| Wappen
| Karte
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| Basisdaten
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| Staat: | Slowenien
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| Region: | Krain
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| Oberfläche: | 275 km2
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| Einwohner: | 265.881 (2002)
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| Postleitzahl: | 1000
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| Offizielle Webseite: | http://www.ljubljana.si
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Ljubljana * (
deutsch Laibach) ist Hauptstadt und mit 257.338 Einwohnern (2002) gleichzeitig größte Stadt
Sloweniens. Sie liegt an den Flüssen
Save und
Ljubljanica (
Laibach) im
Laibacher Becken.
In Österreich (vor allem in Kärnten und der Steiermark) wird die Bezeichnung Laibach verwendet, in Deutschland und in der Schweiz hat sich hingegen vorwiegend Ljubljana durchgesetzt. Das deutsche Auswärtige Amt verwendet wiederum die Bezeichnung Laibach. Da es sich bei "Laibach" um die deutsche und zudem die historische Bezeichnung der Stadt handelt, sollte in deutschen Texten grundsätzlich nur die Bezeichnung Laibach verwendet werden.
Es gibt drei verschiedene Wege, die Herkunft des Namens zu erklären. Entweder kommt der Name von ljubljena („geliebt“), oder vom lateinischen Flussnamen aluviana, der Name dürfte jedoch schlicht von dem Fluß Laibach (die Endsilbe ach kommt in vielen süddeutschen Flußnamen, z.B. Salzach vor und bedeutet schlicht Wasser, althochdeutsch aha für Wasser) an dem die Stadt liegt, abgeleitet
sein.
Laibach ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Sloweniens und Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs. Seit 1595 existiert in Ljubljana die Universität Ljubljana.
Geschichte
Das von den Römern gegründete Emona (
Colonia Emona * Iulia tribu Claudia) befand sich zwar an der Stelle des heutigen Laibachs, ging jedoch in der Völkerwanderung unter und ist daher nur als Vorgängersiedlung Laibachs anzusehen. Laibach wurde im Zuge der Ostkolonisation von bayerischen Deutschen gegründet. Seit dem Hochmittelalter war sie Hauptstadt des zum Deutschen Reich gehörenden Herzogtums
Krain.
1276 kam die Stadt zusammen mit dem Herzogtum an die
Habsburger,
1461 wurde sie
Bischofssitz. Unter
Napoléon Bonaparte war sie von
1809 bis
1813 Hauptstadt der
Illyrischen Provinzen Frankreichs. Die Bevölkerung bestand ab dem Hochmittelalter vor allem aus Deutschen. Nach
1848 fungierte sie als kultureller Mittelpunkt der slowenischen Nationalisten. Von den slowenischen Nationalisten wurde die heutige slowenischen Namensform erfunden, um einen eigenen slawischen Namen für Stadt zu haben. Die ist vergleichbar mit
der Schaffung der slowenischen Namensform Maribor für Marburg an der Drau.
1880 (Volkszählung) waren die 5.658 Deutschen (23% der Bevölkerung) bereits eine Minderheit. Von 1918 bis
1991 gehörte Ljubljana zu
Jugoslawien (unterbrochen nur von einer kurzen Zugehörigkeit zu
Italien während des
Zweiten Weltkrieges). Die Laibacher Deutschen wurden ebenso wie die
übrigen Deutschen Sloweniens während der Tito-Diktatur vertrieben. Zahlreiche Deutsche wurden ermordet.
Siehe auch: Liste der Bischöfe von Laibach
Laibach in Daten
- 2000 v. Chr.: Früheste Seebehausungen in den Sümpfen von Ljubljana
- 1000-700 v.Chr.: Erste illyrische und venetische Siedlungen
- 400 v. Chr.: Periode der Kelten
- 1. Jahrhundert v. Chr.: Eine militärische Festung wird von den Römern an der Stelle des heutigen Ljubljana errichtet
- 14: Errichtung der röm. Siedlung Emona
- 600: Ankunft der Slawen, gefolgt von einem Niedergang Emonas
- 800: Das Gebiet von Laibach fällt unter die Herrschaft der Franken
- 1112-1125 Entstehungszeit der ersten schriftlichen Aufzeichnungen von Laibach
- 1243: Entstehungszeit der ersten schriftlichen Aufzeichnungen von Laibach als Stadt
- 1270: Laibach wird erobert vom böhmischen König Premysl Ottokar II.
