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Tectonic plates de.png | Plate tectonics map.gif Die Lithosphäre (feste Gesteinshülle, von griechisch λίθος líthos „Stein“ und σφαίρα sfära „Kugel“) umfasst die Erdkruste und den lithosphärischen Mantel, der die äußerste Zone des oberen Erdmantels bildet. Die Mächtigkeit der Lithosphäre kann von wenigen Kilometern bei mittelozeanischen Rücken bis über 200 km bei alten kontinentalen Schilden variieren, und beträgt im Mittel etwa 100 km. Sie besteht aus sieben großen Lithosphärenplatten: der pazifischen, antarktischen, nord- und südamerikanischen, afrikanischen, eurasischen und indisch-australische Platte. Daneben gibt es noch etliche kleinere Platten, wie zum Beispiel die Karibische Platte, Cocosplatte, Nazcaplatte, Somaliplatte, Arabische Platte und Philippinische Platte, über deren Zusammenhang jedoch unterschiedliche Angaben vorliegen.

Dynamik


Diese recht spröden Platten "schwimmen" auf der vergleichsweise duktilen Asthenosphäre (Isostasie) und befinden sich in ständiger Bewegung, die nach heutigem Wissensstand durch thermische Konvektionsströmungen im Erdmantel verursacht wird und Geschwindigkeiten von 1 bis 20 Zentimeter pro Jahr erreicht.

Die Dynamik, Bewegung und Ausbildung dieser Platten wird durch die Plattentektonik beschrieben. Diese Bewegungen führen

  • bei konvergierenden (zueinanderdriftenden) Platten zum
    • Hinabgleiten der schweren ozeanischen Lithosphäre unter die kontinentale (Subduktion), wodurch Tiefseerinnen und Gebirgszüge entstehen (Bsp: Japanische Inseln und Japangraben, Anden und Peru- bzw. Atacamagraben).
    • Hebung riesiger Faltengebirge durch Kollision zweier Kontinentalplatten (Bsp: Himalaya, Alpen). Hierbei wird häufig bei einer der beiden beteiligten Platten die Kruste vom lithosphärischen Mantel abgetrennt (Delamination).
  • bei divergierenden (auseinanderdriftenden) Platten zu Spalten in den Ozeanen, die durch aufsteigendes und sofort erstarrendes Magma gefüllt werden und dabei entlang der mittelozeanischen Rücken ständig neue ozeanische Kruste bilden (Ozeanbodenspreizung). Unterwassergeysire produzieren dabei am Ozeanboden große Mengen an Gasen und heißen mineralische Lösungen, wodurch in diesen Gebieten schwarz oder weiß „rauchende“ Türme, so genannte Black Smoker oder White Smoker, entstehen (siehe Lost City).
  • bei Platten mit Relativbewegungen zueinander kommt es zu Verschiebungen bzw. gegenseitigen Verzahnungen der Platten und dadurch in der Folge oft zu starken Erdbeben. Beispiele für solche Transformstörungen sind an den mittelozeanischen Rücken zu finden.

Alle diese Gebiete sind in unterschiedlichem Ausmaß durch Erdbeben und Vulkanismus gekennzeichnet.

Siehe auch:


Geowissenschaft | Erde | Geophysik

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