Die Leybucht ist neben dem Dollart die zweitgrößte Bucht in Ostfriesland, da der Jadebusen historisch zu Oldenburg gehört.
Lage
Die Leybucht liegt im Westen von Ostfriesland zwischen
Greetsiel und
Norddeich etwa 18 Kilometer nördlich von
Emden und 25 Kilometer westlich der Kreisstadt
Aurich.
Sie hat eine Größe von etwa 19 km².
Geschichte
Nach den
Sturmfluten von
1374 und
1376 erreichte die Bucht mit einer Fläche von gut 129 km² ihre größte Ausdehnung und reichte von
Greetsiel im Westen bis
Marienhafe im Osten bzw. vom Rand der Stadt
Norden bis nach
Canhusen im Süden.
In den folgenden Jahrhunderten wurden immer wieder
Köge oder
Polder eingedeicht, so dass die Bucht bis 1950 auf ihre jetzige Größe reduziert wurde.
Die letzte Landgewinnung erfolgte in den Jahren 1947-1950 durch den Bau des
Störtebekerdeichs wodurch der
Leybuchtpolder eingedeicht und die Küstenlinie begradigt wurde.
In den folgenden Jahren gab es Pläne sie gesamte Bucht einzudeichen um so die Deichlinie deutlich zu verkürzen und den Küstenschutz zu verbessern.
Diese Maßnahme wurde letztlich jedoch aus Gründen des
Naturschutzes wieder verworfen.
So wurden lediglich kleinere
Küstenschutzmaßnahmen realisiert (wie z.B. die 1991 erfolgte Eindeichung der
Leyhörn).
Zur Verstärkung der Deichanlagen begannen 1985 erste Vorbereitungen zum Bau des im Jahr 2000 fertiggestellten neuen
Störtebekerdeichs der dem alten Deich vorgelagert ist, die
Salzwiesen aber weitestgehend verschont.
Heutige Situation
Die Leybucht liegt im
Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und gehört zur Zone I.
Sie genießt daher nicht zuletzt wegen der Fauna und Flora der
Salzwiesen einen besonderen Schutz.
Der Leybuchtpolder wurde in den 50er Jahren besiedelt und ist ein Ortsteil der Stadt Norden.
Wichtigster Touristenort an der Leybucht ist Greetsiel.
Weblink
Seite des Nationalpark-Hauses Greetsiel: http://www.nationalparkhaus-greetsiel.info/
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