Lochfraßkorrosion (auch Lochkorrosion oder Lochfraß) bezeichnet kleinflächige, aber oft tiefe Korrosionen von Metall. Lochkorrosion tritt bei passivierten Metallen auf, die sich in einem chlorid- oder bromidhaligem Elektrolyten befinden.
Unter günstigen Umständen kann es zu einer sogenannten Repassivierung kommen: Das Chloridion wird wieder durch Sauerstoff verdrängt, die schützende Oxidschicht ist somit wieder "repariert".
Andernfalls schreitet die Lochkorrosion fort. Folgende Mechanismen fördern die Lochfraßkorrosion:
1. Ins "Loch" kommt weniger Sauerstoff, dadurch wird die Repassivierung behindert. Da der Sauerstoffgehalt außerhalb des Lochs wesentlich größer ist als im Loch, bildet sich außerdem ein Konzentrationselement
2. Das kleine Loch bildet die Anode, die Restliche Oberfläche die Kathode. Da die Korrosionsgeschwindigkeit durch die Größe der Kathode bestimmt wird, schreitet die Reaktion mit großer Geschwindigkeit voran.
3. Das gelöste Metall im Loch bildet z.B. mit Chloridionen Salze. Durch Hydrolyse entstehen Hydroniumionen. Dadurch wird der Elektrolyt im Loch sauer.
Stähle werden durch Legieren mit Chrom und Molybdän gegen Lochfraßkorrosion beständig gemacht.
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