Literaturkritik macht es sich zur Aufgabe, Werke der Literatur zu lesen und zu kritisieren. Dabei kann es um Rezensionen neu erscheinender Werke, aber auch um kritische Betrachtungen von Werken bereits älteren Datums gehen. Literaturkritikerinnen und Literaturkritiker sehen sich häufig als im Dienst des Publikums und/oder der Literatur stehend und bewerten die Werke im Hinblick auf implizite oder explizite Kriterien. Die im Deutschen übliche Trennung zwischen Literaturkritik und Literaturwissenschaft ist in den angelsächsischen Ländern weniger ausgeprägt, da der Begriff literary criticism beides umfasst.
Einer der einflußreichsten deutschen Literaturkritiker des 20. und 21. Jahrhunderts ist Marcel Reich-Ranicki. Zusammen mit bekannten Mitarbeitern übte er jahrelang Literaturkritik in der Fernsehsendung "Das literarische Quartett". Seit Abschluss dieser Serie wird Elke Heidenreichs neues Programm "Lesen!" erfolgreich ausgestrahlt, das allerdings erklärtermaßen nicht als literaturkritische Sendung konzipiert wurde.
Die Wirkung der im Fernsehen ausgestrahlten Literaturkritik ist groß und kann über die Erfolgschancen oder auch den Misserfolg eines Buchs entscheiden.
Die im Fernsehen ausgeübte Literaturkritik (aber nicht nur sie) wurde als Teil der Kulturindustrie kritisiert.
Siehe auch: Opus summum
Литературна критика | Literary criticism | 文芸評論 | Krytyka literacka
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