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Das Lichtspektrum ist ein spezieller Teil des elektromagnetischen Spektrums, welcher über das menschliche Auge wahrgenommen werden kann. Der Wellenlängen-Bereich des Lichtspektrums reicht dabei von ungefähr 380 bis 750 nmn, einem Frequenz-Bereich von ca. 4·1014 bis 7,5·1014 Hz entsprechend.
Weitere Bezeichnungen für das Lichtspektrum sind das sichtbare Spektrum, der visuelle Bereich (kurz VIS oder auch VIS-Bereich genannt) sowie umgangssprachlich auch Licht.
Angrenzend an das für den Menschen sichtbare Lichtspektrum, befindet sich im elektromagnetischen Spektrum der UV-Bereich bei niedrigeren und der IR-Bereich bei höheren Wellenlängen, welche teilweise von anderen Lebewesen wahrgenommen werden können (siehe auch die Spektralfarben).
Spektrumtypen
Ein Linienspektrum existiert, wenn eine Lichtquelle nur Licht mit
diskreten Wellenlängen (wie z. B. eine
Quecksilberdampflampe)
emittiert. Das Licht entsteht in diesem Fall durch eine Reihe spezifischer Übergänge zwischen
Energiezuständen von
Atomen, seltener von Molekülen.
Die entstehenden, separaten und diskreten Emissionsbereiche werden als
Spektrallinien bezeichnet. Licht mit nur einer diskreten Wellenlänge wird als
Monochromatisches Licht bezeichnet.
Ein Bandenspektrum entsteht, wenn eine Lichtquelle Quanten ähnlicher Wellenlänge entsendet. Das Spektrum besteht dann aus vielen, nahe beieinander liegenden und oft auch überlappenden Spektrallinien, deren Gesamtheit
Banden bzw.
Absorptionsbanden genannt wird. Sie rühren von Energieübergängen in
Molekülen her.
Glühlichtquellen (Temperaturstrahler) senden (
emittieren)
kontinuierliche Spektren aus. Derartige Spektren folgen teilweise dem Spektrum eines
schwarzen Körpers. Reale Temperaturstrahler besitzen diskrete Lücken im kontinuierlichen Spektrum, die durch Selbstabsorption entstehen, z. B. die so genannten
Fraunhoferschen Linien im
Sonnenspektrum.
In Leuchtstoffröhren wird erst ein Linienspektrum erzeugt, das dann von einem Leuchtstoff absorbiert wird. Dieser Leuchtstoff emittiert dann in einem weiten Wellenlängenbereich.
Jeder chemische Stoff sendet ein charakteristisches Spektrum aus. Das Spektrum eines glühenden festen oder flüssigen "Körpers" ist stets ein kontinuierliches Spektrum, das alle Wellenlängen enthält.
Anders verhalten sich glühende
Gase und
Dämpfe. Sie liefern im Allgemeinen diskontinuierliche Spektren, die nur aus einzelnen, durch dunkle Zwischenräume getrennten, scharfen Spektrallinien bestehen.
Manche Gase weisen zusammenhängende "Banden" aus Spektrallinien auf.
Die Linienspektren sind Atomspektren, die Bänderspektren rühren von Molekülschwingungen her.
Ein Stoff, der bei einer bestimmten Wellenlänge Licht abstrahlt, kann oft Licht der gleichen Wellenlänge absorbieren.
Daher sind Absorptionsspektren oft invers zu Emissionsspektren (Transmissionspektren).
Neben Spektrallinien finden sich auch
Absorptionsbanden.
Anwendungen
In der
Spektralanalyse wird das von einem Testkörper ausgehende Emissions- oder Absorptions-Spektrum hinsichtlich markanter Linien untersucht.
Siehe auch: MPT-AES, Sternspektrum.
Literatur
Deutsch
Englisch
Elektrodynamik | Fototechnik | Optik | Spektroskopie | Wellenlehre
Видим спектър | Optical spectrum | Värispektri | Lumière visible | Spektrum optik | 可視光線 | 가시광선 | Espectro visível | Spektrum | 可见光