Lichtschachtsucher 1-1600x800.jpg Ein Lichtschachtsucher ist eine technische Einrichtung bei Fotoapparaten – meist Mittel- oder Großformatkameras.
Bei Spiegelreflexkameras wird das Bild auf eine Mattscheibe projiziert, um dem Fotografen eine Beurteilung und Fokussierung des Motivs zu ermöglichen. Die Mattscheibe befindet sich gegenüber der optischen Achse des Objektivs um 90 Grad verschwenkt auf der Oberseite der Kamera.
Bei einem Lichtschachtsucher besteht die Möglichkeit, direkt von oben auf die Mattscheibe zu blicken. Der Lichtschacht dunkelt zudem das helle Umgebungslicht ab und hilft somit das Bild besser zu erkennen. Die am weitesten verbreitete Form des Lichtschachts ist eine faltbare Konstruktion, die aufgerichtet vier Seitenwände bildet. Oft lässt sich eine Lupe zur Vergrößerung des Bildes auf der Mattscheibe aus einer der Seitenwände herausklappen oder ein Sucher (mit oder ohne Belichtungsmessung) mit einem Pentaprisma (Dachkantenprisma) und Einblick von hinten auf den Lichtschacht aufsetzen.
Bei Mittelformatkameras lässt sich der Vorderfront des Lichtschachtsuchers häufig zurückklappen; die waagrechte Durchsicht bezeichnet man traditionell als Sportsucher (was den realen Hintergrund hat, dass das seitenverkehrte Bild und die Haltung des Lichtschachtsuchers sich für schnell bewegte Motive kaum eignet).
Das Bild erscheint im Lichtschachtsucher aufrecht, aber seitenverkehrt.
Diese Sucherart wird bei manchen professionellen Kleinbildkameras und bei vielem Mittelformatkameras angeboten. Aus fotografischer Sicht bietet der Lichtschachtsucher einige Vorteile:
Nachteile:
Hochwertige KB-Systemkameras bieten freilich auswechselbare Sucher, so dass auch hier Lichtschachtsucher zum Einsatz kommen können.
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