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Dieser Artikel enthält eine Liste der Auslandsinterventionen der Vereinigten Staaten, in denen das amerikanische Militär außerhalb des Staatengebietes eingesetzt wurde.

19. Jahrhundert


  • 1853: Japan. - Commodore Perry erzwingt mit militärischer Gewalt(androhung) die Öffnung der japanischen Häfen.

  • 9. - 15. Juli 1854: Nicaragua. - Zerstörung von San Juan del Norte als Vergeltung einer Beleidigung des amerikanischen Botschafters.

  • 1898: Kuba: - Beteiligung am kubanischen Befreiungskampf gegen die spanische Kolonisation. Die USA entfesseln den spanisch-amerikanischen Krieg und unterstellen Kuba nach der spanischen Niederlage ihrer militärischen Verwaltung.

  • 12. Juni 1898: Philippinen. - Mit Hilfe der Vereinigten Staaten, die sich mit Spanien im Krieg befinden, lösen sich die Philippinen von Spanien und erklären sich für unabhängig. Im Philippinisch-Amerikanischen Krieg werden sie von den Vereinigten Staaten entgegen ursprünglichen Versprechungen unterworfen, die nun ihrerseits ein kolonialistisches Regime errichten. Bei der Unterdrückung diverser Unruhen sterben zahlreiche Menschen.

  • 12. August 1898: Hawaii. - Annexion des bis dahin unabhängigen pazifischen Königreiches. Die Inselgruppe wird 1959 der fünfzigste amerikanischen Bundesstaat.

  • 10. Dezember 1898: Puerto Rico. - Nach dem amerikanisch-spanischen Krieg wird die Insel aufgrund der Niederlage Spaniens von den Vereinigten Staaten annektiert.

20. Jahrhundert


  • 3. November 1903: Panama: - Um sich die Kontrollrechte über den geplanten Kanalbau zu sichern, unterstützen die Vereinigten Staatens die Abspaltung Panamás von Kolumbien. Panamá wird eigenständige Republik, gerät gleichzeitig aber in die völlige wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Der 1914 fertig gestellte und 1920 offiziell in Betrieb genommene Panama-Kanal wird amerikanisches Hoheitsgebiet, womit die junge Republik in zwei voneinander getrennte Hälften gespalten wird.

  • 1909: Nicaragua - Amerikanische Streitkräfte greifen in innenpolitische Auseinandersetzungen des Landes ein.

  • 1911-1925: Honduras - Verschiedene Interventionen sichern die Monopolstellung der in amerikanischem Besitz befindlichen Bananenindustrie. Das Land gerät in völlige wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten.

  • 1912: US-Militärintervention auf Kuba.

  • 1912-1925: Nicaragua wird der amerikanischen Finanz- und Militärkontrolle der unterstellt.

  • 1915-1934: Haiti - Besetzung der Karibik-Republik. Verwaltung des Landes wie ein Protektorat. Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen bleibt die amerikanische Finanzhoheit bestehen (bis 1947).

  • 1940: In Kuba verhelfen die Vereinigten Staaten dem Oberbefehlshaber der Armee, General Fulgencio Batista Zaldívar (1901-1973) an die Macht, der das Land vollständig den amerikanischen Interessen preisgibt. Die Batista-Diktatur fällt 1959 mit der Revolution Fidel Castros (*1926).

  • 1947: Griechenland - Die Vereinigten Staaten leisten zur Abwehr des Kommunismus logistische, technische und finanzielle Unterstützung.

  • ab 1948: Die Vereinigten Staaten leisten Israel fortwährend finanzielle und militärische Hilfe in der Auseinandersetzung mit den arabischen Nachbarn. Israel wird zum wichtigsten amerikanischen Verbündeten in Nahost.

  • 1953 (August): Iran - Die CIA beteiligt sich maßgeblich am Sturz des beim Schah und den Militärs in Ungnade gefallenen nationalistischen Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh (1881-1967). In der Folge wird das Regime von Schah Mohammad Reza Pahlavi (1919-1980; reg. 1941-1979) zum wichtigsten amerikanischen Verbündeten im Mittleren Osten.

  • 1954: Guatemala - Die CIA organisiert eine Söldnerinvasion gegen Guatemalas Präsidenten Jacobo Arbenz Guzmán (1913-1971), der eine durchgreifende Landreform einführen und den Grundbesitz der United Fruit Company verstaatlichen wollte. In einem Rechtsputsch wird Arbenz mit amerikanischer Billigung und Unterstützung gestürzt. In den folgenden drei Jahrzehnten herrschen Militärterror und Bürgerkrieg, dem über 140.000 Menschen zum Opfer fallen. Der Bürgerkrieg endet am 30. Dezember 1996 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandvertrages.

