Das "Lied der Jugend" war in Österreich während des austrofaschistischen Ständestaats ab 1936 im Zuge des Märtyrerkults um Engelbert Dollfuß zu zahlreichen, vor allem schulischen Gelegenheiten gleich nach der Nationalhymne "Sei gesegnet ohne Ende" mit derselben Ehrenbezeugung zu singen.
Das Lied wird zu einer eigenen, also nicht mit der Haydn-Hymne der damaligen Nationalhymne identischen Melodie gesungen, welche von Rudolf Henz und Nico Dostal komponiert wurde. Henz und Dostal traten unter dem gemeinsamen Pseudonym Austriacus auf, hinter dem die Nationalsozialisten Hermann Leopoldi vermuteten. Die Melodie orientiert sich am Horst-Wessel-Lied und preußischen Märschen. Rudolf Henz berichtete, dass Nico Dostal die Melodie komponierte, nachdem er "eine Nacht hindurch Giovinezza-Platten laufen" hatte lassen. Henz selbst hatte, als er sich an der Komposition beteiligte, nach seinen Angaben "das Horst-Wessel-Lied im Ohr", nach einer "mir aus der alten Morität vom Schneider in Czaslau aus der Kindheit bekannten Melodie".
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"Lied der Jugend".
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