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Aktuelle Kennzeichen


Siehe unter:

Deutsche Kennzeichen 1906-1945


1906 fasste der Bundesrat den Beschluss über Grundsätze des Kraftfahrzeugwesens, die durch Landesverordnungen ausgeführt wurden. Damit wurden auch polizeiliche Kennzeichen, die Vorschrift des Rechtsfahrens mit Linksüberholen im ganzen Deutschen Reich allgemeingültig eingeführt.

Preußen

Bayern

Freistaat Sachsen

Württemberg

übrige Länder

Nichtprivate Kraftfahrzeuge

Nationalsozialistische Zeit


Zwischen 1933 und 1945 wurden folgende Änderungen bzw. Ergänzungen vorgenommen:

Das Saarland besaß bis zur Wiederangliederung an das Deutsche Reich am 1. März 1935 ein eigenes Nationalitätenkennzeichen: SA.

Nichtprivate Kraftfahrzeuge wurden territorial unabhängig mit folgenden Kennzeichen versehen:

Mit der Eingliederung Österreichs am 13. März 1938 wurden die dort geltenden Vorschriften zur Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen übernommen, obwohl im Erscheinungsbild ein deutlicher Unterschied zu den deutschen Kennzeichen bestand. Die Kennzeichen waren mit weißer Schrift auf schwarzen Grund ausgeführt und trugen seit 1939 folgende Buchstabengruppen zur Kennzeichnung der Landesteile:

(Das Burgenland verlor seine Selbständigkeit. Es wurde auf die Reichsgaue Steiermark und Niederdonau aufgeteilt und erhielt daher keine eigene Buchstabengruppe).

Mit der von der Tschechoslowakischen Republik erzwungenen Abtretung des Sudetenlandes im Herbst 1938 wurde das Kennzeichen

eingeführt. Diejenigen Gebiete, die an Preußen, Bayern oder Österreich angegliedert wurden, erhielten die jeweils dort geltenden Kennzeichen. Nach der gewaltsamen Annexion der restlichen Gebiete der Tschechoslowakei am 15. März 1939 wurde das so genannte "Protektorat Böhmen und Mähren" geschaffen, in dem folgende KFZ-Kennzeichen vorgeschrieben wurden.

Nach dem Kriegsausbruch und dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen wurden im Oktober 1939 Teile Polens annektiert. Diejenigen Gebiete, die den Provinzen Ostpreußen und Schlesien angegliedert wurden, erhielten die dortigen KFZ-Kennzeichen. Die übrigen Gebiete wurden in zwei so genannte Reichsgaue eingeteilt:

Aus den restlichen besetzten polnischen Gebieten wurde das so genannte Generalgouvernement gebildet, das 1939-1942 ein eigenes Unterscheidungszeichen besaß, danach wurden in dessen Distrikten folgende KFZ-Kennzeichen benutzt:

Nach der Eroberung Frankreichs und der Benelux-Länder wurden Elsass-Lothringen und Luxemburg annektiert und ab 1941 folgende Kennzeichen vergeben:

Nach der Zusammenlegung Deutschlothringens (Département Moselle) mit dem Gau Saarpfalz (1941) zur "Westmark" war folgendes Kennzeichen gültig:

Während des Krieges gegen die Sowjetunion mussten in den besetzten Gebieten folgende Kennzeichen benutzt werden:

Im Bereich der Militärbefehlshaber in besetzten und befreundeten Ländern wurden folgende Kennzeichen geführt:

ab 1941:

ab 1942:
  • RK Reichskommissare für die besetzten norwegischen und niederländischen Gebiete
  • ZB Militärbefehlshaber Belgien und Nordfrankreich (nichtwehrmachtseigene Fahrzeuge)
  • ZF Militärbefehlshaber Frankreich (nichtwehrmachtseigene Fahrzeuge)
ab 1943:
  • ZO Militärbefehlshaber Operationsgebiet Ost (nichtwehrmachtseigene Fahrzeuge)

Quelle: kennzeichengeschichte.de

Deutschland 1945-1956


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen geteilt. Die alliierten Mächte führten eigene Registrierung und Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen durch. Ende 1945 wurden die ersten einheitlichen Kennzeichen eingeführt. In der britischen Besatzungszone war zunächst ein dem heutigen Prinzip ähnelndes Verfahren üblich. Die drei Anfangsbuchstaben standen als Kennzeichen für den Zulassungsbezirk (z.B. DUS für Düsseldorf).

1947 schlossen sich die Briten dem System an, das 1946 in der amerikanischen und französischen Besatzungszone eingeführt worden war, die sowjetische folgte 1948. Einheitlich wurde das Kennzeichnungssystem erst 1949, nachdem auch die französische Zone den Zonenbuchstaben in das Kennzeichen einführte (A = amerikanische Besatzungszone, B = britische Besatzungszone, F = französische Besatzungszone, S = sowjetische Besatzungszone).

Berlin blieb ein Sondergebiet mit eigenen Bestimmungen, die ersten Kfz-Kennzeichen 1945 dort enthielten nur Ziffern. Das Saarland wurde als »souveräner Staat« 1948 ausgegliedert.