  • 1958 (Juli-Oktober): Libanon - Die Vereinigten Staaten greifen auf Ersuchen des christlichen Staatspräsidenten Camille Chamoun (1900-1987) in den Bürgerkrieg ein.

  • ab 1959: Kuba - Die Vereinigten Staaten finanzieren und unterstützen von ihrem Territorium aus operierende Guerillabewegungen zum Sturz der Regierung von Ministerpräsident Fidel Castro in Kuba.

  • 1961 (17. April). Kuba - Eine von den Vereinigten Staaten ausgebildete und ausgerüstete Guerillagruppe scheitert bei der Invasion in der Schweinebucht auf Kuba. Die Operation wird durch die amerikanische Bombardierung kubanischer Luftabwehrstellungen vorbereitet.

  • 1962 (Februar): Die Vereinigten Staaten verhängen ein totales Handelsembargo gegen Kuba (partiell schon 1960). Während der so genannten Kuba-Krise (Oktober/November) wird die Insel mit einer totalen Blockade belegt.

  • 1963: Dominikanische Republik - Nach dem Sturz der Trujillo-Diktatur (1961) gewinnt in ersten freien Wahlen der Linkspolitiker Juan Bosch (1909-2001) die Präsidentenwahlen, wird aber schon sieben Monate nach seinem Amtsantritt von rechtsgerichteten Militärs und unter direkter Beteiligung des CIA gestürzt.

  • 1964 (Mai): Laos - Flugzeuge und Bodentruppen (etwa 10.000 Mann) starten Angriffe auf die Gebiete des Pathet Lao. Nach jahrelangen Kämpfen zeichnet sich jedoch keine militärische Lösung ab und die amerikanischen Interventionstruppen verlassen das Land (März 1970).

  • 1964 (Juli): Auf amerikanischer Veranlassung wird Kuba aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgeschlossen. Alle Staaten (außer Mexiko) brechen die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Kuba ab (Beendigung der Sanktionen im Jahre 1975).

  • 1964 (31. März): Brasilien - Mit logistischer Unterstützung durch die CIA wird der linksgerichtete Präsident João Goulart (1918-1976) gestürzt. Es erfolgt die Errichtung einer von den Vereinigten Staaten favorisierten rechten Militärdiktatur, die bis 1982 das Land beherrscht.

  • 1964-1975: Vietnam - Die Vereinigten Staaten engagieren sich massiv im Vietnamkrieg, der durch das amerikanische Eingreifen verheerende Ausmaße annimmt. Auf dem Höhepunkt des Krieges sind rund 550.000 amerikanische Soldaten im Einsatz. Diese wenden ihre ganze technologisch überlegene militärische Schlagkraft auf (u.a. ausgedehnte Flächenbombardements, Einsatz von chemischen Waffen und Napalm), verlieren den Krieg aber dennoch gegen einen technisch unterlegenen, doch zu allem entschlossenen und hochgradig motivierten Gegner. Die Vereinigten Staaten beschließen 1973 die Vietnamisierung des Krieges, ziehen ihre Verbände ab, leisten ihren südvietnamesischen Verbündeten aber weiterhin militärische Hilfe. Der Vietnamkrieg (mit insgesamt etwa 4 Millionen Toten) endet mit der Einnahme Saigons durch die kommunistischen Viet-cong am 30. April 1975.

  • 1965 (Mai): Kambodscha - Die Vereinigten Staaten bombardieren Grenzdörfer entlang der vietnamesischen Grenze. Das Land wird dadurch in den Vietnam-Krieg involviert.

  • 1965 (April-September): Dominikanische Republik - Nach dem Sturz des linksgerichteten Präsidenten Juan Bosch (1963) und der Installation einer mit amerikanischer Hilfe eingesetzten Militärjunta entbrennt ein Bürgerkrieg. Die Vereinigten Staaten intervenieren mit 42.000 Marines und veranlassen Neuwahlen, aus denen Joaquín Balaguer (1906-2002) – der zuvor 30 Jahre in Diensten der Trujillo-Diktatur (vgl. Rafael Trujillo) gestanden hat – als Sieger hervorgeht. Balaguer bestimmt in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten für die folgenden 35 Jahre die dominikanische Politik.

