Lichtmaschine_PKW.jpg Als Lichtmaschine (kurz LiMa) bezeichnet man bei Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor den Generator, der die elektrischen Geräte an Bord mit Energie versorgt und die Fahrzeugbatterie auflädt.
Nur bei laufender Lichtmaschine kann ein Strom zur Ladung der Autobatterie und für die angeschlossenen Verbraucher bereitgestellt werden. Die Lichtmaschine wandelt dabei die bereitgestellte mechanische Leistung in elektrische Leistung um. Die erforderliche mechanische Leistung folgt grob proportional der abgegebenen elektrischen Leistung. Die dafür notwendige mechanischen Leistung wirkt als bremsendes Moment auf den Motor. Diese Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie ist nicht verlustfrei. Ursache sind Reibung in den Lagerungen sowie Wirbelströme und der elektrische Widerstand der aus Kupferdraht gewickelten Spulen. Die resultierenden Verluste sind durch den Wirkungsgrad bestimmt.
Bei niedrigen Drehzahlen, zum Beispiel wenn der Motor im Leerlauf läuft, ist die elektrische Leistung der Lichtmaschine geringer als die theoretisch mögliche Leistung. Ist mehr elektrische Leistung erforderlich, muss die Fahrzeugbatterie den Differenzstrom bereitstellen.
Wenn der Gleichstromgenerator aufgrund zu geringer Drehzahl eine kleinere Spannung erzeugt als von der Fahrzeugbatterie abgegeben so kehrt er seine Funktion um und wird zum Elektromotor. Dabei entnimmt er der Fahrzeugbatterie einen erheblichen Strom. Diesen Betriebszustand zu vermeiden ist die Aufgabe eines unbedingt erforderlichen Rückstromschalters. Ausreichend belastbare Halbleiterdioden als Ersatz für den Rückstromschalter standen im Zeitalter der Gleichstromlichtmaschinen noch nicht (preiswert) zur Verfügung.
Aktuelle Drehstromgeneratoren sind durch interne Hauptstromzenerdioden vor gefährlichen Überspannungen geschützt und damit für einen Betrieb ohne Batterie geeignet. Früher mussten Drehstromlichtmaschinen bei laufendem Motor immer an die Fahrzeugbatterie angeschlossen sein. Diese Drehstromlichtmaschinen benötigten die Batterie als Last, weil die maximale Sperrspannung der Gleichrichterdioden niedriger als die Leerlaufspannung der Lichtmaschine war. Die Sperrschicht der Dioden wurde ohne Batterie sofort durch Überspannung durchschlagen und damit unbrauchbar. Wichtig war daher eine sichere elektrische Verbindung zwischen der Lichtmaschine und der Batterie. Schon korrodierte Anschlüsse führten häufig zu Ausfällen von Gleichrichterdioden.
Dazu wird bei Drehstrom-Lichtmaschinen das elektrisch erzeugte Magnetfeld des Lichtmaschinen-Rotors durch einen üblicherweise auf der der Antriebsseite entgegengesetzten Seite angebauten integrierten Schaltkreis, den elektronischen Laderegler, beeinflusst.
Durch diesen Laderegler wird sowohl der maximal mögliche Ladestrom, als auch die Maximalspannung begrenzt.
Der so genannte Erregerstrom wird über Schleifringe dem Rotor-Elektromagnet zugeführt. Das sich drehende Magnetfeld induziert im außenliegenden Stator einen 3-Phasen-Drehstrom.
Die gleichgerichtete Ist-Spannung wird mit einer reglerinternen stabilen Referenzspannung verglichen und entsprechend die Stärke des Magnetfeldes durch mehr oder weniger Stromfluss nachgeregelt.
Elektromechanische Regler für Gleichstrom-Lichtmaschinen beeinflussen das Magnetfeld des Stators und sind in Neukonstruktionen nicht mehr gebräuchlich.
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