- 1278: Laibach geht nach dem Fall des Königs Ottokar II. in den Besitz der Habsburger über
- 1335: Laibach wird unter den Habsburgern die Hauptstadt der Provinz Krain
- 1415: Laibach widersteht einer türkischen Invasion
- 1461: Gründung der Diözese Laibach und die Kirche St. Nikolaus wird zur Kathedrale
- 1504: Wahl des ersten Bürgermeisters
- 1511: Laibach erlebt sein erstes, großes Erdbeben
- 1536: Protestanten errichten eine professionelle Lateinschule im Range eines Gymnasiums
- 1597: Ankunft der Jesuiten, welche 2 Jahre später ihr eigenes Gymnasium errichten
- 1693: Gründung der Academia Operosum, einer Vereinigung der angesehensten Gelehrten
- 1701: Gründung der Academia Philharmonicorum
- 1773-1781: Bau des Gruber-Kanals (Gruberjev kanal) und des Gruber-Palasts (Gruberjeva palača)
- 1754: Die Bevölkerungszahl liegt bei 9.300 Einwohnern
- 1797: Herausgabe der ersten Tageszeitung von Slowenien
- 1809-1813: Laibach wird die Hauptstadt der Illyrischen Provinzen
- 1821: Laibach erlebt den Kongress der Heiligen Allianz
- 1849: Bau der Eisenbahnverbindung Laibach - Wien
- 1857: Bau der Eisenbahnverbindung Laibach - Triest
- 1861: Einführung der öffentlichen Gasbeleuchtung
- 1890: Bau der öffentlichen Wasserversorgung
- 1895: Nach einem verheerendem Erdbeben verpflichtet sich Laibach zu einem modernen Aussehen
- 1898: Einführung der öffentlichen elektrischen Beleuchtung
- 1901: Einführung von Straßenbahnen in den Straßen Laibachs
- 1918: Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen
- 1919: Gründung der Universität von Laibach
- 1941: Beginn der italienischen Okkupation und Umbenennung der Stadt in Lubina.
- 1942: Laibach ist umgeben von einem Stacheldrahtzaum
- 1943: Beginn der deutschen Okkupation
- 1945: Besetzung Laibachs durch das kommunistische Jugoslawien, Hauptstadt der Volksrepublik Slowenien in der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien
- 1958: Der erste slowenische Fernsehsender startet mit regelmäßigen Übertragungen
- 1991: Laibach feiert Sloweniens Unabhängigkeit
- 2002: Gipfeltreffen Bush/Putin in Laibach
- 2004: Slowenien tritt der EU bei
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Stadt ist berühmt für ihre von
Jože Plečnik geplanten Architekturdenkmäler sowie für ihre gut erhaltene Innenstadt, darunter:
- Burg
- Altstadt (unter Denkmalschutz)
- Rathaus
- Franziskanerkirche am Prešerenplatz (Prešernov trg, benannt nach France Prešeren)
- der Dom (stolnica) nach Plänen des römischen Jesuiten Andrea Pozzo
- erzbischöfliches Palais
- Bauten von Jože Plečnik, wie die Drei Brücken (Tromostovje), NUK - die slowenische Nationalbibliothek ,der Friedhof Žale, Kreuzlinge (Križanke).
Ljubljana wirkt einerseits wie eine österreichische Kleinstadt, hat aber durch seine Altstadt, die vielen Cafés am Fluss und das warme Klima ein gewisses italienisches Flair. Im Sommer finden verschiedene Musikveranstaltungen (Festival) in der Altstadt und auf der Burg statt und Ljubljana wird von Touristen aus aller Welt bevölkert.
Metelkova ist das Zentrum der alternativen Kulturszene. Auf dem ehemaligen Kasernengelände leben diverse Künstler und finden Ausstellungen, Partys und andere Veranstaltungen statt. Die seit 1993 andauernde „Besetzung“ des Geländes wird von der Stadt Laibach geduldet.
Stadtteile von Laibach
Nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge eine Liste der Stadtteile von Laibach, in Klammern der jeweilige deutsche Name.
