und Südamerika. Der Architekt Henri Sauvage errichtete anlässlich der Pariser Weltausstellung 1900 für Fuller einen Theaterpavillon. Als Förderin von Isadora Duncan, Maud Allan, Sada Yacco und Hanako organsisierte sie zahlreiche Tournee-Aufführungen.
Ab 1902 trat sie auch mit einer Gruppe junger Tänzerinnen auf. Im März 1903 zeigte sie im National Arts Club zusammen mit ihrer privaten Sammlung Werke von Auguste Rodin. Im Jahr darauf schuf sie ihren "Radium Dance" mit fluoreszierenden Effekten. Die Musik zu Fullers zweiter Salome-Inszenierung von Robert d'Humières "La Tragédie de Salomé" von stammte von Florent Schmitt. Die Uraufführung fand am 9. November 1907 im Téâtre des Arts statt.
1908 erschien ihre Autobiographie "Quinze ans de ma vie". In der Folge schuf sie ihre Kompagnie zahlreiche Ballette u.a. zu Mozarts "Le Petits Riens, Debussys Nocturnes und Stravinskys "Le Dieu D'Artifice. "Le Lys de la vie" entstand nach einem Märchen der Königin Marie von Rumänien, das Loie Fuller auch verfilmte. Weiterhin arbeitete sie an den Filmen "Visions des rêves" und "Coppelius und der Sandmann" mit; der letztere blieb aber unvollendet.
Im Alter von nahezu 66 Jahren starb Loie Fuller am 2. Januar 1928 in Paris.
Wenn man bedenkt, daß sie nie eine Tanzausbildung oder ähnliches erfahren hatte, ist ihr Beitrag zur Bühnenreform um so bemerkenswerter. Dazu leistete sie auch mit ihren Erfindungen einen großen Beitrag auf der Bühne Anfang des 20. Jahrhunderts. Durch ihren abstrakten Tanz ebnete sie dem modernen Tanz den Weg.
Frau | US-Amerikaner | Schauspieler | Tänzer | Geboren 1862 | Gestorben 1928
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