Der Linolschnitt ist eine graphische Technik, die im Hochdruckverfahren arbeitet und im Prinzip dem Holzschnitt gleicht. Wie im Holzschnitt kommt daher auch hier der Weißlinien- und der Schwarzlinienschnitt zum Einsatz. Für den Linolschnitt wird aus der Linolplatte mit speziellem Werkzeug ein Negativmuster in das normalerweise relativ feste Linol geschnitten. Das Material lässt sich leicht und in jeder Richtung schneiden. Das fertige Negativmuster wird mit Farbe überwälzt und dann auf Papier gedruckt. Dabei wird die an den erhabenen Stellen haftende Farbe auf das Papier übertragen. Im Gegensatz zum Kupferstich und der Radierung eignet sich der Linolschnitt eher für großflächige, gröbere Motive. Wie der Holzschnitt wurde er wegen dieser Eigenschaft vor allem von expressionistischen Künstlern geschätzt. Maurice Vlaminck, Christian Rohlfs, Karl Rössing, Carl Eugen Keel und Pablo Picasso haben mit Linolschnitt gearbeitet. Als jüngerer Linolschnitt-Künstler hat der Namibier John Ndevasia Muafangejo (1943-1987) in den 1970er und 1980er Jahren weltweite Bekanntheit erlangt. Picasso hat den Farblinolschnitt zum Einplatten-Farbdruck weiterentwickelt:
Drucktechnik (Kunst) | Künstlerische Technik
Linocut | Linosnede | Linoleumssnitt | Linoryt | Линогравюра
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"Linolschnitt".
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