Bizovik (Wisowik)
Breg (Breg)
Črnuče (Tschernutsch)
Dobrunje (Dobruine)
Fužine (Kaltenbrunn)
Glinice (Gleinitz)
Guncle (Gunzle)
Hrušica (Birnbaum)
Ježica (Jeschitzach)
Kašelj (Kaschel)
Moste (Brücken)
Nadgorica (Nadgoritz)
Podgorica (Podgoritz)
Poljane (Pollan)
Polje (Feld)
Rakovnik (Steinbüchel)
Rožna Dolina (Blumenthal)
Rudnik (Rudnick)
Slape (Slape)
Sostro (Osterberg)
Studenec (Brunndorf)
Šentjakob (St. Jakob)
Šentvid (St.Veit)
Šiška (Schischka)
Šmarna gora (Gallenberg, Kahlenberg)
Šmartno ob Savi (St. Martin an der Sau)
Šmartno pod Šmarno goro
St.Martin unter Gallenberg, St.Martin unter Kahlenberg
Štepanja vas // Stephansdorf
Tacen // Tatzen
Vevče // Josephsthal
Vič // Weitsch
Vižmarje // Schrottenthurn
Zadobrova // Sadobrowa
Zalog // Kaltenborn
Politik
Städtepartnerschaften
Ljubljana unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Laibach hat eine wichtige Funktion als internationaler Verkehrsknotenpunkt südlich der
Alpen für die Verkehrsströme zwischen
Italien und
Ungarn sowie von
Österreich nach
Kroatien (Beginn des so genannten
Autoput). Es gibt einen Autobahnring sowie vier weitgehend fertiggestellte Autobahnen (Richtung
Jesenice /
Karawankentunnel,
Koper,
Maribor und
Zagreb).
Der internationale Flughafen liegt bei Brnik.
Laibach liegt an der zweigleisigen Hauptbahn Maribor - Triest (ursprünglich Bestandteil der Österreichischen Südbahn), eine eingleisige Hauptstrecke führt über Jesenice (Karawankentunnel: Grenzübergang mit Österreich) nach Villach. Beide Strecken sind elektrifiziert. Außerdem gibt es eine nicht elektrifizierte Nebenstrecke nach Kamnik.
Der städtische Nahverkehr wird ausschließlich mit Omnibussen abgewickelt, im Volksmund "Trola" genannt, da es in den sechziger Jahren O-Busse (Trolleybusse) gab. Die ab 1901 errichtete Straßenbahn (Tramvaj) wurde 1961 eingestellt.
Auf Grund zunehmender Verkehrsprobleme (Staus, Parkraummangel) ist die Wiedereinführung eines schienengebundenen Nahverkehrssystems (Stadtbahn) geplant, jedoch wurden die diesbezüglichen Pläne bisher nicht realisiert.
Der Fahrradverkehr ist im Sommer bedeutend, jedoch durch die Verkehrsplanung stark reglementiert (Fahrradverbot auf zahlreichen Hauptstraßen).
Sport
Söhne und Töchter der Stadt
- Alexander Graf von Auersperg, österreichischer Dichter und Politiker
- Anton Azbé, österreichischer Maler slowenischer Herkunft
- Eduard Baar-Baarenfels, österreichischer Heimwehrführer und Politiker
- Andrej Bajuk, slowenischer Politiker
- Bruno Brehm, österreichischer Schriftsteller sudetendeutscher Herkunft
- Brigita Bukovec, slowenische Leichtathletin und Olympionikin
- Philipp von Cobenzl, österreichischer Staatsmann
- Jernej Damjan, slowenischer Skispringer
- August von Hallerstein, deutscher Missionar
- Urška Hrovat, slowenische Skirennläuferin
- Edvard Kardelj, jugoslawischer Politiker
- Lovrenc Košir, Erfinder der Briefmarke
- Marijan Lipovšek, Komponist
- Ernst Moro, Professor für Kinderheilkunde
- Odo Neustädter-Stürmer, österreichischer Politiker und Chefideologe der Heimwehr
- Janez Baptist Novak, Komponist
- Fritz Pregl, österreichischer Chemiker
- Veronika Šarec, slowenische Skirennläuferin
- Georg von Slatkonia, katholischer Bischof von Wien
- Mateja Svet, slowenische Skirennläuferin
- Johann Weichard Valvasor, slowenischer Topograph und Historiker
- Milan Vidmar, Professor der Elektrotechnik und Schach-Großmeister`
- Paul Wiener, Theologe, erster ev. Bischof von Siebenbürgen (1553-54)
- Constantin von Wurzbach, österreichischer Bibliothekar, Lexikograph und Schriftsteller
- Konrad Zindler, österreichischer Mathematiker
- Slavoj Žižek, Psychoanalytiker, Philosoph
Weblinks
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