Mit dem Begriff Links oder Links-Platz wird eine besondere Art von Golfplatz bezeichnet, die den ursprünglichen Plätzen in Großbritannien nachempfunden ist, auf denen der Golfsport auch begonnen hat.
Linksland besteht aus oft salzhaltigem Sandboden, der mit kargem Gras bewachsen ist und im Sommer sehr hart wird. Bäume finden sich so gut wie nie, der Bewuchs beschränkt sich auf anspruchslose Vegetation wie Ginster, Heidekraut und andere Sträucher. Weitere häufig auftretende Elemente des Linkslandes sind natürliche Sandkuhlen, kleine Bachläufe oder ein ins Meer mündender Fluss und bisweilen sehr hohe Dünen. Unregelmäßigkeiten im Gelände werden in der Regel belassen, so dass Links-Plätze besonders rauh und naturbelassen wirken.
Aber auch unumstrittene Links können zumindest eine gewisse Strecke weit im Landesinneren liegen. So befindet sich der berühmte Open-Platz von Royal Lytham and St Anne's mehrere Kilometer von der Küste entfernt und auch der historische Links von Leith hat keine Sicht auf das Meer. Ebenso ist nicht jeder Küstenplatz ein Links. Zum Beispiel gehören Golfplätze an Steilküsten oft nicht zu diesem Typus, da sie sowohl geologisch, als auch optisch und spieltechnisch ganz andere Merkmale aufweisen. Ein berühmtes Beispiel dafür sind - trotz des Namens - die Pebble Beach Golf Links auf der Monterey Halbinsel in Kalifornien.
Die Sandbunker auf Links-Plätzen sind ebenfalls gefürchtete Hindernisse, da sie oft als Topfbunker auftreten, die so tief sind, dass ihre Innenwände mit Eisenbahnschwellen abgestützt werden müssen und man sie nur über eine Treppe oder Leiter betreten kann.
Das Rough im Allgemeinen und der Ginster im Speziellen sind besonders bestrafende Elemente und es erfordert erhebliches Geschick den Ball dort noch einmal heraus zu spielen.
Die harten und schnellen Grüns auf Linksplätzen lassen sich oftmals nicht direkt anspielen, da dann der Ball auf der anderen Seite wieder vom Grün rollt. Anstatt den normalerweise üblichen, hohen Schlag zu spielen, der auf dem Grün aufkommt, ist der Golfer oftmals gezwungen den Ball auf dem Fairway aufspringen und auf das Grün rollen zu lassen. Da dieser „Bump and Run“ Schlag außerhalb von Linksplätzen nur selten benötigt wird, beherrschen ihn viele Golfer nur ungenügend.
Aufgrund der Einbettung der Fairways in die natürliche Dünenlandschaft kommen auch häufig sogenannte blinde Schläge vor, also Schläge, bei denen man das Zielgebiet nicht einsehen kann.
Ein weiteres Charakteristikum von Links-Plätzen ist das traditionelle Routing der Löcher. Dies bedeutet, dass die ersten 9 Löcher entlang der Küste verlaufen („out“), und die zweiten 9 dann parallel dazu im Landesinneren wieder zurück zum Clubhaus führen („in“). Allerdings wird auf manchen Links-Plätzen von dieser Tradition abgewichen, da sich nicht überall das zur Verfügung stehende Gelände entsprechend eignet. Da auf Links-Plätzen der Wind eine große Rolle spielt, ist das Routing ein wichtigerer Faktor bei der Planung als auf anderen Golfplätzen.
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