Lisene1.jpg | Lisene2.jpg Die Lisene, selten auch Lesene (von frz. lisière: Rand) ist im Bauwesen eine senkrechte, schwach hervortretende Verstärkung der Wand oder ein schmaler Pfeiler, der einer Wand vorgelagert ist. Lisenen werden in der Architektur zur optischen Gliederung einer Fassade verwendet, allerdings ohne Basis und Kapitell, wie sie der Pilaster hat. Lisenen wurden in der Romanik oft mit Rundbogenfriesen verbunden.
Ihren Ursprung haben die Lisenen in der lombardischen Architektur, die wiederum auf byzantinische und römische Vorbilder zurückgreift. In Deutschland finden sich diese Gestaltungselemente aus der norditalienischen Region wohl zum erstenmal am Speyerer Dom (1030 - 1106). Dieses kaiserliche Bauwerk nachahmend findet man sie noch heute an fast jeder romanischen Kirche.