  • 1965 (30. September): Indonesien - Nach einem niedergeschlagenen kommunistischen Umsturzversuch putscht sich General Hadji Mohamed Suharto (*1921) mit Unterstützung des CIA gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten Achmed Sukarno an die Macht. Im Kampf gegen die »Kommunisten« kommen zwischen 100.000 bis 1.000.000 Menschen ums Leben.

  • 1967: Bolivien - Die bolivianische Armee wird in ihrem Kampf gegen die Guerilla durch die CIA angeleitet. Mit Hilfe des CIA wird der kubanische Revolutionär Ernesto Che Guevara (*1928) in Bolivien aufgespürt und erschossen (9. Oktober).

  • 1970 (März): Kambodscha - Mit amerikanischer Unterstützung putscht sich der rechtsgerichtete General Lon Nol (1913-1985) an die Macht. Ausweitung des Vietnam-Krieges auch auf Kambodscha.

  • 1970 (September): Jordanien - Im jordanischen Bürgerkrieg ergreifen die Vereinigten Staaten Partei für das Königshaus und entsenden Flugzeugträger und Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer.

  • 1973 (11. September): Chile - Mit direkter Beteiligung des CIA wird in der sozialistische Präsident Salvador Allende (* 1908) gestürzt (dieser kommt beim Sturm auf den Präsidentenpalast ums Leben). Die Macht übernimmt eine rechtsgerichtete (faschistische) Militärjunta unter General Augusto Pinochet Ugarte (* 1915). Die Pinochet-Diktatur besteht bis Dezember 1989.

  • 1975 (29. August): Perú - Die Vereinigten Staaten fördern einen Staatsstreich gegen den peruanischen Präsidenten Juan Velasco Alvarado, mit dem Ziel, Wirtschaftsentscheidungen wieder unter die Ägide des Internationalen Währungsfonds zu bringen.

  • 1975 (7. Dezember): Timor - Die Portugiesen ziehen sich aus ihrer Kolonie Osttimor zurück. Nachdem die linksgerichtete FRETILIN (Revolutionäre Front für ein unabhängiges Osttimor) die Kontrolle über das kleine Land gewinnt und dessen Unabhängigkeit ausruft, wird dieses von Indonesien und mit Zustimmung und auf Veranlassung der Vereinigten Staaten besetzt und dem großen Nachbarn eingegliedert.

  • 1976: Angola - Die Vereinigten Staaten unterstützen die UNITA-Rebellen in ihrem Kampf gegen die sozialistische MPLA-Regierung.

  • 1976 (24. März): Argentinien - Die CIA ist in den Militärputsch involviert, der General Jorge Rafael Videla (*1925) an die Macht bringt und 30.000 Menschen das Leben kostet. Die Militärdiktatur dauert bis Dezember 1983.

  • 1977-1992: El Salvador - Die Vereinigten Staaten unterstützen die von ihnen eingesetzten oder gebilligten Regierungen im Kampf gegen die Opposition. In der Folge zerfällt das Land in einem zehnjährigen Bürgerkrieg.

  • 1980 (25. April): Iran - Eine Militäraktion der Vereinigten Staaten zur Befreiung der amerikanischen Geiseln in der besetzten US-Botschaft in Teheran scheitert.

  • 1981: Panamá - Der seit 1970 auf einer geheimen und später vom Kongress veröffentlichten Mordliste des CIA stehende General Omar Torrijos - seit 1968 der führende Politiker in Panamá - kommt 1981 bei einem ungeklärten Hubschrauberabsturz ums Leben.

  • ab 1981: Nicaragua - Die Vereinigten Staaten setzen nach der erfolgreichen sandinistischen Revolution (1979) die finanzielle, militärische und logistische Unterstützung der Anhänger der davongejagten Diktatur von Anastasio Somoza Debayle fort und bekämpfen die Sandinisten.

  • ab 1981: Afghanistan - Die Vereinigten Staaten gewähren den Mudjahedin und anderen afghanischen Widerstandskämpfern, wie den Taliban massive finanzielle, militärische und logistische Hilfe in ihrem Kampf gegen die sowjetische Besatzung des Landes.

  • ab 1982: Irak - Die Vereinigten Staaten leisten dem Regime Waffenhilfe in Milliardenhöhe zur Kriegsvorbereitung gegen den Iran. Saddam Hussein wird unmittelbar von der CIA beraten. Der gegen das Völkerrecht verstoßende, kriegsverbrecherische Einsatz von Giftgas gegen den Iran, bei dem Hunderttausende Iraner sterben, wird von den Vereinigten Staaten gebilligt. Erst der Einsatz von Giftgas gegen eine kurdische Kleinstadt nach dem Irankrieg wird ernsthaft kritisiert.

