Lindenblüten der Sommerlinde (Tilia platyphyllos) werden seit langen als Heilmittel eingesetzt und finden auch heute noch Verwendung als Heilmittel.
Der Geruch der Blüte ist schwach aromatisch und der Geschmack ist schwach süß.
Die Anwendung der Lindenblüte als Grippemittel beruht auf ihrer schweißtreibenden und körpertemperaturerhöhenden Wirkung. Dieses Schwitzen – absichtliches Erhöhen der Körpertemperatur – mit Hilfe des heißen Lindenblütentees hilft gegen Infektionen durch thermolabile Viren. Diese werden durch die erhöhte Körpertemperatur abgetötet und deren „Eiweiß“ kann so leicht von den Phagozyten aufgenommen und verdaut werden. Vorsicht ist geboten, wenn das Fieber trotz Schwitzen nicht sinkt. Hier könnte eine Infektion durch Bakterien vorliegen, die einer speziellen Behandlung durch den Arzt bedarf.
Die Lindenblüte dient auch zur Behandlung von leichten Krämpfen, Migräne und Magenbeschwerden. Lindenblüten enthalten zudem beruhigend wirkende Stoffe und werden zur Linderung von Unruhezuständen verwendet.
Bei akuten Beschwerden (z. B. Fieber oder Krämpfe ungeklärter Art) oder sollte das Fieber über 39°C steigen, sollte unbedingt ein Arzt zu rate gezogen werden
Der Lindenblütentee ist wegen seiner schweißtreibenden Wirkung nicht zur Dauertherapie geeignet. Sollten die Beschwerden nicht binnen weniger Tage abklingen oder sollte das Fieber über 39 °C steigen, muss unbedingt ein Arzt zu rate gezogen werden!
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