Letmathe-PaterundNonne1-Asio.JPGLetmathe-Lennebruecke1-Asio.JPGLetmathe-Kiliansdom1-Asio.JPG
Letmathe ist ein Stadtteil von
Iserlohn in
Nordrhein-Westfalen,
Deutschland. Die Stadt Iserlohn mit ihrem Stadtteil Letmathe liegt im Nordwesten des
Sauerlands und gehört zum
Märkischen Kreis.
Geografie
Räumliche Lage
Letmathe liegt im unteren Lennetal in einem von Massenkalk durchzogenen Gebirge. Der tiefste Punkt ist die Lenne an der Stadtgrenze zu
Hagen-Hohenlimburg, die höchste Erhebung der Hilkenhohl bei
Lössel.
Stadtgliederung
Gliederung in zwölf (ehemalige) Stadtteile
- Letmathe, Stübbeken, Genna
- Oestrich, (Unter-)Grüne, Lasbeck, Stenglingsen, Dröschede, Grürmannsheide
- Lössel, Roden, Pillingsen
Geschichte
- 1036: Erste Urkundliche Erwähnung ist 1036 in einem Güterverzeichnis des Kloster Werden. Obwohl diese Urkunde inzwischen als Fälschung erkannt wurde, gilt der Inhalt dennoch als echt, zumal Genna schon 980 erwähnt wird. Genna bedeutet: "Jenseits des Wassers" und wo es ein jenseits gibt, muss es auch ein diesseits geben (nämlich Letmathe).
- 13. Jh. Im frühen 13. Jahrhundert bildet die (Wall-)Burg auf dem Burgberg Oestrich als "Cometia Osteric" die Keimzelle der Grafschaft Limburg
- 1220 erste Erwähnung der Grüne
- 1395 Erwähnung des Hofs auf dem Honsel
- 14. Jh. Bis ins späte 14. Jahrhundert regieren die Herren von Letmathe auf Haus Letmathe
- 1573 In dem Atlas von Christian s'Grooten ist auch Letmathe eingezeichnet
- 1815 Letmathe bildet mit Oestrich, Limburg, Elsey und Reh das Amt Limburg
- 1903 Nach der Eingemeindung von Elsey nach Limburg scheiden die Gemeinden Letmathe und Oestrich aus dem Amtsverband aus und bilden das Amt Letmathe-Oestrich
- 1921 Die Gemeinde Oestrich bildet zusammen mit der Gemeinde Lössel das Amt Oestrich
- 1936 erhält Letmathe Stadtrecht
- 1954 beschließen die Gemeinden Oestrich und Lössel mit der Stadt Letmathe eine neue Stadt Letmathe zu bilden doch erst
- 1956 wird die neue Stadt Letmathe gegründet, allerdings muss die Gemeinde Oestrich große Teile an Iserlohn abtreten.
- 1975 Das Ende der Stadt Letmathe. Im Rahmen der Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Sauerland/Paderborn schlossen sich Iserlohn, Letmathe, Hennen, Kesbern und Sümmern zur neuen Stadt Iserlohn zusammen.
Religionen
Durch den starken Einsatz der Adelsfamilie
von Brabeck, die zur Zeit der Reformation Herren auf
Haus Letmathe waren, ist Letmathe als einzige Gemeinde in der Grafschaft Limburg und als eine der wenigen Gemeinden im weiteren Umland katholisch geblieben.
Dadurch war die katholische Gemeinde zu Letmathe so bedeutend im Bistum Paderborn, dass 1922 das Große Dekanat Iserlohn geteilt wurde und Letmathe Sitz eines neuen Dekanats, mit den Gemeinden Altena, Hohenlimburg, Letmathe, Lüdenscheid-Stadt und -Land, Nachrodt, Oestrich, Plettenberg-Stadt und -Land und Werdohl, wurde.
Ende des 19. Jahrhunderts kamen im Zuge der Industrialisierung so viele evangelische Bürger nach Letmathe, dass sie 1877 eine evangelische Kirchengemeinde in Letmathe gründeten.
Dass die große Mehrheit der Bevölkerung katholisch war, änderte sich in Letmathe erst mit den Vertriebenen des 2. Weltkriegs. Zu dieser Zeit kamen etwa 6000 Bürger - überwiegend evangelischen Glaubens - aus den Ostgebieten nach Letmathe.
Heute ist das Mengenverhältnis zwischen den Glaubensrichtungen ausgeglichen.
Gebietsreformen
- 1. Dezember 1890 Gebiete westlich des Grüner Bachs nach Iserlohn
- 16. Juni 1933 Nußberg, nördlicher Dördel nach Iserlohn
- 1. Januar 1941 Kuloh und westliches Dröscheder Feld nach Iserlohn
- 27. September 1956 Oestrich und Lössel nach Letmathe eingemeindet, Iserlohner Heide, Gerlingsen, Hombruch nach Iserlohn
- 1. Juli 1969 Waldgebiet nördlich von Hombruch, östlich des Refflingser Bachs nach Iserlohn, Flurstück im Bereich "Vor`m Heu" nach Iserlohn
Einwohnerentwicklung
- 1806 664 Einwohner
- 1885 4355 Einwohner
- Amt Letmathe-Oestrich
- 1903 10.857 Einwohner
- 1913 14.514 Einwohner
- 1933 8500 Einwohner
- 1956 13.049 Einwohner + 8936 Oestrich, 1850 Lössel (=23.835 Einwohner)
- 1957 24.221 Einwohner
- 1968 27.307 Einwohner
- 1971 28.836 Einwohner
- 1975 ca. 29.500 Einwohner (Jahr des Zusammenschlusses mit Iserlohn)
- 2003 27.815 Einwohner (als Stadtteil der Stadt Iserlohn)
Wappen
Das Wappen der ehemaligen Stadt geht zurück auf das Wappen der Herren von Letmathe (Brabeck) und wurde 1936 anlässlich der Verleihung der Stadtrechte als Wappen bestätigt.
Die Beschreibung des Wappens:
Waagerecht dreigeteilter Schild, im oberen Feld ein roter, stehender Löwe (1/2) auf weißem (silbernen) Schild mit zwei schwarzen (rechts und links je einer) "Külingen". Im mittleren Feld ein rot-gelb geschachter Balken (3:8). Im unteren Feld drei schwarze "Külinge" auf weißem (silbernen)Schild.
Der Löwe entspricht dem Löwen der Grafschaft Limburg und gibt die Zugehörigkeit Letmathes zu Limburg an. Der geschachte Balken entspricht dem der Grafschaft Mark, die Lehnsrechte in Letmathe hatten. Die "Külinge" sind das Familienzeichen einer Linie derer von Letmathe (Letmathe-Küling) und werden als Hermeline oder als Kaulquappen gedeutet.
Städtepartnerschaften
- Auchel (Frankreich), Partnerschaft wird seit 1975 von der Stadt Iserlohn fortgeführt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Bauwerke
- Haus Letmathe
- „Lenne-Dom“ St.Kilian
- Historische Ortskerne in Iserlohn-Letmathe und -Oestrich
Regelmäßige Veranstaltungen
- Kilian-Kirmes (Anfang Juli)
- Brückenfest (Anfang September)
- Weihnachtsmarkt am Haus Letmathe (an zwei Wochenenden im Dezember)
Verkehr
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Weblinks
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