  • ab 1982: Von Honduras aus operierende Gegner der Sandinisten Contras in Nicaragua erhalten militärische und logistische Hilfe seitens der USA.

  • 1982 (April): Argentinien - Die Vereinigten Staaten leisten den britischen Truppen im Krieg gegen Argentinien (Falkland-Krieg) mit ihrer Militärbasis auf der Atlantik-Insel Ascension logistische Unterstützung und Aufklärung durch ihre Spionagesatelliten.

  • 1983: Der Iran erhält Waffenhilfe zur Abwehr der zuvor von den USA unterstützten irakischen Regierung im Austausch gegen die amerikanischen Geiseln in der besetzten Botschaft in Teheran.

  • 1983 (September): Libanon - Die Vereinigten Staaten greifen als Teil einer internationalen Friedenstruppe in den libanesischen Bürgerkrieg ein, der darauf in seine blutigste Phase eintritt. Die Intervention scheitert nach mehreren blutigen Selbstmordanschlägen und die multinationale Streitmacht verlässt den Libanon (Februar/März 1984).

  • 1983 (25. Oktober): Grenada - Nach der Ermordung von Premierminister Maurice Bishop (1944-1983) und der Machtübernahme durch einen linksgerichteten Militärrat besetzen die Vereinigten Staaten vorübergehend die kleine Karibik-Insel »wegen drohender Errichtung eines kubanischen Stützpunktes« und setzen eine ihnen genehme Regierung ein.

  • 1985 (1. Mai): Nicaragua - Nach dem Wahlsieg der linksgerichteten Sandinisten (4. November 1984) verhängen die Vereinigten Staaten ein vollständiges Handelsembargo gegen Nicaragua. Fortführung der Unterstützung der Opposition (Contras) zum Sturz des seit 1979 regierenden sandinistischen Regimes.

  • 1986 (Februar): Haiti - Die Vereinigten Staaten wenden sich unter massivem Druck aus der Bevölkerung von der seit 1957 herrschenden und von ihr protegierten Duvalier-Familiendiktatur ab. Diktator Jean-Claude Duvalier (*1951; genannt »Baby Doc«) flieht ins Ausland.

  • 1988 (3. Juli): Iran - Ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A300 der Iran Air wird über der Straße von Hormuz vom Lenkwaffenkreuzer USS Vincennes (CG-49) abgeschossen. 290 Menschen sterben. Nach amerikanischen Angaben war es der Besatzung nicht möglich, den zivilen Airbus, der ständig seinen Code sandte, von einem iranischen Kampfflugzeug zu unterscheiden oder mit dem Piloten Kontakt aufzunehmen. Die USS Vincennes hielt sich zu diesem Zeitpunkt völkerrechtswidrig in iranischen Hoheitsgewässern auf. Der Kapitän der USS Vincennes erhielt eine Auszeichnung. Die Vereinigten Staaten entschädigte später die Angehörigen der Opfer.

  • Ab 1990: Im Drogenkrieg in Kolumbien unterstützen die Vereinigten Staaten paramilitärische Einheiten zur Bekämpfung linksgerichteter Rebellen.

  • 1990 (8. August): Saudi-Arabien - Nach dem irakischen Überfall auf Kuwait (2. August 1990) entsenden die Vereinigten Staaten Streitkräfte nach Saudi-Arabien zur Stützung des dortigen Regimes und zur Vorbereitung eines Angriffs auf Irak.

  • 1991 (Januar/Februar): Die Vereinigten Staaten, legitimiert durch einen Beschluss des Weltsicherheitsrats der Vereinten Nationen, erobern Kuwait und beenden mit der Operation Wüstensturm die irakische Besetzung des Landes (seit August 1990). Die auch im Irak einmarschierten Bodentruppen verlassen nach der Befreiung Kuwaits den Irak.

  • 1992 (27. August): Irak - Die Vereinigten Staaten errichten ohne völkerrechtliche Legitimation im Irak eine Flugverbotszone für irakische Flugzeuge nördlich des Breitengrades von 36°N und südlich von 33°N. Der Luftkrieg wird eingeschränkt bis 2002 wieder aufgenommen, vorgeblich um Saddam Hussein von Luftangriffen auf die irakischen Kurden im Norden und die Schiiten im Süden des Landes abzuhalten und einen erneuten Überfall auf Kuwait zu verhindern.

