Das Ligasystem dient im nationalen Sport der Einteilung von Mannschaften in unterschiedlich starke Spielklassen (Ligen). Die Zuordnung zu einer Liga erfolgt entsprechend der sportlichen Leistung.
Ligasysteme bieten einer riesigen Anzahl von Mannschaften möglichst gleiche Wettkampfbedingungen über eine ganze Saison. Allgemein gilt: je höher die Spielklasse, desto großflächiger die Region, in der gespielt wird. Um Reisekosten niedrig zu halten, werden besonders oft untere Ligen in mehrere Staffeln aufgeteilt.
Am Saisonende wird der Tabellenerste der höchsten Liga eines Sportverbandes Meister. In aller Regel steigen die Erstplatzierten in die nächst höhere Liga auf und die Letztplatzierten in die nächst niedrigere Liga ab.
Abgrenzung zu Pokalwettbewerben oder Qualifikationsturnieren
Der Ligaspielbetrieb erfolgt kontinuierlich Jahr für Jahr im Gegensatz zu Pokalwettbewerben oder Qualifikationsturnieren (z.B. für die Fußball-Weltmeisterschaft), die ereignisbezogen ausgetragen werden. Bei Pokalwettbewerben und Qualifikationsturnieren treffen in der Regel Teilnehmer mit sehr unterschiedlichem Leistungsvermögen aufeinander.
Der in den meisten Sportarten übliche Austragungsmodus ist Jeder gegen Jeden (engl. Round Robin). Dabei treten mindestens 3 Mannschaften in einer Gruppe gegeneinander an. Zum Ausgleich von Heimvorteil wird dieses System meist in einer Hin- und Rückrunde ausgetragen (engl. Double Round Robin). Je Wettkampf werden Punkte vergeben, die über das Spieljahr addiert werden. Daraus ergibt sich schon während der laufenden Saison innerhalb einer Liga eine Rangfolge, welche mittels Tabelle veranschaulicht wird. Bei nationalen Meisterschaften mit 14 bis 24 Mannschaften erstreckt sich eine Spielrunde meist über ein ganzes Jahr. Bei 12 oder weniger Mannschaften wird die Saison oft in einer Doppelrunde gespielt, das bedeutet jeder trägt gegen Jeden 2 Heim- und 2 Auswärtspartien aus.
Weitere Modi sind der Pokalmodus mit dem K.O.-System, der Best-Of-Modus oder es gelten Mannschaften von vorn herein als "gesetzt". Kombinationen daraus sind ebenso möglich, das legt jeder Sportverband selbst fest.
Jedes Spiel oder jeder Wettkampf endet mit Sieg oder Niederlage, in den meisten Ballsportarten sind auch Unentschieden möglich. Dem entsprechend werden pauschal Punkte vergeben, parallel werden die im Wettkampf erzielten Tore, Treffer u.s.w. gezählt. Dies alles wird über ein Spieljahr addiert. Dadurch ergibt sich innerhalb einer Liga oder Staffel schon während der laufenden Saison eine Rangfolge, welche mittels Tabelle veranschaulicht wird. Beispiel Fußball: Bei Punktgleichheit zweier Mannschaften entscheidet je nach Festlegung: Tordifferenz , Anzahl der erzielten Tore aus allen Gruppenspielen, die direkten Begegnungen der punktgleichen Mannschaften gegeneinander (Anzahl Punkte, Torverhältnis, erzielte Tore). Die Reihenfolge der einzelnen Kriterien variiert jedoch nach Verband und Wettbewerb.
Je nach Sportart oder Region besitzen die einzelnen Spielklassen unterschiedliche Bezeichnungen:
Unterhalb der Landesliga ist die Einteilung je nach Landesverband unterschiedlich. In Wien folgt z.B. nach der Landesliga (Wiener Liga) die Oberliga und die 1., 2. und 3. Klasse, wobei alle Spielklassen unterhalb der Landesliga in die Staffeln A und B unterteilt sind.
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