Lichtgestaltung ist ein seit den 60er Jahren zunehmend wichtiger werdender Bereich in Theater und Oper (Bühnenbeleuchtung) und Architektur. Durch den technischen Fortschritt der Leuchten und der Steuerungstechnik können auch inhaltlich immer anspruchsvollere Gestaltungen bzw. Aufgabenstellungen umgesetzt werden.
Der Beruf des Lichtgestalters (engl. Lighting Designer) wird zuerst in den angloamerikanischen Ländern, später über Holland kommend auch in den deutschsprachigen Ländern zum Ausbildungsberuf.
Traditionell wurde auf der Bühne die Lichtgestaltung vom Bühnenbildner und/oder dem Regisseur bestimmt. Der Beleuchtungsmeister war für die technische Umsetzung der Wünsche des Regieteams zuständig. Wenige Beleuchtungsmeister errangen sich ein eigenständiges gestalterisches Profil (als erster wohl Max Keller an den Münchner Kammerspielen, und Leute wie Hanns Haas und Heinrich Brunke (mit Robert Wilson)).
Heute rekrutieren sich Bühnen-Lichtgestalter sowohl aus dem 'handwerklichen' Bereich (Beleuchter, Beleuchtungsmeister) als auch aus diversen Studienrichtungen und aus der freien Theaterszene.
Im Architekturbereich wurde die Lichtgestaltung traditionell durch den Architekten bzw. den Innenarchitekten durchgeführt. Spezialisierte Planer berechnen die entsprechend verschiedener Normen einzuhaltenden Beleuchtungsstärken und die dafür notwendige Technik. Heute existieren auf Architektur-Lichtgestaltung spezialisierte Büros, die vor allem bei Großprojekten zum Einsatz kommen. Seltener werden in diesem Bereich Theater-Lichtgestalter engagiert.
Weder Lichtgestalter noch Lighting Designer ist eine geschützte Berufsbezeichnung.
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