In alphabetischer Reihenfolge

  • A
  • A Anhänger in brit. u. am. Besatzungszone (1946-1947)
  • AAC Aachen (1945-1947)
  • AB Bayern (1948-1956)
  • AE Bremen (amerikanische Exklave) (1948-1956)
  • AGR Agrarfahrzeuge (1945-1947)
  • AH Hessen (1948-1956)
  • ARN Arnsberg (1945-1947)
  • AUR Aurich (1946-1947)
  • AW Württemberg-Baden (1948-1956)

  • T
  • TEM Temporary? Zus. zum Kennzeichen (1945-1947)
  • TF Thüringen (1945-1947)
  • TH Thüringen (1945-1947)

Quelle: www.kennzeichengeschichte.de

In systematischer Reihenfolge

Berlin

Amerikanische Zone

  • Bremen
    • HB Bremen (1945-1947)
    • BM Bremen (amerikanische Exklave) (1947)
    • AE Bremen (amerikanische Exklave) (1948-1956)

Britische Zone

Französische Zone

Sowjetische Zone

Saarland

Weitere Kennzeichen

  • A Anhänger in brit. u. am. Besatzungszone (1946-1947)
  • AGR Agrarfahrzeuge (1945-1947)
  • TEM Temporary? Zus. zum Kennzeichen (1945-1947)
  • BT Zentralverwaltung und unterstellte Institutionen (SBZ/1947-?)
  • DDR Regierung DDR (1949-1950)
  • DR Deutsche Reichsbahn (1945)
  • RP Reichspost (1945)

Die Kennzeichen in der DDR von 1956-1990


Plates GDR.JPG

Kennzeichenpflichtig waren alle Kfz mit mehr als 50 cm3. Die Kennzeichen hatten die allgemeine Form XX 00-00. Wenn im folgenden nicht explizit anders angegeben, befand sich auf den Kennzeichen schwarze Schrift auf weißem Grund. Mit der Zunahme des Fahrzeugbestandes wurde ab Oktober 1974 zusätzlich die Form XXX 0-00 eingeführt. Der erste Buchstabe des Kennzeichens gab den Bezirk an, in dem das Fahrzeug zugelassen war. Die Buchstaben wurden dabei in Nord-Süd-Richtung von A bis Z vergeben. Einige Bezirke hatten dabei zwei verschiedene mögliche Buchstaben als Kennzeichen.

ARostock
-
BSchwerin
-
CNeubrandenburg
-
D oder PPotsdam
-
EFrankfurt (Oder)
-
F oder LErfurt
-
H oder MMagdeburg
-
IBerlin (Hauptstadt der DDR)
-
K oder VHalle
-
NGera
-
OSuhl
-
R oder YDresden
-
S oder ULeipzig
-
T oder XKarl-Marx-Stadt
-
ZCottbus

Der zweite Buchstabe gab bei Kennzeichen mit drei Buchstaben und drei Ziffern den zulassenden Kreis an. Diese Art von Kennzeichen war für Motorräder nicht zulässig.

Die Vergabe der Erkennungsnummern bei Kennzeichen mit zwei Buchstaben und vier Ziffern war sehr komplex. Die Serie ZS zum Beispiel war über 11 (elf!) Kreise verteilt, wobei alle Nummern doppelt vergeben wurden.

Fahrzeuge der Kraftverkehrsbetriebe (Busse) trugen ein K als letzten der Buchstaben im Kennzeichen. Beispiele: Berlin IK und IAK, Karl-Marx-Stadt TK.

Die Kombination VA war der NVA vorbehalten, GT den Grenztruppen bzw. GS dem Grenzschutz, nur 1990. Die Deutsche Volkspolizei verwendete seit 1949:^V_P . Bei allen folgte eine ausschließliche Zahlenkombination. Bestimmte Kombinationen der normalen Kennzeichen waren zur Tarnung für Zivilfahrzeuge der Kriminalpolizei und für das MfS reserviert.

Diplomatische Vertretungen und Konsulate verwendeten zweibuchstabige, mit einem C beginnende Kennzeichen mit weißer Schrift auf rotem Grund. Andere Ausländer nutzten dagegen zweibuchstabige, mit einem Q beginnende Kennzeichen mit weißer Schrift auf blauem Grund. Hierbei gab es den folgenden Schlüssel:

CC Dienstfahrzeuge konsularischer Vertretungen und konsularischer Amtspersonen
-
CD Diplomatische Vertretungen und deren Personal
-
CY Fahrzeuge des technischen und administrativen Personals
-
QA Ausländische Korrespondenten
-
QB Außenhandelsniederlassungen, Industrievetretungen und kommerzielle Büros
-
QC Reisebüros, Fluggesellschaften und Kultur- und Informationszentren
-
QD Sonstige
-
QX wie QB

Das seit 1966 verwendete Zollkennzeichen bestand aus einer Ziffer, die den Zollbezirk angab, einem Bindestrich und vier weiteren Ziffern.

Literatur


  • KFZ-Kennzeichen Deutschlandkarte, Edition Jungbluth, ISBN 3-932172-00-0
  • Die Geschichte der deutschen KFZ-Kennzeichen, 2. Auflage, Andreas Herzfeld, Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e.V. 2004, ISBN 3-935131-02-X

Weblinks


  • http://www.kennzeichengeschichte.de
Kfz-Kennzeichen

 

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