Libero (ital. freier Mann) bezeichnet eine defensive Spielerposition im Fußball oder im Volleyball.
In den heutigen Spielsystemen wird auf die Position des Liberos verzichtet und zumeist mit einer sogenannten „Viererabwehrkette“ gespielt. Die Aufgaben des Liberos werden zum großen Teil von defensiven Mittelfeldspielern übernommen, die direkt vor der Abwehr spielen. Als beispielhaft auf dieser Position werden international Spieler wie Claude Makélélé vom FC Chelsea gesehen. Als deutsche Spieler seien hier Dietmar Hamann, Sebastian Kehl, Fabian Ernst und Torsten Frings genannt.
Wieder ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit kam die Position des Liberos durch den Gewinn des Europameistertitels durch Griechenland im Jahr 2004. Der Trainer der Griechen, der Deutsche Otto Rehhagel, schulte seine Mannschaft im alten System der 70er und frühen 80er Jahre und führte damit einhergehend die Position des Liberos hinter einer Dreierkette in der Abwehr ein. Traianos Dellas übernahm diese Position und spielte auf ihr in allen Partien der Europameisterschaft. Es ist allgemein anerkannt, dass die Anwendung dieser von vielen Experten als „antiquiert“ gescholtenen taktischen Spielweise ein wesentlicher Baustein des Erfolges der Griechen war, da viele Stars anderer Nationen noch nie in ihrer Karriere gegen eine Abwehrreihe mit Libero gespielt haben. So konnte die Spielweise der Griechen beim Titelgewinn, wenn auch nicht besonders attraktiv, doch erfolgreich sein.
Siehe auch: Taktik (Fußball)
Die Position des Liberos wurde im Volleyball erst 1998 eingeführt. Der Name lehnt sich an den Fußball an.
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