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Libreville (französisch freie Stadt) ist die Hauptstadt Gabuns. Mit 578.156 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) ist Libreville mit großem Abstand vor Port-Gentil, Lambaréné und Franceville die größte Stadt des Landes. Libreville ist auch die Hauptstadt der Provinz Estuaire.
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt liegt an der
Corisco-Bucht, der Mündung des
Mbé in den
Golf von Guinea. Östlich von Libreville liegen die
Monts de Cristal (Kristallberge), im Süden das Mündungstiefland des
Ogooué.
Die geografischen Koordinaten sind 0°22'30" nördlicher Breite und 9°25' östlicher Länge.
Klima
Libreville befindet sich in der tropischen
Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26,0 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 2.509,5 Millimeter im Mittel. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 26 und 30 Grad, die Tiefsttemperaturen zwischen 22 und 24 Grad im Mittel.
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Die Trockenzeit beginnt im
Mai und endet im
September. Der meiste Niederschlag fällt im
November mit durchschnittlich 373,4 Millimeter, der wenigste im
Juli mit 2,5 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Das Mündungsgebiet des
Mbé wurde schon lange bevor die
Franzosen das Gebiet von König
Antchouwé Kowe Rapontchombo 1839 erwarben von den
Mpongwé, einer
Bantu-Gruppe bewohnt.
1843 wurde das
Fort Aumale als Marinestützpunkt gegründet, das in den kommenden Jahren mit umliegenden Siedlungen zu einer Stadt zusammenwuchs. Die Stadt wurde
1849 offiziell als Siedlung für freigelassene
Sklaven gegründet und erhielt nach dem Vorbild von
Freetown den Namen Libreville.
1886 wurde Libreville zum Verwaltungssitz der Provinz
Gabun. Als Gabun
1960 die Unabhängigkeit erlangte, wurde es zur Hauptstadt des neuen Staates.
Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerung ist seit der Unabhängigkeit
1960 von ca. 30.000 Einwohnern bis heute auf ca. 580.000 Einwohner stark angewachsen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Libreville besteht aus den Stadtteilen Batterie IV, Quartier Louis, Mont-Bouët, Nombakélé, Glass (Europäischer Stadtteil), Olaumi (Industriegebiet) und Lalala.
In Libreville befindet sich das
Nationalmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das eine umfangreiche Sammlung von
Reliquien und rituellen Masken beheimatet. Die Holzkirche
St. Michel ist für ihre Schnitzereien bekannt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die
St. Marie Kathedrale, das
Arboretum de Sibang und ein
französisches Kulturzentrum. Der Präsidentenpalast, der in den
1970er gebaut wurde, ist leider nicht für Besucher geöffnet und darf nicht fotografiert werden.
Librevilles größter Markt ist der Marché du Mont-Bouët östlich des Stadtzentrums.
Bildung
Die Stadt ist Sitz zahlreicher Bildungseinrichtungen. Dazu gehören unter anderem die
1970 gegründete Université Omar Bongo (UOB), die Université des Sciences de la Santé, die Omar Bongo Ondimba Technical School und weitere kleinere Institute, sowie die
Nationalbibliothek.
Wirtschaft und Infrastruktur
Dem Ranking der Zeitschrift
The Economist zufolge, ist Libreville die 4. teuerste Stadt der Welt (Stand 2004).
Nahe Libreville befindet sich der internationale Flughafen (LBV). In Owendo, südlich des Stadtzentrums befindet sich sowohl der Hafen der Stadt, als auch der Bahnhof der Transgabonais-Eisenbahn, die Libreville mit Franceville im Südosten des Landes verbindet. Durch die Transgabonais-Bahn werden die Mangan- und Eisenerzvorkommen mit dem Hafen in Owendo verbunden.
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