Tram stop Am Klinikum - Jena - Lobeda, Germany - December 2003.JPG Lobeda ist ein Sammelbegriff für die drei Stadtteile Lobeda-Altstadt (auch Alt-Lobeda), Lobeda-Ost und Lobeda-West von Jena. Die beiden letzteren werden auch unter dem Begriff Neulobeda zusammengefasst. Der Stadtteil liegt ca. 8 Kilometer südlich der Jenaer Innenstadt.
Hervorgegangen aus der 1284 mit Stadtrecht versehenen Siedlung Lobeda entwickelte sich der Ort zu einer mittleren Stadt, die allerdings immer mehr in den Schatten der Stadt Jena rückte. Lobeda erhielt das Stadtrecht vor Jena. Anfang des 20. Jahrhunderts kam es dann zur Eingemeindung zu Jena. Auf dem Gebiet der Gemarkung Lobeda befinden sich neben der Altstadt noch die verschwundenen Orte Seltzdorf und Hirschdorf.
Erwähnenswert ist, daß bis Anfang der 60er Jahre schon eine Straßenbahnlinie (über Winzerla/Burgau) existierte. Die Endhaltestelle befand sich ungefähr auf Höhe des Gasthauses "Goldener Löwe".
Neulobeda, und damit die beiden Stadtteile Lobeda-Ost und Lobeda-West, ist mit seinen 22.000 Einwohnern der größte Stadtteil Jenas. Lobeda-Ost liegt zwischen der Stadtgrenze im Süd-Westen, der Schnellstraße, der Autobahn und Altlobeda im Norden und Lobeda-West zwischen Autobahn, Schnellstraße, Saale und Burgau.
Neulobeda wurde 1966 gegründet. Hier entstanden mehrere Plattenbauten. In dem Stadtgebiet waren hauptsächlich Mitarbeiter des Kombinats Carl-Zeiss angesiedelt, Neulobeda war damals als "sehr gute Wohnlage" bekannt.
Im Zentrum von Lobeda-Altstadt, der ehemaligen Stadt, befindet sich eine evangelische Kirche „St. Peter“ und das katholische Gemeindehaus „Franziskushaus“, welches an die katholische Gemeinde St. Johannes Baptist Jena angegliedert ist. Bis zur Reformation war Lobeda Sitz eines Dekanates, welches das komplette Gebiet östlich von Jena bis in die Gegend von Eisenberg umfasste. Hervorgegangen ist dieses Dekanat aus einer Urpfarrei. Nach 1525 wurde die evangelische Pfarrei Lobeda mit den Filialen Drackendorf/Ilmnitz, Zöllnitz, Rutha/Sulza und Wöllnitz gebildet. Erst Ende des 16. Jahrhunderts wurden Zöllnitz und Drackendorf eigenständige Pfarreien.
In Lobeda-Ost gibt es eine Außenstelle der Missionarinnen Christi.
In Lobeda-Ost ist u.a. das Otto-Schott-Gymnasium (Lobeda-Ost) angesiedelt. Weiterhin existieren die "Janis"-Förderschule, zwei Regel- (Lobeda-Ost, Lobeda-West) sowie verschiedene Grundschulen. In Lobeda-Altstadt ist überdies eine Europaschule angesiedelt.
Lobeda-Altstadt ist mit der Straßenbahn (Linien 3, 4, 5, 31, 35) sowie verschiedenen (Überland-) Buslinien rund um die Uhr erreichbar, wobei die Taktfrequenz pro Richtung zwischen ca. 3 und 30 Minuten (2-Uhr-Stunde) liegen kann. Lobeda-Ost ist mit den Linien 3, 5, 31 und 35 sowie Lobeda-West mit den Linien 3, 4, 31 und 35 ebenfalls 24 Stunden am Tag erreichbar. Mit dem Zug sind die Lobedaer Ortsteile über den Bahnhof Göschwitz (Saale) -KBS 559, 560, 565 mit RE, RB- zu Fuß erreichbar (je nach Lage ca. 6-20 Minuten). Überdies kann Lobeda auch über den Haltepunkt Jena Paradies -KBS 559, 560/ICE, IC, EN, RB- sowie die Bahnhöfe Jena West -KBS 565/RE, RB- und den Saalbahnhof -KBS 559, 560/RB- mit Straßenbahn (und teilweise Bus) erreicht werden. Es bestehen Pläne, die Straßenbahn von der heutigen Endhaltestelle Lobeda-West zum Bahnhof Göschwitz zu verlängern.
Haltestellen im Bereich Lobeda:
Lobeda-Altstadt liegt an der Schnellstraße, die die Anschlussstelle Jena-Lobeda an der A4 und das Stadtzentrum von Jena verbindet. Der Stadtteil ist über die Ausfahrt Burgau und durch Lobeda-Ost erreichbar.
Unter dem Titel „Klinikum 2000“ wurde die Universitätsklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Lobeda-Ost angesiedelt.
Im Bereich Lobeda-Süd befindet sich ein Gewerbe- und Einkaufsgebiet.