Lohn-Ammannsegg ist eine politische Gemeinde im Bezirk Wasseramt des Kantons Solothurn in der Schweiz. Die Gemeinde entstand 1993 durch die Fusion der früher selbständigen Gemeinden Lohn und Ammannsegg.
Die Fläche des 4.5 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Molassehöhen des Bucheggberges. Die südliche Grenze verläuft meist entlang des kanalisierten Bibernbachs, der hier aus dem Bucheggberg in eine mehr als 1 km breite Talebene hinaustritt. Vom Bachlauf erstreckt sich der Gemeindeboden nordwärts über die flache Talniederung und den sanft geneigten Hang von Lohn-Ammannsegg bis auf die angrenzende Hochfläche mit dem Rütifeld (551 m ü. M.), dem Lohner Oberwald (mit 564 m ü. M. die höchste Erhebung von Lohn-Ammannsegg) und dem Oberholz (542 m ü. M.). Die Rodungsinsel Buechhof (535 m ü. M.) befindet sich bereits auf der nördlichen Seite der Hochfläche, die dem Aaretal zugewandt ist. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 20 % auf Siedlungen, 29 % auf Wald und Gehölze und 51 % auf Landwirtschaft.
Lohn-Ammannsegg besteht aus den beiden Ortsteilen:
Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Seit den 1960er Jahren haben sich verschiedene Unternehmen in Lohn-Ammannsegg niedergelassen. Gewerbe- und Industriezonen befinden sich beim Neuhüsli östlich der Bahnlinie sowie beim östlichen Dorfeingang von Ammannsegg. Heute sind in der Gemeinde Betriebe des Bau- und Transportgewerbes, der Elektrobranche, der Informationstechnologie, des Maschinenbaus, der Holz- und Nahrungsmittelverarbeitung sowie mechanische Werkstätten vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den Regionen Solothurn und Bern arbeiten.
Am 10. April 1916 wurde die Eisenbahnlinie der Regionalbahn Bern-Solothurn mit dem Bahnhof Lohn-Lüterkofen (zum Teil auf dem Gebiet von Bätterkinden) und der Haltestelle Ammannsegg in Betrieb genommen. Für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgen die Buslinie der BSU, die von Solothurn nach Bätterkinden verkehrt, die Postautokurse vom Bahnhof Lohn-Lüterkofen nach Messen und nach Schnottwil sowie der Rufbus Bucheggberg.
Die erste urkundliche Erwähnung von Lohn erfolgte 1264 unter dem Namen Lon, was vom althochdeutschen Wort loh (Hain) abgeleitet ist. Eventuell bezieht sich der von 1040 überlieferte Name Lanha ebenfalls auf Lohn. Ammannsegg wurde 1261 erstmals als Amalzeich genannt. Später erschienen die Schreibweisen Amelseich (1336), Ammelseich (1538) und Ammanseich (1742). Erst 1774 ging man zur Bezeichnung Ammansegg über. Dieser Ortsname bedeutete ursprünglich Eiche des Amalolt/Amanold.
Seit dem Mittelalter gehörten Lohn und Ammannsegg den Grafen von Kyburg-Burgdorf. Die niedere Gerichtsbarkeit lag jedoch beim Sankt-Ursen-Stift in Solothurn und ging 1347 an die Stadt Solothurn über. Als die Herrschaft Halten 1466 an Solothurn gelangte, wurden die beiden Dörfer der neuen Vogtei Kriegstetten und dem Gerichtsort Biberist zugeteilt. Die hohe Gerichtsbarkeit über Lohn und Ammannsegg hatte ab 1406 Bern inne, bevor sie ebenfalls an Solothurn kam.
Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörten Lohn und Ammannsegg während der Helvetik zum Distrikt Biberist und ab 1803 zum Bezirk Kriegstetten, der 1988 offiziell in Bezirk Wasseramt umbenannt wurde. Im 20. Jahrhundert arbeiteten die beiden Ortschaften auf verschiedenen Bereichen (Schulwesen, Friedhof, Zivilschutz) eng zusammen, was schliesslich am 1. Januar 1993 in der Fusion zur neuen Gemeinde Lohn-Ammannsegg resultierte.
Ort in der Schweiz Ort im Kanton Solothurn Schweizer Gemeinde
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