  • 1992 (9. Dezember): Somalia - Die Vereinigten Staaten entsenden auf Aufforderung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und Beschluss des Sicherheitsrats 28.000 Soldaten nach Somalia, um den Bürgerkrieg zu beenden (Rückzug 1994 nach blutig gescheitertem Versuch der Festnahme von General Mohammed Farah Aidid).

  • Ab 1992: (Februar/März): Jugoslawien - Die NATO führt (mit Legitimation des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen) unter dem Oberbefehl der Vereinten Nationen mehrere Militäreinsätze zu Gunsten der von Serben in der Hauptstadt Sarajewo belagerten Kroaten und Bosnier in Jugoslawien nach dem Massaker von Srebrenica durch.*

  • 1994 (August/September): Haiti - Amerikanische Truppen setzen auf Druck des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen die Reinstallation des 1991 durch einen Militärputsch gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide (*1953) durch. Nachdem Aristide linksgerichtete Tendenzen nachgesagt werden, wird er im Dezember 1995 zum Verzicht auf sein Präsidentenamt gezwungen.

  • 1998 (20. August): Sudan - Als Vergeltung auf die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania führen die Vereinigten Staaten einen Luftangriff auf eine angebliche sudanesische Giftgasfabrik durch, die sich im Nachhinein als eine Arzneimittelfabrik herausstellte.

  • 1999 (März-Juni) Kosovo - Ohne Mandat der Vereinten Nationen führt die NATO unter dem Kommando der Vereinigten Staaten umfangreiche Bombardements gegen meist zivile Ziele in Jugoslawien durch, um einen Abzug serbischer Truppen und Polizei aus dem Kosovo zu erzwingen, in dem zu diesem Zeitpunkt laut Vereinten Nationen ethnische Säuberungen und Genozid an der albanischen Bevölkerung abläuft. Nach Abschluss eines Waffenstillstands wird die Provinz Kosovo von NATO-Truppen besetzt und ein Protektorat unter Verwaltung der Vereinten Nationen errichtet.

21. Jahrhundert


  • 2002 (11. April): Venezuela. - Mit CIA-Unterstützung wird der populistische Präsident Hugo Chávez (*1954) in einem Militärputsch gestürzt. Die Revolte dauert jedoch nur drei Tage und Chávez kehrt wieder in sein Präsidentenamt zurück.

  • 2003 (20. März): Irak. - Die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Italien, Australien und Spanien (insgesamt 48 Nationen) greifen im Dritten Golfkrig den Irak unter amerikanischer Führung an und beseitigen das Regime von Saddam Hussein (*1937). Der Irak wurde übergangsweise als Protektorat verwaltet, im Sommer 2005 wurden Wahlen abgehalten und offiziell die Regierungsgeschäfte an die gewählte Regierung übergeben. Die Vereinigten Staaten sind Ende 2005 immer noch mit einer Militärmacht von ca. 120.000 Mann im Irak stationiert, dazu kommen noch ca. 15.000 Soldaten anderer Länder und mindestens 20.000 bezahlte Söldner, welche auch Militäraufgaben übernommen haben, da amerikanische Rekrutierungsversuche inzwischen zu einem großen Problem geworden sind.

  • 2004 (März): Haiti. - Nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide entsenden die Vereinigten Staaten im Rahmen einer multinationalen Übergangstruppe des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen Truppen nach Haiti. Der entmachtete Präsident Aristide und seine Frau behaupten, von amerikanischen Einheiten gewaltsam aus Haiti entführt und ausgeflogen worden zu sein.

Fußnoten


Literatur


  • Lesley Gill, The School of the Americas. Military Training and Political Violence in the Americas, 2004, ISBN 0-8223-3392-9
  • Nicole Schley, Sabine Busse, Die Kriege der USA; Chronik einer aggressiven Nation, 2003 ISBN 3-7205-2474-4 (de)
  • Günter Neuberger, Michael Opperskalski CIA in Mittelamerika, 1983 ISBN 3-921521-88-2
  • Chalmers Johnson, Der Selbstmord der amerikanischen Demokratie, 2003, ISBN 3-89667-226-6

Siehe auch


Weblinks


Militärische Geschichte der USA | Liste (Politik) | Kriege der Vereinigten Staaten | Außenpolitik (Vereinigte Staaten)

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