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Als Locationscout, abgekürzt Lo-Sc., wird in der Regel die Person benannt, welche, meist im Auftrage einer Filmproduktion, bestimmte Drehorte (Villen, Wälder, Straßen, Steinbrüche, Kinderspielplätze etc.) ausfindig machen muss. D./d. Lo-Sc. ist in der Regel der Regieassistenz unterstellt (bei drehbuchbezogener Suche) oder der Aufnahmeleitung untergeordnet (bei budgetbezogener Suche). In Amerika werden LoSc.s meist äußerst gut bezahlt und sind ein eigenständiger hochangesehener Beruf. In Deutschland ist ein Lo-Sc. meist eher ein Film- Hilfsarbeiter, oft machen den Job auch Praktikanten.

Aufgaben

Die Aufgaben d./d. Lo-Sc.s sind in der Regel:

  • Suchen und Auffinden eines interessanten Ortes
  • Aufzeichnen und Fotografie der Besonderheiten, Überprüfung auf pot. Schwierigkeitsfaktoren
  • Prüfung und Einholung der Dreherlaubnis von etwaigen Besitzern, Ein- und Anwohnern, Behörden usw.
  • Dokumentation und Festlegung der Zufahrtswege, Notausgänge, Krankenhäuser, behördliche, juristische und persönliche Ansprechpartner am Drehort
  • Abklärung des Drehs mit Versicherung, Polizei, Feuerwehr, Technischen Hilfsdienst o. ä.
  • Übersicht und Einstellung der Blocker
  • Geordnete Übergabe des Drehortes nach Ende des Drehs

Drehbuchbezogene Suche

D./d. Lo-Sc. bekommt die Vorgaben über die Regie mitgeteilt und muss sich an die künstlerischen Vorgaben des Drehbuchs richten. Manchmal hat er/sie auch ein gewisses Mitsprache- oder Änderungsrecht wenn am Set z. B. technische oder organisatorische Widrig- oder Schwierigkeiten auftreten können oder könnten (z. B. Waldbrandgefahr durch Drehscheinwerfer, bei Wildtier- oder Unterwasserdrehs Probleme mit Versicherungen und/oder Tierschutz o. ä.). Aber zumeist hat er nicht die alleinige Entscheidungsbefugnis und muss seine Vorschläge mit Regie abgleichen und absegnen lassen. Diese Art von Suche ist eher bei künstlerisch anspruchsvolleren Filmen wie Kino- oder Dokumentarfilmen zu finden.

Produktionsbezogene Suche

D./d. Lo-Sc. bekommt die Vorgaben über die Produktion mitgeteilt und muss sich an die Vorgaben des Budgets richten. Die Suche ist dann meist von dem Standpunkt aus geleitet, welcher Drehort am wirtschaftlich günstigsten ist und das Budget am wenigsten belastet. Alle Entscheidungen d./d. Lo-Sc.s müssen mit der Buchhaltung besprochen und genehmigt werden. Diese Art von Drehortsuche ist eher bei künstlerisch anspruchsloseren Schnell- Produktionen wie TV- Serien und -shows verbreitet.

Unabhängige Suche

Diese Art ist vor Allem in den USA sehr verbreitet. Eigenständige Locationscouts suchen und sammeln auf eigene Faust interessante Drehorte und "makeln" mit ihnen. Es gibt sogar einen regelrechten "Drehortmarkt" mit auf bestimmte Drehorte spezialisierten Agenturen (für Unterwasserdrehs, Berglandschaften, Kriegsorte, Gefängnisse, Bordelle... etc.). Nicht selten sind diese sogar für die entsprechenede Komparserie mitzuständig.

Literatur

  • Roman: Hart am Rand von Ralph Gerstenberg, Grafit Verlag 2002, ISBN: 3894252642

Multimediainformationen

CD- ROM über Locationscouting in Mecklenburg- Vorpommern

Weblinks

Freie Berufe | Filmberuf

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Locationscout".

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